Stiftungen in der Stiftung

Die Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung und die Hans-Walz-Stiftung sind unselbständige Stiftungen innerhalb der Robert Bosch Stiftung. Sie vertiefen gesondert Themen wie die Herausforderung des Alters und naturgemäße Heilverfahren. Die DVA-Stiftung stärkt den deutsch-französischen Schwerpunkt der Stiftung.

DVA-Stiftung

DVA-Stiftung

Die DVA-Stiftung fördert die Vertiefung des deutsch-französischen Dialogs in Geistes- und Sozialwissenschaften, Literatur und Theater. Mit dieser Ausrichtung bezieht sie sich auf Robert Bosch, der sich nach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs für Aussöhnung und Freundschaft mit Frankreich einsetzte. Die DVA-Stiftung wurde 1980 mit Mitteln der Robert Bosch GmbH in Stuttgart gegründet. 2007 wurde sie eine unselbständige Stiftung in der Robert Bosch Stiftung.

Die Arbeit der DVA-Stiftung gliedert sich in zwei Fördergebiete: Die Übersetzerförderung und den Wissenschaftlichen Dialog. Die Förderung konzentriert sich auf ausgewählte Kooperationsprojekte, die öffentlich ausgeschrieben werden. Darüber hinaus werden keine Einzelstipendien, Druckkostenzuschüsse oder Übersetzerhonorare vergeben.

Otto und Edith Mühlschlegel

Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung verwaltet seit 2002 die Mittel der unselbstständigen Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung im Rahmen ihres Satzungszwecks Gesundheitspflege. Die Mittel werden eingesetzt, um Themen rund um das Alter aufzugreifen und eine positive Gestaltung dieses Lebensabschnitts zu ermöglichen.

Zur Erinnerung an die Persönlichkeit des badischen Unternehmers Otto Mühlschlegel (1898–1995) wird der „Otto Mühlschlegel Preis“ alle zwei Jahre von der Robert Bosch Stiftung vergeben.

Der „Otto Mühlschlegel Preis – Zukunft Alter“ wurde 2004 erstmals vergeben. Er würdigte vorbildliche, zukunftsorientierte Projekte, Maßnahmen oder Ideen, die eine menschliche und den individuellen Bedürfnissen alter Menschen entsprechende Betreuung oder Pflege sowie die Gestaltung des Lebensumfelds zum Gegenstand hatten. Der Preis stand jeweils unter einem vorgegebenen Thema: Leben – Wohnen – Altern (2004), Wissen – Können – Handeln (2006), Kreativität in Technik, Handwerk und Kunst (2008) und Kreativität in neuen Medien (2010).

Ab 2012 stärkte die Robert Bosch Stiftung die Auszeichnung, um das Bewusstsein für die Chancen und Potenziale des Alters deutlich zu erhöhen. Sie beschloss die jährliche Vergabe des „Deutschen Alterspreises – Ideen im Alter. Ideen fürs Alter.“ und stattete diesen mit einer Gesamtpreissumme in Höhe von 120.000 Euro aus. Zudem wurde der undotierte Otto Mühlschlegel Preis als Ehrenpreis etabliert. Diese Auszeichnung für besondere Verdienste um das Alter erhielten Bundesministerin a.D. Professor Ursula Lehr (2012), Loring Sittler, Leiter Generali Zukunftsfonds (2013), der Senior Experten Service, Bonn (2014), die Ärztin und Schauspielerin Dr. Marianne Koch (2015) und der Architekt Eckhard Feddersen (2016).

Der Deutsche Alterspreis unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verzeichnete in fünf Jahren rund 1400 Bewerbungen, die von renommierten Juroren gesichtet wurden. Die enorme Kreativität, Vielfalt und Bandbreite der Beiträge rund um das Alter(n) war beeindruckend und ermutigend. Vielen Preisträgern verschafften Ehrung und Preisgeld öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Die medial intensiv begleiteten Preisvergaben trugen dazu bei, die lange vor allem von Schwäche und Verlust geprägten Altersbilder in unserer Gesellschaft aufzubrechen. Mittlerweile findet in Politik, Medien und Zivilgesellschaft ein Bewusstseinswandel statt, der die Potenziale aller Generationen im Umgang mit dem demografischen Wandel einbezieht. Einiges hat sich so in den vergangenen Jahren bereits verbessert.

Den Otto Mühlschlegel Preis verleiht die Robert Bosch Stiftung weiterhin als Ehrenpreis. Die Preissumme der alle zwei Jahre vergebenen Auszeichnung in Höhe von 30.000 Euro kommt einer vom Preisträger ausgewählten Organisation im Bereich Alter(n) zugute.

Theodor Heuss und Hans Walz
Bosch Archive

Hans-Walz-Stiftung

Der Erforschung naturgemäßer Heilverfahren, insbesondere der Homöopathie, sieht sich die Stiftung durch den Auftrag von Robert Bosch seit ihrer Gründung verpflichtet. Sie wird aus den Erträgen des Sondervermögens der Hans-Walz-Stiftung sowie auf Mittel der Robert Bosch Stiftung finanziert.

Der Qualität und Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Untersuchungen kommt in der aktuellen Diskussion und die Wirksamkeit von komplementärmedizinischen Verfahren eine zentrale Rolle zu. Deshalb haben wir 2007 in Kooperation mit der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität München eine Sommerschule zu Forschungsmethoden in der Komplementärmedizin ins Leben gerufen, die bis 2011 jährlich angeboten wurde. Ab 2012 übernimmt die International Society for Complementary Medicine Research die Trägerschaft.

Wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der Homöopathie unterstützen wir durch die Hans-Walz-Stipendien, die es Wissenschaftlern aus aller Welt ermöglichen, zu Studienaufenthalten an das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung nach Stuttgart zu kommen. Das Institut vergibt alle zwei Jahre den Hans-Walz-Förderpreis für Arbeiten in der Homöopathiegeschichte. Zuletzt wurde 2017 der Preis an Dr. Alice Kuzniar verliehen. Der Titel der prämierten Arbeit lautet "The Birth of Homeopathy out of the Spirit of Romanticism".