Viele Kulturen - eine Sprache
Adelbert-von-Chamisso-Preis 2010
Terézia Mora erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2010. Terézia Mora wurde 1971 im ungarischen Sopron geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Ihr Erzählungsband „Seltsame Materie“ wurde vor zehn Jahren mit dem Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet. Seither hat sie unter anderem zwei große, europaweit beachtete Romane vorgelegt. Die diesjährigen Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro gehen an Abbas Khider und Nino Haratischwili. Die Preise wurden am 4. März 2010 in der Allerheiligen Hofkirche der Münchner Residenz verliehen.
Audio und Video
In unserer Mediathek können Sie Videos mit kurzen Lesungen der Chamisso-Preisträger abrufen.
Audio: Artur Becker, Preisträger 2009, im Gespräch mit Tim Schleider, Stuttgarter Zeitung. Robert Bosch Stiftung, Juli 2009.
Über den Chamisso-Preis
Der Literaturpreis wird seit 1985 jährlich in München verliehen. Berücksichtigt werden Autoren, deren Muttersprache und kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist, die mit ihrem Werk einen wichtigen Beitrag zur deutschsprachigen Literatur leisten.
Der Preis wird nur für veröffentlichte Werke vergeben. Bewerbungen von außen sind nicht vorgesehen. Über die Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury. In Verbindung mit dem Hauptpreis kann die Stiftung pro Jahr zusätzlich bis zu zwei Förder- preise vergeben. Beim Förderpreis werden auch unveröffentlichte und unselbständig veröffentlichte Texte berücksichtigt. Zusätzlich verleiht die Stiftung seit 1997 in unregelmäßigen Abständen eine "Ehrengabe zum Chamisso-Preis" an Persönlich- keiten, die durch ihr Lebenswerk in besonderer Weise im Sinne des Chamisso-Preises gewirkt haben. Neben den Auszeichnungen stellt die Stiftung auch Mittel bereit für Lesungen und Arbeitsstipendien bereit.
Der Preis wird nur für veröffentlichte Werke vergeben. Bewerbungen von außen sind nicht vorgesehen. Über die Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury. In Verbindung mit dem Hauptpreis kann die Stiftung pro Jahr zusätzlich bis zu zwei Förder- preise vergeben. Beim Förderpreis werden auch unveröffentlichte und unselbständig veröffentlichte Texte berücksichtigt. Zusätzlich verleiht die Stiftung seit 1997 in unregelmäßigen Abständen eine "Ehrengabe zum Chamisso-Preis" an Persönlich- keiten, die durch ihr Lebenswerk in besonderer Weise im Sinne des Chamisso-Preises gewirkt haben. Neben den Auszeichnungen stellt die Stiftung auch Mittel bereit für Lesungen und Arbeitsstipendien bereit.
Der Namensgeber
Adelbert von Chamisso hatte mehr Glück als viele politische Emigranten unserer Tage. Der gebürtige Franzose fand eine neue Heimat in Berlin, er baute sich eine bürgerliche Existenz auf, wurde noch zu Lebzeiten als Dichter deutscher Sprache und im internationalen Wissenschaftsbetrieb als Naturforscher anerkannt.