Der Qualifikationsmix für eine zukunftsfähige Pflege

Unser Gesundheitssystem ist unter Druck geraten. Der Qualifikationsmix in der Pflege sorgt dafür, dass Menschen mit Pflegedarf auch künftig gut und bedarfsgerecht versorgt werden. Wie dies gelingen kann, zeigen die Ergebnisse des Stiftungsprojekts "360° Pflege", die jetzt in Essen vorgestellt wurden.

Robert Bosch Stiftung | Februar 2018
Anke Haaser

Dr. Bernadette Klapper, Bereichsleiterin Gesundheit der Robert Bosch Stiftung, informierte rund 150 Teilnehmer in Essen, wie sie gestiegene qualitative und quantitative Anforderungen in der Pflege mithilfe des Qualifikationsmix meistern und ihre Einrichtungen fit für die Zukunft machen können.

Rund 150 Teilnehmer in Essen erfuhren, wie sie gestiegene qualitative und quantitative Anforderungen mithilfe des Qualifikationsmix meistern und ihre Einrichtungen fit für die Zukunft machen können. Sie lernten positive Beispiele aus der Praxis kennen und probierten selbst erste, konkrete Schritte in Workshops aus. Außerdem gab die Stiftung den Startschuss für die neue Webseite www.qualifikationsmix-pflege.de. Hier findet man alle Projektergebnisse und viele weiterführende Materialien, um den Qualifikationsmix erfolgreich vor Ort umzusetzen.

Unter dem Titel „360° Pflege – Qualifikationsmix für den Patienten“ nahmen rund 40 Experten die berufliche Situation der professionellen Pflege in Deutschland und damit den Alltag mehrerer Millionen Beschäftigter und Betroffener unter die Lupe. Sie haben erarbeitet, was den Qualifikationsmix ausmacht, wie er gelingt und wie er nachhaltig wirkt. Im Fokus stand immer der Mensch mit Pflegebedarf als Mittelpunkt des Versorgungsprozesses.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Um das System zukunftsfähig zu machen, brauchen wir den Qualifikationsmix in allen Pflegesektoren. Er schließt sämtliche Berufsabschlüsse der professionellen Pflege ein und wirbt ausdrücklich für einen deutlich höheren Anteil akademisch ausgebildeter Pflegefachpersonen in der direkten Versorgung.