Warum machen wir das Projekt?

Die Integration von Neuzugewanderten aber auch bereits länger in europäischen Gesellschaften lebenden Migrant:innen ist eines der großen Themen für viele Regierungen innerhalb der Europäischen Union. Staaten benötigen zukunftsgerichtete Integrationspolitiken und -angebote, um gesellschaftliche Teilhabe und damit eine nachhaltige Integration von Zuwander:innen in die Gesellschaft zu verwirklichen.

Was wollen wir erreichen?

Die Integration Futures Working Group entwickelt derzeit neue Ansätze zur Integrationspolitik in Europa. Sie bringt führende Entscheidungsträger:innen und Expert:innen aus dem Bereich der Integration, Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und führende Akteur:innen der Privatwirtschaft zusammen und schafft eine Plattform für langfristiges strategisches und kreatives Denken.

Die Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, in vierteljährlichen Treffen und mit einem vorausdenkenden eigenen Forschungsprogramm neue Zusammenhänge zwischen klassischen Integrationsfragen (etwa Arbeitsmarkt und Integration), umfassenderen sozialen Fragen (etwa der wachsende Populismus und die Rolle der Medien) und neuen Themenfeldern (etwa soziale Innovation und Verhaltenseinsichten) zu erschließen.

Wie funktioniert das Projekt?

Die Integration Futures Working Group beschäftigt sich in ihren Sitzungen und Policy Briefs u.a. mit folgenden Themen:

Werte

Die chaotische und anscheinend unkontrollierbare Art des breiten Zustroms der vergangenen Jahre nach Europa hat Ängste vor zunehmenden kulturellen und religiösen Unterschieden verstärkt. Wie können Staaten in einem Umfeld politischer Umwälzungen Werte definieren, formell beurteilen und vermitteln?

Bildung für Bürger der Zukunft

Bei der Vorbereitung der Bürger:innen von morgen auf ein Leben in einer vielfältigen Gesellschaft spielt die Schule eine wichtige Rolle, insbesondere wenn es um den Erfolg eines Einzelnen geht. Europas Bildungssysteme tun sich jedoch immer noch schwer, den Bedürfnissen von Schüler:innen mit Migrations­hintergrund gerecht zu werden. Wie sollten wir Schule – von der Lehrer:innenausbildung bis hin zu neuen Techniken und Lehrmethoden – für eine heterogene Bevölkerung neu denken?

Jenseits der Arbeit

Neue Wege des Mitwirkens im Arbeitsmarkt der Zukunft: In einer sich ändernden Arbeitswelt sehen sich Migrant:innen einem größeren Risiko gegenüber, unterbeschäftigt, arbeitslos oder gar sozial isoliert zu sein. Unternehmen die Entscheidungsträger:innen der Integrationspolitik die richtigen Anstrengungen, um Neuankommende für die Berufe der Zukunft fit zu machen? Und sollten wir für jene, die am stärksten benachteiligt sind, Alternativen zur Arbeit in Erwägung ziehen – vom Ehrenamt über das informelle Pflegewesen bis hin zur Telearbeit?

Belastbarkeit der Gemeinschaft und "gesamtgesellschaftliche" Ansätze: Integration ist seit Langem eine Anstrengung der "gesamten Gesellschaft". Während der Fluchtbewegungen von 2015/16 verließ man sich jedoch vermehrt auf nichtstaatliche Akteur:innen, die die Betreuung der Neuankommenden übernahmen. Wie können Entscheidungsträger:innen sich diese Energie und Begeisterung zunutze machen, einen kooperativeren Ansatz zur Aufnahme und Betreuung von Neuankommenden entwickeln und gleichzeitig die Risiken der Zusammenarbeit mit neuen Partner:innenn minimieren?

Wo findet das Projekt statt?

Europa

Wer steht dahinter?

Die Integration Futures Working Group ist eine Initiative von MPI Europe und wird von der Robert Bosch Stiftung unterstützt.