Stiftungen in der Stiftung

Die Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung ist eine unselbständige Stiftung innerhalb der Robert Bosch Stiftung. Sie fördert mit ihren Mitteln gesondert Themen rund um die Herausforderung des Alters.

Otto und Edith Mühlschlegel

Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung verwaltet seit 2002 die Mittel der unselbstständigen Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung im Rahmen ihres Satzungszwecks Gesundheitspflege. Die Mittel werden eingesetzt, um Themen rund um das Alter aufzugreifen und eine positive Gestaltung dieses Lebensabschnitts zu ermöglichen.

Zur Erinnerung an die Persönlichkeit des badischen Unternehmers Otto Mühlschlegel (1898–1995) wird der „Otto Mühlschlegel Preis“ alle zwei Jahre von der Robert Bosch Stiftung vergeben.

Der „Otto Mühlschlegel Preis – Zukunft Alter“ wurde 2004 erstmals vergeben. Er würdigte vorbildliche, zukunftsorientierte Projekte, Maßnahmen oder Ideen, die eine menschliche und den individuellen Bedürfnissen alter Menschen entsprechende Betreuung oder Pflege sowie die Gestaltung des Lebensumfelds zum Gegenstand hatten. Der Preis stand jeweils unter einem vorgegebenen Thema: Leben – Wohnen – Altern (2004), Wissen – Können – Handeln (2006), Kreativität in Technik, Handwerk und Kunst (2008) und Kreativität in neuen Medien (2010).

Ab 2012 stärkte die Robert Bosch Stiftung die Auszeichnung, um das Bewusstsein für die Chancen und Potenziale des Alters deutlich zu erhöhen. Sie beschloss die jährliche Vergabe des „Deutschen Alterspreises – Ideen im Alter. Ideen fürs Alter.“ und stattete diesen mit einer Gesamtpreissumme in Höhe von 120.000 Euro aus. Zudem wurde der undotierte Otto Mühlschlegel Preis als Ehrenpreis etabliert. Diese Auszeichnung für besondere Verdienste um das Alter erhielten Bundesministerin a.D. Professor Ursula Lehr (2012), Loring Sittler, Leiter Generali Zukunftsfonds (2013), der Senior Experten Service, Bonn (2014), die Ärztin und Schauspielerin Dr. Marianne Koch (2015) und der Architekt Eckhard Feddersen (2016).

Der Deutsche Alterspreis unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verzeichnete in fünf Jahren rund 1400 Bewerbungen, die von renommierten Juroren gesichtet wurden. Die enorme Kreativität, Vielfalt und Bandbreite der Beiträge rund um das Alter(n) war beeindruckend und ermutigend. Vielen Preisträgern verschafften Ehrung und Preisgeld öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Die medial intensiv begleiteten Preisvergaben trugen dazu bei, die lange vor allem von Schwäche und Verlust geprägten Altersbilder in unserer Gesellschaft aufzubrechen. Mittlerweile findet in Politik, Medien und Zivilgesellschaft ein Bewusstseinswandel statt, der die Potenziale aller Generationen im Umgang mit dem demografischen Wandel einbezieht. Einiges hat sich so in den vergangenen Jahren bereits verbessert.

Den Otto Mühlschlegel Preis verleiht die Robert Bosch Stiftung weiterhin als Ehrenpreis. Die Preissumme der alle zwei Jahre vergebenen Auszeichnung in Höhe von 30.000 Euro kommt einer vom Preisträger ausgewählten Organisation im Bereich Alter(n) zugute.