Warum machen wir das Projekt?

Klimawandel, Konsum- und Ernährungsverhalten, Ressourcenknappheit, Mobilität der Zukunft, Energiewende… die großen Themen unserer Zeit nicht nur in den Medien wahrnehmen, sondern die Zusammenhänge wissenschaftlich erforschen und dabei erkennen, was jeder einzelne Mensch tun kann.

Vielen Jugendlichen ist nicht klar, wofür das Leitbild der Nachhaltigkeit im positiven Sinne steht und wie es in konkretes Handeln übersetzt werden kann. Lehrkräften kommt die anspruchsvolle Aufgabe zu, ihren Schülerinnen und Schülern komplexe fächerübergreifende Themen wie Nachhaltigkeit zu vermitteln. Deswegen vernetzen wir interdisziplinär denkende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit interessierten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, um das große Thema "Nachhaltigkeit" greifbar zu machen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Was wollen wir erreichen?

Mit dem Förderprogramm setzen wir unsere im Jahr 2000 begonnene Projektförderung an der Schnittstelle zwischen Schule und Wissenschaft fort. Wir bringen Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum gemeinsamen Forschen zusammen. Idealerweise entsteht dabei eine längerfristige Kooperation zwischen Schule und Wissenschaft, von der alle Beteiligten profitieren.

  • Schülerinnen und Schüler können durch eigenständige Forschung mit Wissenschaftlern vertiefte Kenntnisse im Themenfeld Nachhaltigkeit erwerben. Dabei lernen sie Handlungsalternativen kennen, die sie im eigenen Alltag umsetzen können. Durch das Forschungsprojekt und den regelmäßigen Kontakt mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen werden ihnen gleichzeitig Berufs- und Studienperspektiven aufgezeigt.
  • Lehrkräfte können ihre Kenntnisse forschungsaktuell auffrischen und erhalten durch die direkte Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern neue Impulse für die inhaltliche Gestaltung ihres Unterrichts.
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Möglichkeit, ihre Forschung an Jugendliche zu vermitteln und werden gleichzeitig bei ihrer Forschungsarbeit unterstützt. Durch die Arbeit mit den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften können sie ebenfalls neue Perspektiven auf ihr Thema gewinnen.

Wie funktioniert das Projekt?

Im Rahmen eines Our Common Future-Projekts wird ein interdisziplinäres Forschungsthema aus dem Themenfeld Nachhaltigkeit gemeinsam bearbeitet von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Jugendlichen und Lehrkräften. Dabei erfahren die Schülerinnen und Schüler Forschung als ergebnisoffenen Prozess, den sie selbst mitgestalten können – von der wissenschaftlichen Fragestellung, über die Wahl geeigneter Untersuchungsmethoden, die Datenerhebung und -auswertung bis hin zur Präsentation.

Die Stiftung unterstützt klar definierte und zeitlich begrenzte Vorhaben für bis zu drei Jahre finanziell. Die geförderten Projekte werden außerdem zu einem zweijährlich stattfindenden, bundesweiten Kongress eingeladen.

An wen richtet sich das Projekt?

Lehrkräfte bilden mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Team und bewerben sich mit einer gemeinsamen Projektidee um Fördergelder. Die Teammitglieder sind an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen bzw. an weiterführenden Schulen in Deutschland angestellt.

Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen sind ebenfalls Zielgruppe von Our Common Future.

Nicht-Regierungsorganisationen oder Unternehmen können in das Netzwerk oder Teile des Projekts eingebunden werden, aber selbst keine Förderung erhalten.

Namensgeber

Namenspate für unser Programm ist ein Report der UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung: "Our Common Future" (PDF). Damit wurde 1987 erstmals das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung definiert und der globale Diskurs dazu angestoßen. Das Papier ist auch unter dem Namen „Brundtland-Bericht“ bekannt. Vorsitzende der Kommission war die damalige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland.