Warum machen wir das Projekt?

In Deutschland hängt der Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft ab; im internationalen Vergleich mit anderen Industrienationen befindet sich Deutschland hier im Schlussfeld. Schulen, die diese Herkunftseffekte ausgleichen möchten, müssen guten Unterricht für Schüler mit niedrigen schulischen Kompetenzen anbieten.

In der Praxis wird dabei insbesondere auf Formen der individuellen Förderung gesetzt. Empirische Belege zeigen aber, dass es schwierig ist, diese Unterrichtsform wirksam umsetzen. Offen ist, wie digitale Medien hier eine Hilfe sein können. Die Integration analoger und digitaler Medien, sowie sozialer und individueller Lernphasen in pädagogisch sinn- und wirkungsvolle Unterrichtskonzepte stellt dabei eine zentrale Herausforderung dar.   

Was wollen wir erreichen?

Wir möchten Projekte anstoßen, die zur Theoriebildung über individuelle Förderung mit digitalen Medien im schulischen Unterricht beitragen, sowie exemplarische Unterrichtskonzepte erarbeiten. Die Vorhaben tragen dadurch dazu bei, Lernerfolge für Schülerinnen und Schüler mit niedrigen schulischen Kompetenzen zu verbessern. Die Unterrichtskonzepte sollen für den Einsatz an allgemeinbildenden Schulen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik geeignet sein (Klassen 5-10).

Die Durchführung der Projekte in Kooperation von Wissenschaft und Praxis soll dazu beitragen, die Lücke zwischen erziehungswissenschaftlicher und psychologischer Forschung und Theoriebildung auf der einen Seite und einer hochkomplexen und im Kontext zu betrachtenden Schulpraxis auf der anderen Seite zu verringern. 

Wie funktioniert das Projekt?

Eine Einreichung von Projektideen ist im Rahmen von Ausschreibungen möglich, die an dieser Stelle veröffentlicht werden. Der Zeitpunkt der nächsten Ausschreibung steht noch nicht fest.

An wen richtet sich das Projekt?

Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können Vorhaben einreichen, bei denen sie mit allgemeinbildenden Schulen kooperieren möchten. Weitere Kooperationspartner können eingebunden werden.