• Stiftung unterstützt sechs Pilotprojekte zum konstruktiven Umgang mit Vielfalt auf kommunaler Ebene
  • „Die Vielfaltsgestalter“ gehen in Böblingen, Dessau-Roßlau, Frankfurt (Oder), Freital, Rosenheim und Wetzlar ans Werk
     

Stuttgart, 18. Dezember 2018 – Mit dem neuen Programm „Die Vielfaltsgestalter“ fördert die Robert Bosch Stiftung GmbH die Entstehung lokaler Bündnisse, die Vielfalt als Chance begreifen und das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft konstruktiv gestalten wollen. In den Kommunen Böblingen (BW), Dessau-Roßlau (ST), Frankfurt (Oder) (BB), Freital (SN), Rosenheim (BY) und Wetzlar (HE) haben sich dafür Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur zusammengeschlossen. Die Robert Bosch Stiftung fördert die Arbeit an den sechs Standorten in den kommenden zwei Jahren mit je 50.000 Euro, weitere finanzielle Unterstützung erfolgt durch die Open Society Initiative for Europe (OSIFE). Durchgeführt wird das Programm von der gsub - Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH.

Vielfalt in Deutschland stärken – Kommunen machen's vor
„Unsere Gesellschaft ist vielfältig“, sagt Ottilie Bälz, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Robert Bosch Stiftung. Migration habe über Jahrzehnte unterschiedliche Ethnien, Religionen, Kulturen und Sprachen in den Kommunen zusammengebracht. Das Zusammenleben werde aber auch geprägt von Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters und sexueller Identität, von Menschen mit und ohne Behinderung, von Menschen aus allen sozialen Schichten und mit völlig verschiedenen Lebensentwürfen. „Ob diese Unterschiede als Chance oder Herausforderung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt angesehen werden, entscheidet sich im Umgang vor Ort, in der Nachbarschaft, im Kiez oder der Kommune“, so Bälz. Mit dem neuen Förderprogramm will die Stiftung deshalb lokale Akteure dabei unterstützen, mehr Sicherheit im Umgang mit Vielfalt zu erwerben und das Thema nach außen zu vertreten.

Fördermittel und Kompetenz-Training
Die sechs Kommunen wurden von einer Jury aus 22 Bewerbungen ausgewählt. Für die Bewerbung mussten sich in jeder Stadt mindestens drei Akteure zusammenschließen. In den kommenden zwei Jahren werden die „Vielfaltsgestalter“ mit je 50.000 Euro in ihrer Arbeit unterstützt. Die Mittel sollen verwendet werden für den nachhaltigen Aufbau eines wachsenden Vielfalts-Netzwerks, externe Unterstützung durch Experten, z. B. für gemeinsame Qualifizierungen und für öffentlichkeitswirksame Aktivitäten. Darüber hinaus erhalten die Projektakteure zentrale Schulungen zu Netzwerkarbeit und Diversity Management.

Die Vielfaltsgestalter – Akteure der ersten Stunde

  • Böblingen: Stadtverwaltung Böblingen (Antragsteller), Sportverein Böblingen, Gewerbeforum Böblingen
  • Dessau-Roßlau: Stadt Dessau-Roßlau (Antragsteller), St. Johannis GmbH, Hochschule Anhalt, Lamsa e.V., Offener Kanal
  • Frankfurt (Oder): Stiftung SPI (Antragsteller), Integrationsbeauftragte der Stadt Frankfurt (Oder), RAA Brandenburg, Vielfalt statt Einheit e.V.
  • Freital (Sachsen): Regenbogen Familienzentrum e.V. (Antragsteller), Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Freital, Initiative Refugee and Friends, Kinder- und Jugendhilfeverband
  • Rosenheim: Startklar Soziale Arbeit Oberbayern GmbH (Antragsteller), Soziale Stadt Rosenheim, Bürgerstiftung Rosenheim
  • Wetzlar: Freiwilligenzentrum Mittelhessen (Antragsteller), Stadt Wetzlar, Wetzlarer Arbeitsloseninitiative WALI e.V.

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