Die Ukraine steht vor einer groß gesellschaftlichen Herausforderung: dem Umgang mit ihren Veteran:innen. Um sie bei der Genesung und bei der Rückkehr ins zivile Leben besser zu unterstützen, hat die Organisation Restart das Projekt ADAPT durchgeführt, das Forschung mit praktischen Gestaltungsmaßnahmen verbindet. Das Pilotprojekt in Ivano-Frankivsk entwickelte Lösungen, die sich auf weitere (ukrainische) Regionen übertragen lassen. Das Projekt arbeitete auf drei Ebenen:
- Regional: in allen 62 Territorialgemeinden der Region wurden Ungleichgewichte in der Verfügbarkeit von Angeboten sichtbar gemacht und Empfehlungen zur Verbesserung von Zugänglichkeit, Koordination und Nachhaltigkeit entwickelt.
- Städtisch: In Ivano-Frankivsk fand eine Analyse der wichtigsten urbanen Systeme – von medizinischen und sozialen Diensten über Transport und Sport bis hin zu Bildung und Kultur – statt.
- Lokal: Entwicklung eines inklusiven Genesungsraums im Hof des Regionalen Klinikums. Viele Veteran:innen verbringen dort Monate in Rehabilitation, jedoch fehlen bislang geeignete Außenflächen für körperliche Aktivität und Erholung. Ein Konzept wurde in enger Abstimmung mit Veteran:innen, Rehabilitationsfachkräften und Expert:innen für universelles Design erarbeitet, was künftig als Modell für weitere Einrichtungen dienen kann.
Methodisch setzte ADAPT auf eine Kombination aus räumlicher Analyse, Stakeholder-Mapping, sozialwissenschaftlichen Umfragen, Interviews sowie partizipativen Workshops. Ein besonderes Prinzip war die aktive Einbindung von Veteran:innen: Ihre Erfahrungen und Bedürfnisse flossen direkt in Planung und Umsetzung ein. Damit schuf ADAPT die Grundlage für eine besser koordinierte Veteranenpolitik, für inklusive Infrastrukturen und für skalierbare Lösungen, die auch in anderen Regionen der Ukraine angewendet werden können.