Hausaufgaben für die Schulpolitik

Die Sommerferien neigen sich bundesweit dem Ende zu, in den ersten Bundesländern läuft der Unterrichtsbetrieb bereits wieder. Die Kultusministerkonferenz ist davon überzeugt: Präsenzbetrieb ist das Gebot der Stunde, zu flächendeckenden Schulschließungen soll es im neuen Schuljahr nicht mehr kommen. Wie aber sollen die Bundesländer mit den anhaltenden Herausforderungen umgehen? Und wie autonom dürfen Schulen ihre Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen? Darüber sprechen Dagmar Wolf und Dirk Zorn, die unseren Bereich Bildung leiten, im Video.

Robert Bosch Stiftung | August 2021

Ausbau der digitalen Infrastruktur, Fortbildungsangebote für Lehrende, Rückhalt und Spielraum für Entscheidungen: Das sind einige der Lehren, die die Schulpolitik aus der Pandemie gezogen hat. Wichtig sei, den Austausch über Bundesländergrenzen hinweg zu suchen. Statt dass jedes Bundesland eigene Verfahren entwickelt, braucht es eine tragfähige Lösung für die gesamte Republik, sagt Dagmar Wolf, Bereichsleiterin Bildung der Robert Bosch Stiftung.

„Der Fokus muss jetzt auf den Jüngsten in unserer Gesellschaft liegen, die Entbehrungen in Kauf nehmen mussten“, erklärt Dirk Zorn, Bereichsleiter Bildung der Robert Bosch Stiftung. Nicht der Blick auf Lernrückstände, sondern individuelle Entwicklungsbedürfnisse sind dabei relevant. Schulen müssen zu Orten gemacht werden, in denen sich alle Kinder zugehörig und gesehen fühlen. Nur so funktioniert gutes Lernen.