In Kürze

Über das Projekt

Es gibt viele gute Gründe, sich als Kommune über Ernährung Gedanken zu machen. Unsere Ernährung prägt unsere Landschaften, Städte und Dörfer, sie kann einen Beitrag zu Klimaschutz und zur Resilienz leisten und sie beeinflusst die Gesundheit von Bürger:innen.

 

Mit dem Programm Zukunft aufgetischt! möchte die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit ihren Umsetzungspartnern Kommunen im ländlichen Raum dabei unterstützen, mit den Menschen vor Ort in den Austausch zu gehen, um regionale Ernährungssysteme partizipativ zu gestalten.

 

Warum machen wir das Projekt?

Es gibt viele gute Gründe, sich als Kommune über Ernährung Gedanken zu machen. Nahrung wird häufig regional produziert, verarbeitet und konsumiert. Es geht um Gesundheit, Bezahlbarkeit und faire Löhne, um Landschaften, um Klimaschutz, um Regionalentwicklung und Resilienz. Das Ernährungssystem steht global unter enormem Druck und ist Teil stark polarisierter Debatten.

Gleichzeitig machen sich immer mehr Menschen Gedanken, wie eine Ernährungswende gelingen kann und möchten sich aktiv an kommunalen Prozessen beteiligen. Immer öfter zeigt sich hierbei, dass der Einbezug der organisierten Zivilgesellschaft und engagierter Bürgerinnen und Bürger in solche Prozesse zu einer großen gesellschaftlichen Akzeptanz und positiven Entwicklungen hin zu einem zukunftsfähigen Ernährungssystem führen kann.

Was wollen wir erreichen?

Ziel des Projektes ist es, Kommunen bei einer kooperativen, konstruktiven und regionalen Entwicklung des Ernährungssystems gemeinsam mit Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik sowie unter Einbezug der Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen. Während einer zweijährigen Förderphase erhalten die ausgewählten Kommunen und Initiativen professionelle Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Vorhaben, Mittel und Beratung zur Durchführung von inklusiven Beteiligungsprozessen sowie die Möglichkeit, sich mit Expertinnen und Experten und vergleichbaren Kommunalprojekten zu vernetzen und auszutauschen.

Es sollen dabei insbesondere Maßnahmen entwickelt werden, die partizipative und demokratische Werte im Rahmen von kommunalen Prozessen fördern und die Bevölkerung in diese Bereiche einbinden. Hierzu können beispielsweise Maßnahmen zu gesundem und klimafreundlichem Essen, Bildungsangebote oder das Einbeziehen von Bürgerinnen und Bürgern in die Lebensmittelversorgung angestoßen werden. Kooperationsbörsen für Erzeuger und Verbraucher sind ebenso möglich wie ein „Wochenmarkt der Nachhaltigkeit“ oder eine Erzeuger-Verbraucher-Initiative für Produkte mit Herkunftsgarantie.

Wie funktioniert das Projekt?

Die Robert Bosch Stiftung fördert bis zu zehn Kommunen im ländlichen Raum in Deutschland mit insgesamt 1,2 Mio. EUR. Politik, Zivilgesellschaft und (Land-) Wirtschaft setzen sich gemeinsam mit Bürger:innen mit ihrem Ernährungssystem vor Ort auseinander, loten Gestaltungsmöglichkeiten aus und bringen geeignete Maßnahmen auf den Weg. Während einer zweijährigen Förderphase erhalten die ausgewählten Kommunen und Initiativen professionelle Unterstützung bei der kooperativen Bewertung der Situation, der Entwicklung ihrer Vorhaben, der Vernetzung der Akteure und der Umsetzung von Maßnahmen.

Von Mitte Januar bis Mitte März 2024 können Kommunen durch Online-Registrierung auf der Bewerbungsplattform ihr Interesse an der Mitwirkung bekunden. Bereits in der Ausschreibungsphase bietet das Programm einen breiten Wissensprozess an, in dem interessierte Kommunen konkrete Fragestellungen und Vorhaben identifizieren und für sich geeignete Bürgerbeteiligungsmodelle entwickeln. Nach der Einreichung der Förderanträge bis spätestens 15.05.2024 erhalten passende Bewerberinnen und Bewerber bis Ende 2024 eine Förderzusage und können mit der Umsetzung beginnen.

Das Vorhaben wird durchgehend wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um Potentiale unterschiedlicher partizipativer Methoden zur Gestaltung von nachhaltigen, gesunden und inklusiven Ernährungsumgebungen auf kommunaler Ebene aufzuzeigen. Dabei setzen wir auch auf internationalen Erfahrungsaustausch und das Lernen guter Praxis auch aus anderen europäischen Ländern.

 

 

 

 

 

Ihr Kontakt in der Stiftung

Doreen Buchheiser
Projektmanagerin
Tel.030 220025-317
E-Mail an Doreen Buchheiser
Sylvia Hirsch
Senior Projektmanagerin
Tel.0711 46084-823
E-Mail an Sylvia Hirsch

Ihre Ansprechpartner:innen im Projekt

Christopher Prange
Projektleiter "Zukunft aufgetischt!"
B.A.U.M. Consult
E-Mail an Christopher Prange
Claudia Schreiber
Projektleiterin "Zukunft aufgetischt!"
Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
E-Mail an Claudia Schreiber