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Nachhaltig die Welt ernähren

Das weltweite Ernährungssystem steht unter Druck: Beschäftigte in der Landwirtschaft und Agrarbetriebe müssen für eine wachsende Bevölkerung Nahrungsmittel produzieren. Damit steigt die Umweltbelastung - Treibhausgasemissionen beschleunigen den Klimawandel, die Biodiversität geht zurück, Ressourcen werden knapp. Wie kann dieses System nachhaltiger werden? Dazu forscht die neue Robert Bosch Juniorprofessorin Dr. Verena Seufert.

Robert Bosch Stiftung | Juni 2021

Im Zentrum der Forschung von Verena Seufert steht die Frage, wie die weltweite Nahrungsmittelproduktion durch nachhaltige Landwirtschaft gleichzeitig umwelt- und sozialverträglicher werden kann. „Wir müssen nachhaltige Wege zur Produktion von Lebensmitteln finden, damit wir langfristig alle Menschen auf dieser Erde ernähren können,“ sagt Seufert.

Lokal erfolgreiche Ansätze auf andere Regionen übertragen

Die Juniorprofessorin wird Regionen in Indien und Mexiko in den Fokus nehmen, in denen es auch bei klimatischen Schwankungen gelingt, gute landwirtschaftliche Erträge zu erzielen – ohne die Biodiversität zu beeinträchtigen oder natürliche Ressourcen aufzubrauchen. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus lokal erfolgreichen Systemen auf andere Regionen oder Kontexte übertragbar zu machen und dadurch zu einer Transformation der globalen landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion hin zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen.

Porträt Dr. Verena Seufert
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Über die Person

Verena Seufert studierte Biologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und schrieb ihre Diplomarbeit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über die Rolle von Stickstoff für die Produktivität von Pflanzen. An der McGill University in Kanada promovierte sie in Geographie über den Beitrag biologischer Landwirtschaft zur globalen Ernährungssicherung. Zuletzt forschte sie als Assistenzprofessorin zu Landnutzung und Dynamiken des Ernährungssystems am Institut für Umweltwissenschaften der Vrije Universität in Amsterdam.