Globale Fragen

Frieden

Was schafft nachhaltigen Frieden?

Wie und wo wir fördern

Icon

Regional: Lokale Ansätze der Friedensförderung

Wir engagieren uns in Regionen, in denen wir einen Beitrag zur nachhaltigen Friedensförderung leisten und lokale Ansätze besonders wirkungsvoll anwenden und unterstützen können. Dazu initiieren wir „Lokal geführte Friedensinitiativen“ (LLPIs) im Westbalkan und der Sahelzone und unterstützen lokale Friedensaktivitäten im Nahen und Mittleren Osten.

Die Stiftung wird im Westbalkan eine lokal geführte Friedensinitiative aufbauen. 

Der Westbalkan umfasst die Länder Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und den Kriegen der 1990er Jahre dauert die demokratische und staatliche Konsolidierung der Länder noch an. Die Folgen des Zerfalls Jugoslawiens und anhaltende Auseinandersetzungen über Machtansprüche, sowie ethnische und nationale Zugehörigkeiten prägen die Region nach wie vor. Nach großem Engagement auf dem Westbalkan ziehen sich die internationale Gemeinschaft und Geber in den letzten Jahren zunehmend zurück – obwohl sich beim Aufeinanderprallen von Nationalismus und zunehmender ethno-nationalistischer Spannungen dort aktuell eine kritische Phase abzeichnet.

In der Sahel wird die Stiftung eine lokal geführte Friedensinitiative aufbauen.

Die Sahelzone umfasst im engeren Sinne die westafrikanischen Länder Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad. Geographisch betrachtet zählen weitere Länder dazu, wie etwa Teile Äthiopiens, Nigerias und Sudans. Die Region wird seit 2012 von einer Spirale der Gewalt erschüttert. Trotz nationaler und internationaler Interventionen verschärft sich der Konflikt in den letzten Jahren weiter und trifft dabei auf schwache staatliche Strukturen und zunehmende Auseinandersetzungen über knappe Ressourcen. Terroristen und Milizen nutzen jahrhundertealte regionale Konflikte, beispielsweise zwischen Bauern und Viehzüchtern aus. Von dieser humanitären Katastrophe sind 24 Millionen Menschen betroffen. Vor dem Hintergrund dieser tief verwurzelten Konflikte können nur Maßnahmen Wirkung entfalten, die maßgeblich von den betroffenen Akteuren selbst verantwortet werden.

Die Stiftung wird über ein inhaltlich fokussiertes Engagement und die Förderung einzelner lokal geführter Projekte Entwicklungen in der Region verfolgen.


Unter der Region Naher und Mittlerer Osten werden die Länder der Levante (Israel/Palästina, Jordanien, Libanon, Syrien), der arabischen Halbinsel (Bahrain, Jemen, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate), Irak, Iran und kontextbezogen auch Ägypten, Türkei und Afghanistan verstanden. Seit Jahrzehnten ist die Region, in der heute rund eine viertel Milliarde Menschen leben, Schauplatz zahlreicher Konflikte mit regionalen und globalen Auswirkungen. 
 

Icon Globus mit Kontinenten

Global: Weiterentwicklung der internationalen Friedensförderung 

Wir sind von der Wirkung und wachsenden Bedeutung lokaler Ansätze für nachhaltigen Frieden überzeugt. Darum fördern wir Friedensakteure und ihre lokalen Ansätze. Weltweit stärken wir den Wissens- und Erfahrungsaustausch und ermöglichen so Innovation und Weiterentwicklung der internationalen Friedensförderung.

Das Institute for Integrated Transitions (IFIT) gründet und koordiniert länderspezifische Expertengremien (Brain Trusts) mit dem Ziel, Gewalt zu vermeiden und Ideen für Friedensprozesse zu entwickeln. In Afrika, Lateinamerika und der MENA-Region hat sich dieser Ansatz bewährt, der unter anderem auf einer weitgehenden Berücksichtigung der Bedarfe derjenigen, die von Konflikten betroffen sind, basiert. Mit der Förderung der Robert Bosch Stiftung möchte IFIT sein Brain-Trust-Model weiterentwickeln und dem wachsenden Bedarf entsprechen. Erkenntnisse und Erfahrungen aus dieser Förderung unterstützen uns dabei, unsere Strategie fortlaufend anzupassen.

Seit über 25 Jahren ist Interpeace ein etablierter Akteur im Feld der internationalen Friedensförderung. Die globale Initiative „Principles for Peace“ zielt darauf ab, im partizipativen Austausch neue Grundsätze und Normen für integrative und effektive Friedensprozesse zu entwickeln. Die Prinzipien sollen international etabliert werden und Länder befähigen, Friedensprozesse inklusiver zu gestalten. Mit der Förderung von Interpeace leistet die Robert Bosch Stiftung einen konkreten Beitrag zur Weiterentwicklung des Feldes.

Peace Direct unterstützt seit mehr als 15 Jahren lokal geführte Friedensbemühungen. Der Local Action Fund (LAF) ist ein innovativer flexibler Finanzierungs- und Unterstützungsmechanismus, der die bisherigen, weit verbreiteten Methoden der Friedensförderungen in ihrem Kern in Frage stellt. Ziel ist die Etablierung einer Fördermodalität, die auf die Bedürfnisse lokaler Akteure der Friedensarbeit zugeschnitten ist. Mittels der Förderung der Robert Bosch Stiftung wird dieser Finanzierungs- und Unterstützungsmechanismus konsolidiert, erweitert und verbessert und zeigt progressive Anwendungsfelder für die internationale Friedensförderung auf. Der Schwerpunkt des hier geförderten LAF liegt auf dem Sudan und Myanmar.

 

Kontakt

Dr. Stella Voutta
Teamleiterin
Tel.030 220025-339
E-Mail an Dr. Stella Voutta
Lilia Torno
Teamassistenz
Tel.0711 46084-149
E-Mail an Lilia Torno

Lokal geführte Friedensinitiative Westbalkan 

Patricia Degueldre
Senior Projektmanagerin
Tel.030 220025-325
E-Mail an Patricia Degueldre
Julian Hermann
Senior Projektmanager
Tel.0711 46084-187
E-Mail an Julian Hermann
Imke Kerber
Projektmanagerin
Tel.030 220025-452
E-Mail an Imke Kerber

Lokal geführte Friedensinitiative Sahel 

Frank Albers
Senior Projektmanager
Tel.030 220025-344
E-Mail an Frank Albers
Miriam Brandner
Senior Projektmanagerin
Tel.0711 46084-515
E-Mail an Miriam Brandner
Caroline Dunning
Projektmanagerin
Tel.030 220025-321
E-Mail an Caroline Dunning
Patrick Steiner-Hirth
Projektmanager
Tel.0711 46084-411
E-Mail an Patrick Steiner-Hirth

Engagement Naher Osten 

Irene Weinz
Senior Projektmanagerin
Tel.0711 46084-160
E-Mail an Irene Weinz
Caroline Dunning
Projektmanagerin
Tel.030 220025-321
E-Mail an Caroline Dunning

Weiterentwicklung der internationalen Friedensförderung

Miriam Brandner
Senior Projektmanagerin
Tel.0711 46084-515
E-Mail an Miriam Brandner
Imke Kerber
Projektmanagerin
Tel.030 220025-452
E-Mail an Imke Kerber