Stuttgart, 17. Juli 2018 - Die Robert Bosch Stiftung und die Filmakademie Baden-Württemberg bringen gemeinsam neue Programme zur Förderung ostafrikanischer Filmemacherinnen und Filmemacher auf den Weg. Dies verkündeten beide Partner am Rande des Filmmarkts DISCOP, der in Stone Town parallel zum dortigen, traditionellen Zanzibar International Film Festival stattfand. Die geplanten Initiativen beinhalten eine Reihe von 20 Workshops für Filmemacher aus Ostafrika in den Jahren 2018 bis 2020.

Ebenfalls beteiligt an der Kooperation sind der East African Documentary Film Fund DOCUBOX (Nairobi), die Produktionsfirmen Ginger Ink Productions (Nairobi) und One Fine Day Films (Berlin/Nairobi), der Filmverleih Rushlake Media (Köln) sowie STEPS (Kapstadt), eine NGO, die sich der Förderung von Dokumentarfilmen verschrieben hat.

Die 5-10-tägigen Workshops wenden sich an junge Profis aus der Film- und Medienindustrie in Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania, Uganda, dem Südsudan und Äthiopien. Das Programm soll gezielt Fertigkeiten in den Bereichen Regie, Produktion, Distribution, Tonaufnahme und Sounddesign, Szenenbild, Bildgestaltung/Kamera, Schauspiel sowie Postproduktions-Workflow vermitteln und ausbauen.

Bewerbungen für den ersten der 20 Workshops, der Ende dieses Jahres in Nairobi stattfinden soll, sind ab Oktober 2018 möglich. Der Workshop wird sich auf die Frage konzentrieren, "wie man sich in der Film- und Medienindustrie für das richtige Fachgebiet entscheidet."

Darüber hinaus haben die Robert Bosch Stiftung und die Filmakademie Baden-Württemberg ein Stipendium für Inadelso Cossa aus Mosambik angekündigt, einen der Teilnehmer des Dokumentarfilm-Wettbewerbs beim Zanzibar International Film Festival. Das Stipendium wird es ihm ermöglichen, im Herbst 2018 im Rahmen der International Class (ICLA) an der Filmakademie Baden-Württemberg zu studieren. Der Regisseur des Dokumentarfilms MEMORY IN THREE ACTS wird am 1. Oktober nach Ludwigsburg reisen und das Programm am 28. Februar 2019 abschließen.

Die ICLA präsentiert ein Curriculum in englischer Sprache. Die Klasse in Ludwigsburg besteht aus zwölf internationalen Gaststudierenden von Filmhochschulen aus aller Welt. Die Atmosphäre im Kurs ist offen und diskursorientiert. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten daher eine unvoreingenommene Geisteshaltung mitbringen und bereit sein, sich in engagierten Diskussionen mit unvertrauten Meinungen und Standpunkten auseinanderzusetzen. Dies ist noch wichtiger als das jeweilige Fachwissen im Film- und Medienbereich.

Als interdisziplinäre Klasse setzt sich die ICLA mit verschiedenen Gebieten des Filmemachens auseinander und nutzt dafür ganz unterschiedliche Ansätze. Eines der vorrangigen Ziele der ICLA ist es, ein Netzwerk von internationalen Studierenden zu entwickeln und als Konsequenz daraus gemeinsame Projekte von Studierenden verschiedener Filmschulen einfacher zu realisieren. Die Filmakademie ermuntert daher alle Teilnehmer, diese Gelegenheit zu ergreifen und die ICLA als Zentrum für die Entwicklung ihrer Projekte zu nutzen, das weit über die Dauer des Programms bestehen bleiben wird.

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