• Thünen-Institut e.V. übernimmt Förderprogramm und führt es gemeinsam mit dem Verein Neuland gewinnen e.V. fort. 
  • „Mit ihren Projekten wirken die Neulandgewinner auf vielfältige Weise in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld und sind Motor für weitere positive Entwicklungen in der Region“, sagt Sandra Breka, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung.
  • Fünfte Förderrunde gestartet: 22 neue Projekte aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden mit insgesamt bis zu einer Million Euro unterstützt.

Stuttgart, 16. Februar 2021 – Nach neun Jahren übergibt die Robert Bosch Stiftung GmbH ihr Programm „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ an das Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V.. Das im Jahr 2012 von der Stiftung ins Leben gerufene Förderprogramm unterstützt Menschen im Osten Deutschlands, die mit ihren Initiativen die Region verändern und das Zusammenleben verbessern wollen. Mit dem Start der fünften Runde hat jetzt das Thünen-Institut, das seit Beginn mit der Umsetzung betraut ist, die Verantwortung für das Gesamtprogramm übernommen. Das Institut wird das Programm gemeinsam mit dem Verein Neuland gewinnen e.V., in dem sich ehemalige Neulandgewinner zusammengeschlossen haben, fortführen.

„Die Neulandgewinner sind ein hervorragendes Beispiel für die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Ihre Projekte wirken auf vielfältige Weise in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld und sind Motor für weitere positive Entwicklungen in der Region“, sagt Sandra Breka, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. „Als Stiftung verstehen wir uns als Impulsgeberin. Wir freuen uns daher sehr, dass das Thünen-Institut als langjähriger Partner der Stiftung die Erfolgsgeschichte der Neulandgewinner zusammen mit ehemaligen Geförderten fortschreiben wird.“

Programm erfährt große Nachfrage und politische Unterstützung 

Die Stiftung hatte das Programm 2012 als Reaktion auf die sozialen, wirtschaftlichen und demografischen Veränderungen, die besonders im Osten Deutschlands Spuren hinterlassen haben, ins Leben gerufen. Ziel war es, Menschen und Initiativen in ländlichen Räumen zu unterstützen, die dort einen konkreten Beitrag zu einer lebendigen Zivilgesellschaft leisten. Seit Programmbeginn haben sich fast 1.500 Initiativen für eine Förderung beworben. Rund 100 von ihnen wurden bisher als „Neulandgewinner“ ausgewählt. In ihren Projekten pflegen sie gemeinsam vergessene Obstgärten oder bauen Dorfbacköfen als Treffpunkte für den Austausch, bieten Künstlern aus aller Welt Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten in leerstehenden Häusern oder vermitteln in Werkstätten Wissen über regionales Handwerk oder 3D-Druck und Programmieren.

Mit ihrem Engagement wirken die Menschen über ihre Projekte hinaus: Sie vernetzen sich mit Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft – und schaffen so ein Klima der Veränderung. Auch aus der Politik gibt es Unterstützung. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich seit 2016 direkt an der Förderung und unterstützen je eine der Initiativen als „Neulandgewinner der Länder“.

Fünfte Förderrunde gestartet

22 überzeugende Initiativen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat eine Jury jetzt in die fünfte Runde des Förderprogramms aufgenommen. Die Neulandgewinnerinnen und Neulandgewinner erhalten in den kommenden zwei Jahren individuelle Schulungen und werden von Mentoren bei der Umsetzung ihrer Ideen begleitet. Das Programm wird von der Robert Bosch Stiftung, dem Land Brandenburg, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, dem Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt mit insgesamt bis zu einer Million Euro finanziell gefördert. 

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