Das Projekt zielt darauf ab, das kollektive Wohlbefinden in der Trägerschaft und in den Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt München systematisch zu stärken und strukturell zu verankern. Langfristig soll dadurch ein Organisationsklima gefördert werden, das von klaren Steuerungsstrukturen, wertschätzender Zusammenarbeit und gesundheitsförderlichen Prozessen geprägt ist. Dies trägt zur Stabilisierung von Teams, zur Bindung von Fachkräften und zur nachhaltigen Sicherung pädagogischer Qualität bei. Konkret werden mehrere Ergebnisse angestrebt: Erstens entsteht ein praxisnaher Leitfaden mit Standards und Indikatoren zur Erfassung und Förderung kollektiven Wohlbefindens auf Organisationsebene. Zweitens wird ein wissenschaftlich fundiertes Modell entwickelt, das kollektives Wohlbefinden definiert und mit organisationaler Gesundheitskompetenz verknüpft. Drittens wird ein konzeptioneller Rahmen für eine Intervention erarbeitet, die gezielt auf der Ebene von Träger und Einrichtungen ansetzt. Ergänzend werden Transferbausteine entwickelt, um eine Übertragbarkeit auf andere Kommunen und Träger zu ermöglichen.
Das Projekt antwortet auf die aktuellen Herausforderungen im System Kita – insbesondere Fachkräftemangel, steigende Belastungen und wachsende Anforderungen – indem es nicht allein individuelle Resilienz stärkt, sondern strukturelle Bedingungen in den Blick nimmt. Es verbindet bestehende Maßnahmen der Gesundheitsförderung, Qualitätsentwicklung und Professionalisierung systematisch miteinander und schafft damit eine kohärente Governance-Perspektive.
Durch die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Begleitung und Praxisentwicklung entsteht ein evidenzbasierter Ansatz, der sowohl strategische Steuerung als auch konkrete Umsetzung unterstützt. So leistet das Projekt einen Beitrag zu lernenden, anpassungsfähigen Organisationen, die langfristig Wohlbefinden und Qualität gleichermaßen fördern.