Bewerbungsschluss für die Postdoc Academy 2019-2021 war am 15. März 2019. Bewerbungen für die Postdoc Academy 2020-2022 werden voraussichtlich ab Dezember 2019 auf dieser Webseite möglich sein.

Für jeden Programmdurchlauf werden 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgewählt. Um sich für die Postdoc Academy for Transformational Leadership zu bewerben, sollten Sie:

  • als Nachwuchswissenschaftler mit Nachhaltigkeitsfokus einer europäischen Forschungseinrichtung angehören,
  • Ihren Doktortitel vor höchstens vier Jahren erworben haben (exklusive Familien-/ Pflegezeiten),
  • ein exzellenter Wissenschaftler sein und das Ziel haben, den Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft durch Ihre Forschung positiv zu beeinflussen,
  • Interesse und Erfahrung haben, an inter- und transdisziplinärer Forschung mitzuwirken und
  • durch Ihre Forschung die Komplementarität von Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaft anstoßen,
  • ein Forschungsthema haben, das relevant ist für das diesjährige Focus-Thema „Scaling Sustainability“,
  • eine Professur oder andere akademische Führungsposition anstreben,
  • ein Intrapreneur sein, der durch verantwortliches Handeln positive Veränderungen in seiner Organisation initiiert,
  • sich als Gestalter gesellschaftlichen Wandels verstehen,
  • die englische Sprache hervorragend beherrschen (CEFR C2-Level),
  • an allen Seminaren und Vernetzungsaktivitäten teilnehmen und
  • während des Programmdurchlaufs über finanzielle Förderung der Postdoktoranden-Stelle verfügen.

Bewerber müssen als Postdoktoranden einer wissenschaftlichen Institution in einem der folgenden europäischen Ländern angehören: Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kosovo, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldawien, Monaco, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vatikan, Vereinigtes Königreich, Weißrussland, Zypern.

15. Januar bis 15. März 2019
Online-Bewerbung (Motivationsschreiben, CV, Empfehlungsschreiben, etc.)

13. Juni 2019
Assessment-Workshop (persönliche Präsentation, Interview, Gruppenarbeit)

bis 30. Juni 2019
Benachrichtigung der Bewerberinnen und Bewerber über das Ergebnis der Auswahl

  • 1. Seminar vom 25. September bis 27. September 2019 an der Humboldt Universität zu Berlin/ Deutschland
  • 2. Seminar vom 12. Februar bis 14. Februar 2020 an der Leuphana Universität in Lüneburg/ Deutschland
  • 3. Seminar vom 14. Oktober bis 16. Oktober 2020 am Stockholm Resilience Centre/ Schweden
  • 4. Seminar vom 17. März bis 19. März 2021 am The Dutch Research Institute for Transitions (DRIFT) in Rotterdam/ Niederlande

Die Transformation unserer Lebens- und Arbeitsweisen hin zu "nachhaltigeren Gesellschaften" ist eine Herausforderung. Sie erfordert, dass wir Wege finden, globale Anliegen in täglichen Entscheidungen bzgl. Konsum, Infrastruktur oder Produktion zu berücksichtigen. Der hier ausgeschriebene zweite Jahrgang der Postdoc Academy zielt darauf ab, Perspektiven von „Scale“ und „Scaling“ für die Bewältigung komplexer Nachhaltigkeitsherausforderungen innerhalb und durch Forschungs- und Nachhaltigkeitsinitiativen zu entwickeln.
Forscher betrachten ihr Forschungsobjekt für gewöhnlich aus spezifischen, oft disziplinären Perspektiven. Fragen von „Scale“ sind oft eine Herausforderung für die Wissensintegration sowie bei der Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen und über Disziplinen hinweg: Wie entwickeln wir eine gemeinsame Sprache oder einen gemeinsamen Rahmen mittels derer wir Probleme auf verschiedenen Ebenen angehen können? Wie gestalten wir Übergänge zwischen den Maßstabsebenen und wie können wir dadurch Transformationsprozesse besser erforschen, daran teilhaben und mitgestalten? Wie verstehen, adressieren und entwickeln wir translokale Netzwerke? Einige Wissenschaftsgemeinden innerhalb der Nachhaltigkeitsforschung neigen dazu, „Scaling“ als einen Prozess zu betrachten der vielversprechende und nachhaltige(re) Innovationen in Nutzung und/oder Wirkung vergrößert. Fragen, wie nachhaltigere Produktions- und Konsumweisen skaliert werden können, sind entscheidend, um weitreichende gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Andere sind skeptisch und würden es vorziehen, Lösungen zu entwickeln, die lokal oder translokal bleiben. Für sie birgt „Scaling“ die Gefahr, dass die Reziprozität verloren geht, Verantwortlichkeiten verwässern und spezifische Anliegen nicht berücksichtigt werden.

Wir laden Postdoktoranden ein, sich zu bewerben. Sie sollten bereits inter- und transdisziplinäre Forschung betreiben oder sehen, warum dies bei Nachhaltigkeitsthemen sinnvoll ist und innerhalb ihrer Forschung Herausforderungen mit „Scale“ und „Scaling“ haben. Beispiele könnten sein Erdsystem- oder großformatige sozial-ökologische Modellierer, die versuchen, ihre Forschung zu verkleinern; Sozialwissenschaftler, die versuchen, ihre Fallstudienarbeit zu skalieren; politische Ökologen, die globale Ströme untersuchen; Mehrebenen-Analysten, die versuchen, Daten aus sehr unterschiedlichen (skalaren) Kontexten zu integrieren; Transitionswissenschaftler, die an Prozessen der Verbreitung und Institutionalisierung interessiert sind sowie an politischen Auseinandersetzungen, die diese Prozesse begleiten. Insgesamt werden Fragen von und mit „Scale“ und „Scaling“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, um

  1. Forschern die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Forschung in Relation von und mit „Scale“ und „Scaling“ zu positionieren und “Scales“ zu adressieren, die ihrer Arbeit bisher fern waren;
  2. Forschungsteams bei der Entwicklung von Forschungsansätzen zu “Scales“ zu unterstützen;
  3. Ansätze zur Untersuchung von Verbreitungsprozessen auf Multi-Level-Systemen zu diskutieren und
  4. Handlungswissen gemeinsam zu entwickeln und die Bedeutung zu diskutieren, die Wissenschaft über „Scales“ hinweg bei Nachhaltigkeits-Übergängen spielen kann.

Zweitens richtet es sich an Forscher, die daran interessiert sind, ihre Führungsfähigkeiten auszubauen, um die skalaren Dimensionen von Nachhaltigkeitstransformationen effektiver zu managen. Ziel ist es, die Kompetenzen von Nachwuchswissenschaftlern in der skalenübergreifenden Arbeit zu verbessern und ein Postdoc-Netzwerk aufzubauen, das bereit und in der Lage ist, sich den Herausforderungen von "Scaling Sustainability" zu stellen.