• Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, begrüßt die neue Demokratie-Initiative Business Council for Democracy (#BC4D), die die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit der Robert Bosch Stiftung GmbH und dem Institute for Strategic Dialogue, Germany gGmbH (ISD Germany) startet.

Frankfurt, 05. November 2020 – Das BC4D verbindet Unternehmen, Gewerkschaften und Verbände, die einen konkreten Beitrag zum Erhalt des gesellschaftlichen Friedens im digitalen Zeitalter leisten möchten. Zu diesem Zweck wird das BC4D ein kostenloses, niedrigschwelliges und generationen-übergreifendes Angebot für erwachsene Beschäftigte schaffen, um die digitale Bürgerkultur zu stärken. Damit wird eine wesentliche Bedarfslücke geschlossen, da sich bislang die meisten Programme zum Erwerb demokratie-relevanter Medienkompetenzen entweder an junge Menschen oder an Multiplikatoren wenden, aber nicht an einen Querschnitt der Bevölkerung. Das BC4D startet mit eigener Geschäftsstelle in Berlin, die am ISD angesiedelt ist. Das ISD ist eine international führende Organisation im Bereich der Erforschung und Bekämpfung von Polarisierung und Extremismus.

In der eigens an das BC4D gerichteten Begrüßungs-Videobotschaft, die auf dem diesjährigen Wirtschaftsforum der ZEIT ausgestrahlt wird, betont Ursula von der Leyen: „Unternehmen profitieren vom sozialen Frieden, nicht nur im Betrieb, sondern in der gesamten Gesellschaft. Warum also sollte die Wirtschaft nicht eine wichtige Rolle dabei spielen, unsere Demokratie zu stärken?“

Das BC4D wird auf dem Wirtschaftsforum der ZEIT erstmals vorgestellt. Der Vorstands-vorsitzende der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Dr. h.c. Frank-J. Weise, diskutiert u.a. mit Huberta von Voss-Wittig, Geschäftsführerin ISD Germany, im Panel „Fighting Extremism – What Business can do“.

Gegen Hass und Desinformation

Das BC4D ist der politischen Neutralität verpflichtet. Ziel ist es, in den Themenbereichen Online Hassrede, Desinformation und Verschwörungstheorien Kenntnisse und Kompetenzen zu fördern, um so die Resilienz gegen digitale Bedrohungen zu stärken und mehr Menschen zu befähigen, sich eigenverantwortlich, sicherer und besser informiert durch die digitale Informationslandschaft zu bewegen. Das Curriculum wird von den Bildungs-experten des ISD in Kooperation mit führenden deutschen Fachexperten entwickelt. Es soll im kommenden Frühjahr in einer Pilotphase mit Unternehmen getestet werden mit dem Ziel, das Curriculum ab dem Sommer 2021 zu skalieren. Auch die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) unterstützt das Vorhaben.

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