Pressemeldung

Zwischen Chancen und Risiken - Robert Bosch Stiftung macht Künstliche Intelligenz zum Jahresschwerpunkt

  • Fokus 2026: Robert Bosch Stiftung fördert in diesem Jahr mit insgesamt rund 17 Millionen Euro den gemeinwohlorientierten Einsatz digitaler Technologien wie Künstlicher Intelligenz.
  • Positive Bilanz der Stiftungsarbeit im Jahr 2025: Rund 195 Millionen Euro in gemeinnützige Arbeit in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Globale Fragen investiert.
     

Berlin/Stuttgart, 25. Februar 2026 – Künstliche Intelligenz (KI) bietet enorme Chancen für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, birgt aber auch Risiken für Zusammenhalt und Teilhabe. Die Robert Bosch Stiftung stellt deshalb in diesem Jahr die gemeinwohlorientierte Nutzung von digitalen Technologien wie KI ins Zentrum ihrer Arbeit. Mit insgesamt 17 Millionen Euro unterstützt sie Initiativen, die das Potenzial digitaler Technologien für alle Menschen nutzbar machen und eine transparente, nachhaltige und an der Menschenwürde ausgerichtete Entwicklung fördern.

„Technologischer Fortschritt muss dem Wohl der Menschen dienen – diese Überzeugung unseres Stifters Robert Bosch leitet uns auch heute", sagt Dr. Bernhard Straub, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung. „Als lernende Organisation gestalten wir den Diskurs über Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz aktiv mit. Gemeinsam mit Partner:innen aus Zivilgesellschaft, Tech-Branche und Verwaltung arbeiten wir an verantwortungsbewussten Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der digitalen Transformation." 

Von der Praxis bis zur Politik: KI verantwortungsvoll gestalten

Die Stiftung fördert bereits heute konkrete Projekte, die den gesellschaftlichen Nutzen von digitalen Technologien in den Mittelpunkt stellen. So macht der interaktive Showroom am Bosch Health Campus digitale Gesundheitslösungen erlebbar und baut Berührungsängste ab. Der Bildungsbereich schult gemeinsam mit der Stanford University im Rahmen des Programms „M.E.T.A.“ Fortbildner:innen, die wiederum ihr Wissen zum KI-Einsatz im Unterricht an Lehrkräfte weitergeben. Auf europäischer Ebene stärkt die Stiftung über den European AI & Society Fund zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für eine am Menschen und der Gesellschaft ausgerichtete KI einsetzen.

195 Millionen Euro für gemeinnützige Arbeit

Im vergangenen Jahr (2025) hat die Robert Bosch Stiftung rund 195 Millionen Euro in ihre Fördergebiete Gesundheit, Bildung und Globale Fragen investiert. Ein bedeutender Teil davon, rund 124 Millionen Euro, floss in den Bereich Gesundheit und insbesondere in den Bosch Health Campus (BHC) der Stiftung. Dieser vereint das Robert Bosch Krankenhaus, mehrere Forschungsinstitute, ein Bildungszentrum sowie einen integrierten Förderbereich. Am BHC bündelt die Stiftung all ihre Gesundheitsaktivitäten – von der Patientenversorgung über die medizinische Forschung bis zur Entwicklung digitaler Innovationen wie dem Chatbot „Sundi“, der die Gesundheitskompetenz stärken soll.

Weltweit engagiert für eine gerechte und nachhaltige Zukunft

Die Stiftung unterhält eigene Einrichtungen wie den BHC, entwickelt innovative Projekte und ist weltweit in fast 400 Partnerschaften aktiv. Im Jahr 2025 war sie in über 30 Ländern tätig und hat mehr als 300 neue Projekte auf den Weg gebracht. Einen besonderen Schwerpunkt legte die Stiftung im vergangenen Jahr auf die Stärkung der Demokratie.

Im Fördergebiet Bildung zeichnete die Stiftung im Rahmen des Deutschen Schulpreises erstmals Schulen für ihre herausragenden Konzepte in der Demokratiebildung aus. Im Bereich Globale Fragen stand der gesellschaftliche Zusammenhalt im Mittelpunkt. Das von der Stiftung erhobene Vielfaltsbarometer zeigte eine sinkende Zustimmung zu gesellschaftlicher Vielfalt – ein Warnsignal für wachsende Spannungen. Hier setzte die Stiftung mit ihrer Förderung an: Lokale Dialogformate wie „Allzeitorte“ bringen an Alltagsorten Menschen unterschiedlicher Herkunft ins Gespräch und stärken so das Verständnis füreinander und die demokratische Kultur an der Basis.

Unterstützung für die Ukraine fortgesetzt

Im Rahmen ihrer Ukraine-Förderung hat die Stiftung 2025 unter anderem die Initiative „Restart“ unterstützt. Aus der Überzeugung heraus, dass der Wiederaufbau nicht auf einen Friedensschluss warten kann, entwickelt „Restart“ bereits heute in ukrainischen Städten wie Voznesensk konkrete Zukunftspläne für einen modernen und widerstandsfähigen Wiederaufbau. Indem sie Stadtplanung, Unternehmertum und soziale Inklusion miteinander verbindet, schafft die Initiative nicht nur Infrastruktur, sondern auch gesellschaftliche Resilienz und Hoffnung.

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Michael Herm, Senior Expert
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