Lernen Sie die laufenden Projekte kennen

In 2018 wurden 35 Projektideen eingereicht. Hiervon hat die Jury zwei zur Förderung ausgewählt: Das von der Paris-Lodron-Universität Salzburg koordinierte Vorhaben „EXBOX-Digital – Entwicklung und Evaluation von digitalen Experimentierboxen für den Chemie- und Physikunterricht“ sowie das Projekt „Digital gestütztes, individuelles Feedback zur Förderung von Lernmotivation und Lernerfolg - Evaluation eines Unterrichtskonzepts in Mathematik“, das von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg durchgeführt wird. Die Projekte haben im November 2018 begonnen.

EXBOX-Digital – Entwicklung und Evaluation von digitalen Experimentierboxen für den Chemie- und Physikunterricht

Digitale Medien sind fester Bestandteil der Unterrichtspraxis und stellen eine Verknüpfung zwischen Schule und Lebenswelt von Jugendlichen dar. Das Potential für fachdidaktische Konzepte ist allerdings bei weitem nicht ausgeschöpft.

Ziel des hier vorgestellten Projekts ist es, Unterrichtsmaterialien für den Chemie- und Physikunterricht zu entwerfen, welche individuell auf das schulische Leistungsniveau der Schülerinnen angepasst werden können. Anhand von adaptiven Lernhilfen in Form von Lernvideos und digitalen Experimentierboxen (EXBOX) sollen SchülerInnen beim Erwerb des chemischen und physikalischen Fachwissens sowie der Experimentierfähigkeit unterstützt werden. Die EXBOX bietet die Möglichkeit, dass SchülerInnen je nach Leistungsniveau auf Lernhilfen (adaptive Web-Based Trainings; Augmented Reality; Lernvideos mit Lernhilfen) zugreifen können. SchülerInnen können sich dadurch nach dem eigenen Lerntempo und Leistungsniveau mit dem Lerninhalt auseinander setzen. Die Wirksamkeit der Materialien auf das Lernverhalten und die Leistung der SchülerInnen soll anhand empirischer Studien überprüft werden. Die Sicherstellung der gesetzten Ziele soll durch eine den Prozessverlauf begleitende Evaluation gewährleistet werden.

Digital gestütztes individuelles Feedback zur Förderung von Lernmotivation und Lernerfolg - Evaluation eines Unterrichtskonzepts in Mathematik

Die Digitalisierung von Unterricht bietet Chancen, individualisiertes Lernen zu stärken, das insbesondere schwächeren Schülerinnen und Schüler (SuS) zugutekommt. Zentral ist dabei, wie die Digitalisierung umgesetzt wird und wie Lehrkräfte mit „digitalisierten“ Unterrichtsphasen umgehen.

Im skizzierten Projekt wird ein Unterrichtskonzept zusammen mit Schulpraktikern evaluiert, das die lern- und motivationsförderlichen Potenziale eines digitalen Lernprogramms - unter entsprechender Mitwirkung der Lehrkraft – gezielt auszunutzen sucht. Ziel des Unterrichtskonzepts ist, motivationale „Negativspiralen“ zu verhindern und dadurch das selbstregulierte Lernen insbesondere von schwächeren SuS zu fördern. Dies soll über eine Individualisierung des Lernens sowie über digitales, motivationsförderliches Feedback für (Miss-)Erfolge erreicht werden. Eine Fortbildung für Lehrkräfte zur individuellen Begleitung von Schülern außerhalb und ergänzend zum Lernprogramm soll die Wirksamkeit des Unterrichtskonzepts zusätzlich verstärken. Inwieweit die genannten Ziele erreicht werden, wird u.a. durch Tagebücher erfasst, die von SuS sowie Lehrkräften geführt werden. Der Einsatz eines in Schulen bereits verbreiteten digitalen Lernprogramms bietet ideale Umsetzungsmöglichkeiten, z.B. die Möglichkeit, individuell Lernmaterial zuzuweisen (Aufgaben und Vertiefungstexte) und systematisch Feedback einzublenden.