Warum machen wir das Projekt?

Mit wachsender gesellschaftlicher Ungleichheit und angesichts sozialräumlicher Benachteiligungen steigen die Herausforderungen für Schulen vor Ort. Gleichzeitig liegen in der Qualitätsentwicklung von Schulen in kritischer Lage ungenutzte Potenziale für das Lernen von Kindern und Jugendlichen. Jedoch wird in Deutschland der Problemstellung von Schulen in kritischer Lage bislang nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es fehlen systematisch aufbereitete Erkenntnisse, Kompetenzen und nachweislich wirksame Handlungsoptionen.

Zur wirksamen Unterstützung dieser Schulen braucht es Wissen aus Forschung und Praxis ebenso wie abgestimmtes Handeln der Akteure in der Verwaltung und Aufsicht, in der Kommune und in den Schulen selbst. In einer von der Robert Bosch Stiftung initiierten Reihe von Fachtagen kommen diese Akteure zusammen, um an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis und ihren jeweiligen Systemen neues Wissen zu generieren und offene Fragen zu benennen. Diese Erkenntnisse sollen den Diskurs befruchten sowie zur Erarbeitung von Interventionen und Entwicklungsvorhaben in der Praxis anregen.

Was wollen wir erreichen?

Mit der Fachtagreihe schaffen wir gemeinsam mit unserem Partner, dem Netzwerk bildung.komplex, einen Arbeits- und Reflexionsraum, in dem die Herausforderungen von Schulen in kritischer Lage im Zentrum stehen. Über die einzelnen Veranstaltungen hinaus fördern wir so die Vernetzung der Beteiligten, generieren neue Erkenntnisse und unterstützen die Weiterentwicklung des Feldes "Schule in kritischer Lage".

Wie funktioniert das Projekt?

Der erste Fachtag der Veranstaltungsreihe fand 2017 mit knapp 70 Teilnehmenden statt, die sich das Feld „Unterstützung von Schule in kritischer Lage“ erschlossen und gemeinsam den Gegenstand in seiner Komplexität entfaltet haben.

Ziel der zweiten Veranstaltung im Herbst 2018 war es, den Fachtag als Arbeitsraum für konkrete Vorhaben zu nutzen und den beteiligten Akteuren so Impulse zur Gestaltung ihrer Praxisprojekte, Entwicklungsvorhaben sowie des Feldes insgesamt mitzugeben. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie die komplexen Herausforderungen vor Ort bewältigt, Entscheidungen getroffen und Vorhaben entwickelt oder angepasst werden können. 

Bei der Konzeption und Durchführung der Fachtagreihe greifen wir richtungsweisende internationale Impulse zur Verbesserung von schulischen Unterstützungssystemen sowie zur Schulentwicklung auf, darunter Improvement Science in Education (Carnegie Foundation, USA) und designbasierte Schulentwicklung (Rick Mintrop, Berkeley, USA). 

Vorerst ist kein weiterer Fachtag in Planung.

An wen richtet sich das Projekt?

Die Fachtage richten sich an Akteure aus Schulverwaltungen und Schulaufsichten, Landesinstituten, Kommunen und dem erweiterten Unterstützungssystem (Stiftungen) sowie an Wissenschaftler, die sich dafür engagieren, interdisziplinäre Antworten auf die komplexen Herausforderungen von Schulen in kritischer Lage zu finden. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen die Erfahrungen und Anliegen der Teilnehmer, das gemeinsame Lernen sowie ihre bundesweite Vernetzung.

Wo findet das Projekt statt?

Die Veranstaltungen finden in Berlin statt und bringen Akteure und Vorhaben aus allen deutschen Bundesländern sowie aus Österreich und der Schweiz zusammen.