Über uns
Entstehung
1964 wurden die zum Nachlass gehörenden Geschäftsanteile der Familie Bosch an der Robert Bosch GmbH auf die von Robert Bosch bereits 1921 gegründete Vermögensverwaltung Bosch GmbH übertragen, die 1969 ihren Namen in Robert Bosch Stiftung GmbH änderte. Die Beteiligung der Stiftung am Stammkapital der Robert Bosch GmbH von 1200 Millionen Euro beträgt 92 Prozent.
Verfassung des Hauses Bosch
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Als Gesellschafterin der Robert Bosch GmbH fließt der Stiftung die ausgeschüttete Dividende anteilig zu. Als gemeinnützige Stiftung ist sie nicht unternehmerisch tätig. Die Stimmrechte der Geschäftsanteile hat sie auf die Robert Bosch Industrietreuhand KG übertragen. Dies bedeutet eine klare Trennung zwischen ökonomischen und philanthropischen Gesichtspunkten und erleichtert es, dass die Stiftung Aufgaben übernehmen kann, "die auf den Nutzen des Ganzen abgestellt sind, ohne dass dadurch die eigenwirtschaftlichen Gesetze des Unternehmens als solchem in Frage gestellt werden..." ( Hans.L. Merkle, 1972). Die Stiftung verwaltet ihre Vermögenswerte im Sinne von Robert Bosch.

Kuratorium und Geschäftsführung
Organe der Stiftung sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Über die gemeinnützigen Aktivitäten und die Mittelverwendung der Stiftung entscheidet das Kuratorium, das derzeit aus neun Personen besteht, die zugleich Gesellschafter der Stiftung sind. Sie nehmen ihre Aufgaben treuhänderisch wahr und scheiden mit Vollendung des 72. Lebensjahres aus. Nach dem Willen von Robert Bosch sollen dem Kuratorium Mitglieder der Familie, Unternehmer und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens angehören.
Kuratorium:
- Dr. Kurt W. Liedtke (Vorsitzender)
- Dr. forest. Christof Bosch
- Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun
- Wolfgang Chur
- Prof. Dr. Dr. h.c. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
- Prof. Dr. Renate Köcher
- Dr. Nicola Leibinger-Kammüller
- Matthias Madelung
- Eberhard Stilz
Geschäftsführung:
- Dieter Berg (Vorsitzender)
- Dr. Ingrid Hamm
Stiftung heute
In vier Programmbereiche gegliedert, erfüllt sie ihr Förderungsprogramm operativ und fördernd. Um ihre Ziele zu verfolgen, fördert sie Projekte Dritter und ergreift selbst Initiativen zur Entwicklung und Durchführung von Programmen.
Rund 100 Mitarbeiter bearbeiten im Durchschnitt etwa 800 Eigen- und Fremdprojekte pro Jahr. Im Jahr 2010 flossen rund 63 Millionen Euro in die Programmarbeit. Insgesamt hat die Robert Bosch Stiftung seit ihrer Gründung eine Milliarde Euro für Projekte zur Verfügung gestellt. Zur Stiftung gehören das Robert-Bosch-Krankenhaus, das Dr. Margarete-Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie und das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung sowie die unselbständigen Stiftungen Hans-Walz-Stiftung, Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung, DVA-Stiftung sowie Rochus und Beatrice Mummert-Stiftung.
Die Robert Bosch Stiftung hat ihren Sitz im Robert Bosch Haus, dem ehemaligen Wohnhaus von Robert Bosch in Stuttgart. Seit 2004 ist sie außerdem im neu errichteten Bosch Haus Heidehof beheimatet. In der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch GmbH verfügt die Stiftung über ein eigenes Berliner Büro.