Pressemeldung

Impulse für umfassende Reform der Gesundheitsversorgung

Robert Bosch Stiftung | Oktober 2018
  • Robert Bosch Stiftung startet breit angelegte Initiative „Neustart!“
  • Ideen aus Bürgerdialogen, gesundheitspolitischen Podien und gezielter Expertenarbeit sollen ergebnisoffene Diskussion anstoßen
  • Einrichtung einer Stiftungsprofessur „Health Governance“ an der Hertie School of Governance
     

Berlin, 19. Oktober 2018 – In Berlin startet heute die neue Initiative „Neustart! Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen“ der Robert Bosch Stiftung GmbH. Ziel des Projekts ist es, bis zur Bundestagswahl 2021 Impulse für eine umfassende Reform der Gesundheitsversorgung zu setzen. In Bürgerdialogen, auf gesundheitspolitischen Podien und in einer Serie von Think Labs wird die Initiative in den kommenden Jahren die Ideen von Bürgern und Experten zusammenbringen und eine ergebnisoffene Diskussion anstoßen.

„Eine gute Gesundheitsversorgung ist nicht selbstverständlich“, sagt Uta-Micaela Dürig, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung. „Damit auch in 20 Jahren alle Bürger Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung haben, brauchen wir schon heute mutige Ideen und visionäre Reformvorschläge.“ So setze der Fachkräftemangel das Gesundheitssystem bereits heute stark unter Druck. Hinzu kommen Auswirkungen der Megatrends wie Digitalisierung oder Urbanisierung, aber auch Fragen zur künftigen Finanzierung und Qualitätssicherung in einer immer älter werdenden Gesellschaft, so Dürig.

Mit der Initiative rückt die Stiftung die Bedürfnisse der Bürger in den Mittelpunkt und macht sie zu aktiven Mitgestaltern der Gesundheit von morgen. In Bürgerdialogen formulieren sie ihre Vorstellungen und Ideen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung und bewerten in einer weiteren Dialogrunde erste Reformvorschläge der Experten aus den sogenannten Think Labs der Initiative.

In den Think Labs kommen auf Einladung der Robert Bosch Stiftung und der Hertie School of Governance Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um visionäre Konzepte für eine Neuordnung des Gesundheitswesens zu erarbeiten. Dabei berücksichtigen sie ausdrücklich die von den Bürgerdialogen ausgehenden Impulse und Rückmeldungen.

Ergänzend zu den Think Labs fördert die Robert Bosch Stiftung die Einrichtung einer Stiftungsprofessur „Health Governance“ an der Hertie School of Governance. Zusammen mit den Experten der Think Labs wird sie vorhandenes Wissen und neue Ansätze in die Konzepte einbringen.

Darüber hinaus bieten mehrere gesundheitspolitische Podien die Möglichkeit, mit der Fachöffentlichkeit über neue und auch kontroverse Ideen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu diskutieren.

Den Auftakt macht heute das erste gesundheitspolitische Podium in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung unter dem Titel „Zank, Zaster und Zynismus – Braucht unser Gesundheitssystem einen Neustart?“. Teilnehmer sind u.a. Prof. Dr. med. Giovanni Maio, Medizinethiker, Helle Dokken, Pflegedirektorin an der Universitätsmedizin Göttingen, Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, und Dr. Ilona Köster-Steinebach, Geschäftsführerin des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V..

Gerne halten wir Sie zur Initiative auf dem Laufenden. Bitte melden Sie sich dazu unter neustart@bosch-stiftung.de.

Ihr Ansprechpartner

Kontakt Presse
Michael Herm, Referent
Robert Bosch Stiftung
Heidehofstraße 31
70184 Stuttgart
Tel0711 46084-290
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