Pressemeldung

Berlin Climate Mobility Forum: Internationale Spitzenpolitiker:innen wollen wegweisende Grundsätze zur Klimamobilität in Berlin verabschieden

Das Global Centre for Climate Mobility der Vereinten Nationen und die Robert Bosch Stiftung richten im Juni 2026 das 2. Berlin Climate Mobility Forum aus, um eine Einigung auf globale Grundsätze zur Klimamobilität zu erzielen.

  • Das hochrangige Forum bringt 14 Staats- und Regierungschefs sowie mehr als 60 Ministerinnen und Minister und weitere Führungspersönlichkeiten aus rund 80 Ländern  zusammen, um die internationale Zusammenarbeit zur Klimamobilität zu stärken. 
  • Ein zentrales Ziel des Forums ist die Verabschiedung der „Global Climate Mobility Principles“, ein politischer Konsens, der das „Recht auf Bleiben“ schützen und eine würdevolle Umsiedlung gewährleisten sollen.
  • Das Forum wird zudem einen Fahrplan zur Umsetzung erarbeiten, um die gemeinsamen Ziele in konkrete Partnerschaften und Maßnahmen zu überführen.

Berlin, 4. Juni 2026 – In einem entscheidenden Moment für den globalen Klimaschutz findet vom 18. bis 19. Juni 2026 in Berlin das 2. Berlin Climate Mobility Forum (BCMF) statt. Das Global Centre for Climate Mobility (GCCM) und die Robert Bosch Stiftung richten das Forum gemeinsam aus. Ziel ist es, die „Global Principles for Addressing Climate Mobility“ zu verabschieden und zugleich wichtige Impulse für die Ausgestaltung der „Climate Mobility Adaptation Agenda“ zu setzen – einer Agenda für Klimamobilität und -anpassung. 
Das Forum bringt Regierungen, internationale Organisationen, Finanzinstitutionen, die Zivilgesellschaft sowie führende Vertreterinnen und Vertreter klimagefährdeter Regionen zusammen, darunter die Präsidentinnen und Präsidenten der Republik der Marshallinseln, der Föderierten Staaten von Mikronesien und der Republik Palau sowie die Premierminister von Papua-Neuguinea und St. Kitts und Nevis. Damit soll eine neue Phase der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Klimamobilität eingeleitet werden.

Die diesjährige Veranstaltung knüpft an das im vergangenen Jahr erstmalig stattgefundene Forum an, um die gemeinsamen Prioritäten besonders betroffener Länder bei der Klimamobilität stärker in den Fokus zu rücken. Der steigende Meeresspiegel, extreme Wetterereignisse und der Verlust von Lebensgrundlagen zwingen bereits heute Millionen Menschen dazu, ihre Zukunft neu zu gestalten. Schätzungen zufolge könnten bis 2050 weltweit über 200 Millionen Menschen gezwungen sein, aus klimabedingten Gründen ihre Heimat zu verlassen. Die bisherigen globalen Reaktionen blieben jedoch bislang fragmentiert. Die Teilnehmenden des letztjährigen Forums verständigten sich daher darauf, den Status quo zu ändern, indem sie politische Verpflichtungen in koordinierte Maßnahmen überführen. Diese sollen lokale Gemeinschaften dabei unterstützen, sich anzupassen, möglichst vor Ort zu bleiben und – wenn nötig – sicher und würdevoll umzusiedeln. Seitdem hat die politische Dynamik deutlich an Fahrt gewonnen, insbesondere durch die Entwicklung der globalen Grundsätze zum Umgang mit Klimamobilität, die während der COP30 in Belém eine breite Unterstützung führender Länder fanden. Die Vorstellung der „Global Climate Mobility Principles“ auf dem 2. Berlin Climate Mobility Forum markiert nun einen bedeutenden Meilenstein der gemeinsamen Bemühungen.

„Klimamobilität gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Sie erfordert vorausschauendes Handeln, kollektive internationale Solidarität und Lösungen, die fest in den Lebensrealitäten der betroffenen Gemeinschaften verankert sind“, sagte Prof. Kamal Amakrane, Geschäftsführer des Global Centre for Climate Mobility der Vereinten Nationen. „Das Berlin Climate Mobility Forum 2026 wird Führungspersonen und Partner:innen aus allen Regionen zusammenbringen. Ziel ist es, eine gemeinsame Vision für den weiteren Weg zu entwickeln und konkrete Maßnahmen voranzubringen, die es Menschen ermöglichen, an den Orten zu bleiben, die sie ihr Zuhause nennen, und gleichzeitig sicherzustellen, dass diejenigen, die umziehen müssen, dies in Sicherheit, Würde und Hoffnung tun können.“

Von „Climate Mobility Principles“ zur Umsetzung: Berlin Climate Mobility Forum ebnet den Weg für eine positive Anpassungsagenda

Neben der Verabschiedung der „Global Climate Mobility Principles“ rückt das Berlin Climate Mobility Forum auch deren Umsetzung in den Fokus. Die „Climate Mobility Adaptation Agenda“ soll diesen Prozess gezielt beschleunigen. Ziel der Agenda ist es, dass sich zentrale Akteure auf praktische und skalierbare Maßnahmen verständigen, die einen positiven Wandel für Gemeinschaften ermöglichen, die mit schwerwiegenden und häufig irreversiblen Klimarisiken konfrontiert sind.

„In einer Zeit, in der die internationale Zusammenarbeit zunehmend unter Druck gerät, ist es entscheidend, dass Deutschland und Europa Führungsstärke zeigen und Anstrengungen zur Bewältigung von Klimamobilität vorantreiben. Als einflussreicher Geber, verlässlicher Partner und wichtiger Akteur in multilateralen Foren und internationalen Finanzinstitutionen ist Deutschland besonders gut aufgestellt, dieses zentrale Thema voranzubringen. Und dies ist kein fernes Problem; auch Europa ist zunehmend betroffen“, sagte Dr. Bernhard Straub, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung. „Eine starke internationale Zusammenarbeit ist der einzige wirksame Weg, um die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Gesellschaften zu bewältigen. Das Berlin Climate Mobility Forum bietet die Plattform, um dieses gemeinsame Handeln gezielt voranzutreiben.“

Durch die Weiterentwicklung gemeinsamer Grundsätze und den Aufbau von Partnerschaften will das Forum die Grundlage für eine koordinierte globale Reaktion auf Klimamobilität schaffen. Ziel ist es, Gemeinschaften dabei zu unterstützen, sich anzupassen, wenn möglich vor Ort zu bleiben und – wenn erforderlich – in Würde umsiedeln zu können.

Am 2. Berlin Climate Mobility Forum werden folgende Staats- und Regierungschefs teilnehmen:

  • S.E. Azali Assoumani, Präsident der Union der Komoren
  • S.E. Nasry Asfura, Präsident der Republik Honduras
  • S.E. Taneti Maamau, Präsident der Republik Kiribati
  • S.E. Dr. Hilda C. Heine, Präsidentin der Republik der Marshallinseln
  • S.E. Wesley Simina, Präsident der Föderierten Staaten von Mikronesien
  • S.E. Dalton Tagelagi, Premierminister von Niue
  • S.E. Surangel S. Whipps Jr., Präsident der Republik Palau
  • S.E. James Marape, Premierminister des Unabhängigen Staates Papua-Neuguinea
  • S.E. Dr. Terrance Drew, Premierminister von St. Kitts und Nevis
  • S.E. Reverend Sir Tofinga Vaevalu Falani, Generalgouverneur von Tuvalu 
  • S.E. Uz Hussain Mohamed Latheef, Vizepräsident, die Republik Malediven
  • S.E. Johnny Koanapo, Stellvertretender Premierminister, Republik Vanuatu
     

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Stefanie Kaufmann Dimeski, Referentin
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