Unsere siebenköpfige, unabhängige Jury entscheidet Ende Juni 2026 über die eingereichten Anträge. Sie wählt 15 Projekte aus, die ihr Konzept bis November 2026 ausarbeiten. Aus den 15 Konzepten wählt die Jury im Dezember 2026 sieben aus, die ihr Konzept umsetzen können. Erfahren Sie hier, wer die Mitglieder unserer Jury sind:
Sevgi Demirkaya
Sevgi Demirkaya ist Kulturmanagerin in Köln und Programmleiterin des Kulturbunker Mülheim e.V. Nach Studien der Wirtschaftswissenschaften, Mediendesign und Medieninformatik arbeitete sie zunächst als Beraterin und entwickelte Strategien für migrantische Communities. Heute initiiert und kuratiert sie kulturelle Projekte mit Fokus auf Teilhabe, Diversität und postmigrantische Perspektiven. 2023 ist sie zu Kulturmanagerin des Jahres ausgezeichnet worden. Sie ist Vorstandsmitglied von Soziokultur NRW und Jurymitglied im Kulturrat Köln.
„Mein liebster Alltags- oder Freizeitort: Ich bin gerne in der Natur und an kulturellen Orten. Der Carlsgarten in Köln verbindet für mich beides: ein urbaner Garten mit Kultur, Konzerten und Begegnungen.“
Johannes Dietrich
Johannes Dietrich, Jahrgang 1978, ist Teil der „Dritte Generation Ost“. In seiner Bildungs- und Arbeitslaufbahn setzte er sich intensiv mit den Themen Erwachsenenbildung und Engagementförderung auseinander, ist Mitbegründer des Vereins weltbewusst e.V. und entwickelt das Angebot des Kulturhauses „Werkstatt 26“ im ländlichen Königstein (Sachsen) mit. Der Fokus lag dabei stets auf der niedrigschwelligen Förderung von engagierten Einzelpersonen vor Ort, sowie von Initiativen und Vereinen durch Beratung, organisatorische Hilfen oder die Bereitstellung von Ressourcen. Die Erfahrung zeigt, dass insbesondere Räume, Erfahrungswissen und die Vermittlung von hilfreichen Kontakten dazu beitragen, Ideen in konkrete Projekte zu verwandeln. Daher liegen Johannes die Allzeitorte sehr am Herzen!
„Meine liebsten Alltags- bzw. Freizeitorte sind Cafés, Parks und die Natur.“
Inga Gertmann
Inga Gertmann leitet den Bereich Partnerschaften bei More in Common Deutschland, einer internationalen Organisation, die zu Polarisierung und gesellschaftlichem Zusammenhalt forscht. In der Werkstatt von More in Common arbeitet sie u.a. mit zivilgesellschaftlichen Organisationen dazu, wie sie ihre Angebote und Ansprache gestalten können, um Menschen jenseits bereits gut eingebundener Gruppen zu erreichen. Zuvor arbeitete sie als Beraterin für die öffentliche Verwaltung sowie für Teach First Deutschland an einer Schule.
„Mein liebster Alltagsort ist die Bücherei.“
Georg Pirker
Georg Pirker hat langjährige Erfahrung im Bereich politische Bildung und arbeitet als Referent für internationale politische Bildungsarbeit beim Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V., eine unabhängige Institution für politische Bildung und Jugendarbeit. In seiner Arbeit setzt er sich für den internationalen Austausch, die Förderung demokratischer Kompetenzen sowie für Bildungsansätze ein, die Demokratie und Menschenrechte stärken.
„Meine liebsten Alltags-/Freizeitorte finden sich beispielhaft in den im Netzwerk Polylux zusammengeschlossenen Vereinen, Initiativen und Projekten, die sich vor Ort für eine starke und kritische Zivilgesellschaft einsetzen."
Isidora Randjelović
Isidora Randjelović arbeitet und engagiert sich in Berlin bei RomaniPhen e.V., einer feministischen Romani-Selbstorganisation. Sie lehrt an der Alice Salomon Hochschule zu Rassismus, Migration und Selbstorganisierung und publiziert auch zu diesen Themen.
„Mein liebster Alltags- bzw. Freizeitort: Ich navigiere im Alltag durch sehr unterschiedliche Räume – am liebsten solche, physische wie digitale, in denen solidarische, zugewandte und bewegende Menschen zusammenkommen.“
Benjamin Schwarz
Benjamin Schwarz (geb. 1978) ist Berater für politische Kommunikation, Autor und Geschäftsführer der part GmbH für digitales Handeln. Er berät NGOs, Parteien und Initiativen zu strategischer Kommunikation, Klimapolitik und Demokratie. Als Autor setzt er sich für konstruktiven Wandel und gesellschaftliche Teilhabe ein.
„Mein liebster Allzeitort ist die Oodi-Bibliothek in Helsinki: ein radikal offener, wunderschöner, demokratischer Raum, der Bildung, Begegnung und Teilhabe selbstverständlich verbindet. Oodi verkörpert die Idee, dass öffentliche Infrastruktur Vertrauen stiftet und Gleichheit praktisch erfahrbar macht. In Deutschland faszinieren mich Orte, an denen soziale Unterschiede für einen Moment an Relevanz verlieren können: das Fußballstadion oder das Musikfestival, wenn Menschen nicht als Status, sondern als Fans oder Publikum zusammenkommen. Gemeinsame Begeisterung für etwas, ist eine gute Voraussetzung für Begegnung zu sorgen.“
Merve Selek
Merve Selek arbeitet im Projekt- und Bildungsbereich zu Themen rund um Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und Dialog. Sie studierte Islamische Theologie in Tübingen sowie Interkulturalität und Integration in Schwäbisch Gmünd. In verschiedenen Projekten leitete sie Initiativen zu muslimischer Vielfalt, Demokratieförderung und Begegnung und begleitete den Aufbau sowie die Professionalisierung zivilgesellschaftlicher Strukturen.
Während ihrer Elternzeit haben sich auch ihre Freizeitorte verändert: Aktuell sind es vor allem Spielplätze, Krabbelgruppen und Eltern-Kind-Cafés.
