Warum machen wir das Projekt?

Klima, Konsum, Ernährung, Ressourcenknappheit, Mobilität, Energie… die großen Themen unserer Zeit nicht nur in den Medien wahrnehmen, sondern die Zusammenhänge wissenschaftlich erforschen und dabei erkennen, was jeder Einzelne tun kann.

Vielen Jugendlichen ist nicht klar, wofür das Leitbild der Nachhaltigkeit im positiven Sinne steht und wie es in konkretes Handeln übersetzt werden kann. Lehrkräften kommt die anspruchsvolle Aufgabe zu, ihren Schülerinnen und Schülern komplexe fächerübergreifende Themen wie Nachhaltigkeit zu vermitteln. Deswegen gilt es, interdisziplinär denkende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit interessierten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern zu vernetzen, um das große Thema "Nachhaltigkeit" greifbar zu machen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Was wollen wir erreichen?

Mit dem Förderprogramm bringen wir Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, die gemeinsam im Themenfeld Nachhaltigkeit forschen. Von den Ergebnissen können sowohl die Wissenschaft als auch die Gesellschaft insgesamt profitieren:

  • Schülerinnen und Schüler sollen durch eigenständige Forschung mit Wissenschaftlern vertiefte Kenntnisse im Themenfeld Nachhaltigkeit erwerben. Dabei lernen sie Handlungsalternativen kennen, die sie im eigenen Alltag umsetzen können. Durch das Forschungsprojekt und den regelmäßigen Kontakt mit erfahrenen Wissenschaftlern werden ihnen gleichzeitig Studienperspektiven aufgezeigt.
  • Lehrkräfte können ihre Kenntnisse forschungsaktuell auffrischen und erhalten durch die direkte Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern neue Impulse für die inhaltliche Gestaltung ihres Unterrichts.
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Möglichkeit, ihre Forschung an Jugendlichen zu vermitteln und werden gleichzeitig bei ihrer Forschungsarbeit unterstützt. Durch die Arbeit mit den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften können sie ebenfalls neue Perspektiven auf ihr Thema gewinnen.

Wie funktioniert das Projekt?

Sie sind Natur-, Lebens-, Ingenieur-, Geisteswissenschaftlerin oder Sozialwissenschaftler, forschen zu Nachhaltigkeit und möchten mit Jugendlichen wissenschaftlich arbeiten? Oder sind Sie Lehrkraft und möchten längerfristig an einem gemeinsamen Projekt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern arbeiten? Vielleicht haben Sie schon eine erste Projektidee?

Dann könnte Our Common Future Sie dabei unterstützen, Ihren Plan in die Realität umzusetzen. Die Stiftung kann klar definierte und zeitlich begrenzte Vorhaben von einer Dauer von bis zu drei Jahren finanziell unterstützen. Die geförderten Projekte werden außerdem zu einem alle zwei Jahre stattfindenden bundesweiten Kongress eingeladen.

Im Rahmen eines Our Common Future-Projekts soll ein interdisziplinäres Forschungsthema aus dem Bereich der Nachhaltigkeit bearbeitet werden. Dabei erfahren die Jugendlichen Forschung als ergebnisoffenen Prozess, den sie selbst mitgestalten können – von der wissenschaftlichen Fragestellung, über die Wahl geeigneter Untersuchungsmethoden, die Datenerhebung und -auswertung bis hin zur Präsentation.

Einmal pro Jahr findet das zweistufige Auswahlverfahren statt. Im ersten Schritt genügt eine Projektskizze per E-Mail. Nachdem die Kurzbewerbungen geprüft wurden, werden die ausgewählten Bewerber eingeladen, einen ausführlichen Antrag für die zweite Runde einzureichen. Damit verbunden ist eine Auswahlsitzung, auf der die Projektverantwortlichen ihr Vorhaben präsentieren. Bei der Auswahl wird die Stiftung von einer unabhängigen Jury beraten.

An wen richtet sich das Projekt?

Lehrkräfte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer gemeinsamen Projektidee können sich um Fördergelder bewerben. Das Team setzt sich aus unterschiedlichen fachlichen Disziplinen zusammen und hat einen deutlichen Nachhaltigkeitsbezug. Die Teammitglieder sind an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen bzw. an weiterführenden Schulen in Deutschland angestellt.

Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen sind ebenfalls Zielgruppe von Our Common Future.

Nicht-Regierungsorganisationen oder Unternehmen können in das Netzwerk oder Teile des Projekts eingebunden werden, selbst aber keine Bewerbungen einreichen.

Namensgeber

Namenspate für unser Programm ist ein Report der UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung: "Our Common Future" (PDF). Damit wurde 1987 erstmals das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung definiert und der globale Diskurs dazu angestoßen. Das Papier ist auch unter dem Namen „Brundtland-Bericht“ bekannt. Vorsitzende der Kommission war die damalige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland.