In Kürze

Über das Projekt

Das innovative Modellprojekt schlägt eine Brücke zwischen deliberativer und direkter Demokratie, um Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene zu stärken. Bürgerräte haben sich als sinnvolle Ergänzung zur repräsentativen Demokratie in Deutschland bewährt. Durch die Einbeziehung vielfältiger Perspektiven von zufällig ausgelosten Bürger:innen können nicht nur tragfähige Lösungen für drängende Probleme gefunden werden, sondern auch das Vertrauen in die Politik wird dadurch nachweislich gestärkt. Allzu oft werden die Empfehlungen von Bürgerräten allerdings nicht oder nur sehr selektiv von Politiker:innen umgesetzt bzw. ernsthaft in Erwägung gezogen.

Um die Wirksamkeit von Bürgerräten zu erhöhen, setzt das Projekt daher auf eine demokratische Innovation: Bürgerräte werden mit einem Ratsreferendum kombiniert. Über die Vorschläge der Bürgerräte werden Bürger:innen also im Anschluss verbindlich abstimmen können. Ziel ist es, Erkenntnisse für eine potenzielle Skalierung zu gewinnen:

Die teilnehmenden Kommunen sind Osterburg (Sachsen-Anhalt), Flensburg, Pinneberg (beide Schleswig-Holstein) und Marzahn-Nord (Berlin). Ende 2025 fanden die finalen Bürgerrat-Sitzungen in Osterburg (Thema Mobilität) und Marzahn-Nord (Thema Hitzeschutz) statt; aktuell werden die Ergebnisse mit Politik und Verwaltung geteilt und deren Umsetzung besprochen. Im April und Mai 2026 startet Flensburg mit seinem Bürgerrat zum Thema Mobilität, bevor im Herbst Pinneberg mit dem Thema Klimafolgeanpassung folgt. 

Einblicke

Wann Bürgerräte besonders wirkungsvoll sind

Bürgerbeteiligung

Stärken Bürgerräte tatsächlich die Widerstandsfähigkeit der Demokratie?

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Sylvia Hirsch

Rabea Koss (links) und Sylvia Hirsch (rechts) erhalten das "Bewährt vor Ort"-Siegel für das Modellprojekt Klima trifft Kommune.

Ausgezeichnet: Klima trifft Kommune erhält das Bewährt vor Ort-Siegel

Das Modellprojekt Klima trifft Kommune wurde mit dem "Bewährt vor Ort"-Siegel ausgezeichnet - in der Kategorie Klima- und Ressourcenschutz sowie Klimafolgeanpassung.

Das Projekt zeigt, wie klimapolitische Herausforderungen durch gesamtgesellschaftliche Beteiligung gemeistert werden können. Das Siegel wird vom Deutschen Städte- und Gemeindebund und Re:Form, einer Initiative von ProjectTogether, vergeben. Ausgezeichnet werden Projekte, die in der Praxis funktionieren und bundesweit als Vorbild dienen können.

Ihre Ansprechpartner:innen

Rabea Koss
Gesellschaft für Klima und Demokratie
E-Mail an Rabea Koss
Steffen Krenzer
Mehr Demokratie
E-Mail an Steffen Krenzer

Ihr Ansprechpartner in der Stiftung

Dr. Gordian Haas
Senior Expert
Tel.030 220025-492
E-Mail an Dr. Gordian Haas
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