Informations- und Begegnungsreise für deutsche und amerikanische Journalisten
Begegnung und Dialog

Informations- und Begegnungsreise für deutsche und amerikanische Journalisten

Die Robert Bosch Stiftung führt, gemeinsam mit dem Center for Transatlantic Relations der Johns Hopkins University, Washington D.C., Informations- und Begegnungsreisen für deutsche und amerikanische Journalisten durch. Redakteure renommierter Regionalzeitungen erhalten dabei die Möglichkeit, Kollegen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung des jeweils anderen Landes zu treffen und dadurch Einblicke in die aktuellen Themen vor Ort zu gewinnen.

Ziel des Projektes ist ein größeres Verständnis für deutsche und amerikanische Themen in den Vereinigten Staaten und vice versa. Die Reisen finden jährlich abwechselnd in den USA und in Deutschland statt.

Die Teilnahme erfolgt auf Einladung.

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Die aktuelle Lage der transatlantischen Beziehungen

Seitdem Edward Snowden die Überwachung deutscher Bürger und Politiker durch den amerikanischen Geheimdienst NSA aufgedeckt hat, ist das deutsch-amerikanische Verhältnis belastet - nicht Wenige in Deutschland sprechen gar von der größten Krise im transatlantischen Verhältnis seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Aber wie ist die Wahrnehmung des transatlantischen Verhältnisses in den USA? Spielt Deutschland überhaupt noch eine Rolle? Welche Auswirkungen hat die aktuelle Krise in der Ukraine für die transatlantischen Beziehungen? Und was könnte getan werden, um die Beziehungen wieder zu verbessern?

Am 05.05.2014 diskutierten die diesjährigen amerikanischen Teilnehmer des "Informations- und Begegnungsprogramms für deutsche und amerikanische Journalisten" in der Berliner Repräsentanz der Stiftung mit ausgewählten Gästen die aktuelle Lage der transatlantischen Beziehungen.

Nach einer Begrüßung von Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, und Professor Dr. Daniel Hamilton, Direktor des Center for Transatlantic Relations, diskutierten die amerikanischen Journalisten diese und weitere Fragen mit Persönlichkeiten wie Hans-Ulrich Klose, Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg a.D., Janusz Reiter, Botschafter a.D. und Thomas Matussek, Botschafter a.D. und Geschäftsführer der Alfred-Herrhausen-Gesellschaft. So verschieden die Perspektiven, einig waren sich die Diskutanten in einem: Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind an einem Wendepunkt angekommen - und es Bedarf Anstrengung von allen Seiten, um die transatlantische Partnerschaft auch in Zukunft weiterhin eng, stabil und auf Augenhöhe zu gestalten.

Die Diskussionsrunde stand im Rahmen einer zweitägigen Informationsreise durch Berlin, welche die Journalisten mit Gesprächspartnern aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zusammenführte. Anschließend erhielten die amerikanischen Journalisten die Gelegenheit, in den Redaktionen ihrer deutschen Kollegen zu hospitieren. Abgeschlossen wurde der Besuch der amerikanischen Journalisten von einem viertägigen Begegnungsprogramm mit deutschen Journalisten bei Freiburg, bei dem unter anderem die aktuelle Situation in der Ukraine, die Auswirkungen der NSA-Enthüllungen auf das transatlantische Verhältnis sowie Veränderungen der Medienlandschaft in Deutschland und den USA diskutiert wurden.

In diesem Jahr nahmen von amerikanischer Seite Nancy Barnes (Editor und Executive Vice President, The Houston Chronicle), Peter Canellos (Editorial Page Editor, The Boston Globe), John Drescher (Executive Editor, The News & Observer), David Haynes (Editorial Page Editor, The Milwaukee Journal Sentinel), John Yemma (Editor-at-Large, The Christian Science Monitor), Miriam Pepper (Vice-President Editorial Page, The Kansas City Star), Kathleen Riley (Editorial Page Editor, The Seattle Times), Debra Adams Simmons (Editor, The Cleveland Plain Dealer), Stephen Smith (Executive Editor/Host, American Public Media) und Tim Swarens (Opinion Editor, The Indianapolis Star) an dem Programm teil.

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Fotos: Tobias Bohm