Programm

Die Angebote im Programm der Deutsche Schulakademie unterstützen Schulen mit erprobten Praxismodellen und ungewöhnlichen Lösungswegen bei aktuellen Herausforderungen. Ziel ist es, die professionellen Kompetenzen, den Mut und den Willen zur Schulentwicklung zu fördern. Die Initiative bietet Schulen Fortbildungs- und Schulentwicklungsformate an, die von Schulpraktiker:innen entwickelt und bereits erfolgreich erprobt wurden. Die Teilnehmer:innen werden auf ihrem eigenen Entwicklungsweg von erfahrenen und von uns qualifizierten Trainer:innen  begleitet und erhalten die Gelegenheit, ihr Netzwerk zu erweitern und von kollegialer Beratung zu profitieren.

Die „Werkstätten“ der Deutschen Schulakademie sind langfristig angelegte Schulentwicklungsprogramme. Das Ziel der Teilnehmer:innen ist, Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekte an der eigenen Schule zu entwickeln, in der Praxis zu erproben und gemeinsam mit Vertreter:innen anderer Schulen zu reflektieren. In den „Innovationslaboren“ konzipieren Lerngemeinschaften neuartige und kreative Ansätze für Schulentwicklung.

Werkstatt "Schule leiten" Saarland
Adina Klauck

Von der Vision zur Wirklichkeit: In einem Baustein der Werkstatt „Schule leiten“ im Saarland arbeiten Teilnehmer an der Visualisierung des Reformprojektes ihrer Schule. 

Lernen Sie unsere Angebote kennen

Im digitalen Wandel verändern sich alle Bereiche unserer Gesellschaft. Auch Schule ist gefordert: Sie muss die Kompetenzen anbahnen, die junge Menschen für ein selbstbestimmtes Leben in einer komplexen digitalen Welt benötigen. Die Werkstatt Schule im digitalen Wandel gestalten“ unterstützt die Teilnehmer:innen  dabei, Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße Lehr- und Lernkultur an ihrer Schule zu schaffen. Sie begleitet sie professionell bei einem zielführenden, systematischen und ganzheitlichen Schulentwicklungsprozess. Die Werkstatt startete im Februar 2022 und wird bis Dezember 2023 von der Deutschen Schulakademie durchgeführt. 

Die eigene Schule erfolgreich leiten und sie gemeinsam mit allen Beteiligten zielgerichtet gestalten – das sind die zentralen Aufgaben von schulischen Führungskräften. Sie tragen die Verantwortung für die Entwicklung einer pädagogischen Handlungskultur in ihrer Schule, die das Lernen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt. Die Werkstatt Schule leiten. Von der Vision zur Wirklichkeit“ stärkt und unterstützt die Teilnehmer:innen, diese Verantwortung mit praktischer Leitungs- und Handlungskompetenz sowie mit Mut, Phantasie und Souveränität wahrzunehmen. Die Werkstatt „Schule leiten“ wird in Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO bis Frühjahr 2023 und im Saarland in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) Saarland bis Mai 2023 durchgeführt.

Die Werkstatt „Schule leiten in Neugründung und Umbau ist eine Schulentwicklungsmaßnahme zur Professionalisierung von Schulleitungen. Sie wurde gemeinsam mit dem Landesinstitut für Schule in Bremen (LIS) auf die Rahmenbedingungen von Bremen und Bremerhaven passgenau zugeschnitten. Ihr Schwerpunkt liegt auf den Werten „Gute Schule“ und „Gute Leitung“. Die Werkstatt startete im März 2022. Insgesamt fünf mehrtägige Veranstaltungsbausteinen mit begleitenden Elementen wie Netzwerktreffen und Hospitationen sind bis September 2023 geplant. In dieser Zeit arbeitet jede teilnehmende Schule an einem eigenen, konkreten Reformvorhaben.

Für das professionelle Handeln der Schulen ist von herausragender Bedeutung, wie sie intern und extern erhobene Daten für ihren schulischen Entwicklungsprozess nutzen. Die Werkstatt „Von Daten zu Taten“ will die Teilnehmer:innen dazu befähigen, in der Schule gewonnenen Daten zur konkreten Verbesserung von Schule und Unterricht zu nutzen. Ziel der Werkstatt ist es, die Teilnehmer:innen dabei zu unterstützen, einen Prozess der systematischen datenbasierten Schul- und Unterrichtsentwicklung zu initiieren und an ihren Schulen zu implementieren. Dabei werden auch transparente Kommunikations- und Entscheidungsabläufe sowie Verantwortlichkeiten festgelegt. Langfristig soll eine Verbesserung der Lehr-Lernprozesse, die Steigerung der Unterrichtswirksamkeit und die Förderung der Professionalisierung des pädagogischen Handelns erreicht werden. Die Werkstatt wird in Kooperation mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an in Schulen Schleswig-Holstein durchgeführt.

Die heutige Generation der Schüler:innen muss eigene Lösungen für ihre Zukunftsfragen und die Herausforderungen unserer globalisierten Welt entwerfen können. Damit dies gelingt, müssen die Schulen sie mit Mut, Kreativität, Verständnis, Wissen und (selbst)kritischem Handeln begleiten. Die Werkstatt „Schule mit Weltblick“ ist ein langfristig angelegtes Schulentwicklungsprogramm, in dem die Teilnehmenden sich mit der Komplexität von Weltthemen auseinandersetzen. Im Kontext übergreifender Themen wie „Lernen in globalen Zusammenhängen“ und „Nachhaltige Entwicklung“ finden sie Wege der Veränderung. Sie lernen, Schule aus einer anderen Perspektive – mit „Weltblick“ – neu zu denken, zu strukturieren und zu organisieren, mit dem Ziel, eine wertschätzende und global verantwortungsbewusste Lernkultur zusammen mit der Schulgemeinschaft zu gestalten. 
Die Werkstatt wird aktuell in Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jungend und Familie mit Unterstützung von Engagement Global mit elf Berliner Schulen durchgeführt.
 

Mehr Mitwirkung, mehr Engagement und mehr demokratische Handlungskompetenz: Mit der Werkstatt „Demokratie lernen – Partizipation gemeinsam gestalten“ wollen wir den Teilnehmer:innen ein pragmatisches Verständnis der Demokratiebildung näherbringen. Ziel der Werkstatt ist es, dass die Teilnehmer:innen Wege und Gestaltungsmöglichkeiten für eine demokratische Schule entwickeln, erproben, reflektieren und langfristig erfolgreich umsetzen. Die Werkstatt richtet sich an Schüler:innen, Lehrkräfte und Schulleitungen. Sie wird derzeit  in Kooperation mit dem Netzwerk Lehrkäftefortbildung an der Georg-August-Universität Göttingen in Niedersachsen durchgeführt.

Die Pädagogische Werkstatt „Lernen – individuell und gemeinsam“ greift eine zentrale Herausforderung aktueller Unterrichts- und Schulentwicklung auf: die Heterogenität der Schüler:innen als Chance und Ressource für tiefe individuelle und gemeinsame Lernprozesse zu betrachten, ko-konstruktiv Lösungen für die Herausforderungen einer angemessenen Unterrichtspraxis zu entwickeln und dabei das erfolgreiche Interagieren in heterogenen Gruppen als Zukunftskompetenz zu fördern. Alle Schüler:innen sollen ihre Potentiale entfalten, mit Freude lernen, individuell bestmögliche Leistungen erreichen und sich zugleich als Teil einer Gemeinschaft begreifen. Dafür nehmen Lehrkräfte die Vielfalt ihrer Schülerschaft als produktive Herausforderung an und verändern ihren Unterricht von innen her im Hinblick auf Sicht- und Tiefenstrukturen. Sie erkunden individuell und gemeinsam Werte und Haltungen und entwickeln ihre Kompetenzen für die heterogenitätsgerechte Unterrichtsgestaltung weiter. Sie erproben und reflektieren dazu gemeinsam didaktisch-methodische Prinzipien und Konzepte, die ein systematisch kompetenzorientiertes Fortschreiten ermöglichen und zugleich auf Individualisierung sowie kooperatives Lernen gerichtet sind.  
Die Pädagogische Werkstatt Lernen wird zur Zeit in Kooperation mit folgenden Kooperationspartnern durchgeführt: Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM, Thüringen), Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ, Oldenburg), Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland (LPM, Saarland), Landesamt für Schule und Bildung Sachsen (LaSuB, Sachsen), Freiburger Bildungsmanagement (FBM, Freiburg), Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SBJF, Berlin).
 

Um die Leistungen von Schüler:innen beurteilen zu können, braucht es weit mehr als Noten. Zeitgemäße Leistungsbeurteilung findet im Dialog mit den Lernenden statt: Lehrkräfte beteiligen ihre Schüler:innen an der Reflexion der Lernprozesse, der Dokumentation und der Einschätzung. Das für die Kinder und Jugendlichen nachvollziehbare und transparente Feedback fördert das Lernen. Die Werkstatt „Lernbegleitung und Leistungsbeurteilung: Fördern, beteiligen, dialogisch reflektieren“ zeigt Schulen den Weg dorthin. Die Werkstatt wird derzeit in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland (LPM) und der Regierung von Mittelfranken durchgeführt.

Kulturelle Vielfalt ist fester Bestandteil unserer Lebenswelt. Doch die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Flucht- und Migrationshintergrund stellt Schulen oft vor große Herausforderungen. Wie man diese meistern kann, zeigt die Werkstatt „Willkommen, Ankommen, Weiterkommen: Kulturelle Vielfalt an Schule gestalten“ – ein multiprofessionelles Team aus Schulleitungen, Lehrkräften sowie Sozialarbeiter:innen entwickelt langfristige Konzepte für die eigene Schule. Die Teilnehmenden werden für den Umgang mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen sensibilisiert und darin unterstützt, Individualisierungs- und Differenzierungsangebote zu entwickeln, die auf eine größtmögliche Passgenauigkeit der Lernarrangements abzielen. Sie lernen, Schule mit einer vielfältigen Schülerschaft neu zu denken, zu strukturieren und zu organisieren. Daraus entsteht eine wertschätzende, interkulturelle Schulgemeinschaft, die allen Kindern und Jugendlichen eine gerechte und durchlässige Bildungsbeteiligung ermöglicht – besonders denjenigen, die Deutsch nicht als Familiensprache gelernt haben. Die Werkstatt läuft aktuell in Kooperation mit der Hessischen Lehrkräfteakademie in Hessen, es nehmen 15 Schulen aus ganz Hessen teil.

Arbeitszeit in Schulen – welche Modelle gibt es? In welchen Zeiten und in welchen Strukturen können Pädagoginnen und Pädagogen gut in Teams zusammenarbeiten? Die Vision des Innovationslabors „Kooperation und Arbeitszeit“ ist eine Schule, in der Lehrkräfte und weitere Fachkräfte in multiprofessionellen Teams intensiv zusammenarbeiten. Ziel ist eine demokratische und kooperative Schule, in der das Lernen und Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen und in der die Erwachsenen gerne und ohne dauerhafte Überbelastung arbeiten. Die Lerngemeinschaft des Labors besteht aus zehn Schulen. Sie analysiert, erprobt, reflektiert und dokumentiert verschiedene Arbeitszeitmodelle in einem Zeitrahmen von zwei Jahren. Das Innovationslabor arbeitet mit Wissenschaftler:innen zusammen und bezieht regelmäßig Akteur:innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Bildungsadministration ein.

Die Teilnehmer:innen im Innovationslabor „Inklusives Sprachenlernen“ entwickeln mit Hilfe von unterschiedlichen pädagogischen Prinzipien, Verfahren und Techniken Konzepte für den Sprachenunterricht. Diese Konzepte zielen sowohl auf die gemeinsame Arbeit der Lerngruppe als auch auf das Lernen der einzelnen Schüler:innen ab. So sollen (Sprach-) Lernarrangements entstehen, die Entwicklungsprozesse für alle Lernenden entsprechend ihren Fähigkeiten und Begabungen möglich machen. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus sechs Schulen entwickelt, erprobt, reflektiert und dokumentiert die definierten Unterrichtsentwürfe für inklusives Sprachenlernen in einem Zeitrahmen von zwei Jahren.