Sexuelle Orientierung

Die sexuelle Orientierung nur nach hetero- und homosexuell zu unterscheiden, ist nach heutigem Verständnis zu eng gefasst. So werden unter dem Begriff LGBTTIQ*-Community Menschen zusammengefasst, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell und / oder queer betrachten. Gleichzeitig gibt das Kürzel LGBTTIQ* nicht nur Auskunft über die sexuelle Orientierung (also die Frage, wen man liebt), sondern auch über die sexuelle Identität (also die Frage, als was man sich versteht – z.B. als intersexuell).

Obwohl die Akzeptanz gegenüber Menschen jeglicher sexueller Orientierung in vielen Teilen der Welt zunimmt und die Offenheit gegenüber anderen sexuellen Orientierungen als der heterosexuellen – also der Geschlechtsbeziehung zwischen Mann und Frau – auch in Deutschland seit vielen Jahrzehnten immer weiter wächst, haben gleichgeschlechtliche Paare erst seit dem 1. Oktober 2017 ein Recht auf Eheschließung. Die deutsche Bevölkerung allerdings steht unterschiedlichen sexuellen Orientierungen sehr offen gegenüber, wie das Vielfaltsbarometer zeigt. Mit 77 Punkten (auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten) ist kaum eine andere gesellschaftliche Gruppe so stark akzeptiert wie Menschen einer nicht-heterosexuellen Orientierung. Auch wenn das Antwortverhalten zu verschiedenen Fragen unterschiedlich ausfällt und es regionale Unterschiede gibt, bleibt die Zustimmung unterm Strich sehr hoch.