Berliner Wissenschaftsgespräche
Forschung und Gesellschaft

Berliner Wissenschaftsgespräche

Mit den Berliner Wissenschaftsgsprächen bietet die Robert Bosch Stiftung hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft eine Gesprächsplattform. Ein geschlossenes Forum ermöglicht es einem Expertenkreis, offene Diskussionen über ein Wissenschaftsthema von gesellschaftlicher Relevanz zu führen und Erfahrungen auszutauschen. Das Aufspüren von Defiziten und deren Wendung in positive Forderungen und konkrete Handlungsempfehlungen stehen dabei im Zentrum.

Under Pressure? The Role of Science between Democratization, Economization and the Grand Challenges

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10. Berliner Wissenschaftsgespräch
am 8. November 2015
Es mag eine der großen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts sein, dass die Freiheit der Wissenschaft von allen demokratischen Gesellschaften auf der ganzen Welt akzeptiert wurde. Im 21. Jahrhundert jedoch, scheint der Druck auf die Freiheit der Wissenschaft auf ein noch nie dagewesenes Niveau anzusteigen. Durch Citizen Science, Networked Science und Responsible Research and Innovation (RRI) steigt der Druck auf Wissenschaftler, ihre Forschungsprojekte „mit und für die Gesellschaft“ zu entwerfen. Gleichzeitig  ist eine neoliberale und funktionalistische Erwartungshaltung in die Sphäre der Wissenschaft eingedrungen. Die Definition von Wissenschaft erfolgt nicht über ihren Eigenwert und ihren kulturellen Wert, sonder über ihre Rolle als wichtiger Motor für Wachstum und Innovation. Wissenschaft hat nutzbringend zu sein. Und statt ihrer "unersättlichen Neugier" zu folgen, wenden Wissenschaftler immer mehr Zeit dafür auf, Drittmittel zu sichern, Mittel zu verwalten und Leistungen zu messen. Wird diese Art von Wissenschaft zu bahnbrechenden Forschungsergebnissen führen und helfen die (noch unbekannten) Fragen von morgen zu lösen? Wird diese Art von Wissenschaft, die besten und hellsten Köpfe jeder Generation für sich gewinnen?

Lost in Translation? How to Meet the Challenges of Interdisciplinary Research, Policy Advice and Implementation

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9. Berliner Wissenschaftsgespräch am 8. November 2014
Die großen Herausforderungen unserer Zeit, wie ökologische und soziale Nachhaltigkeit, Energie und Gesundheit erfordern interdisziplinäre Lösungen. Gleichzeitig sind viele Wissenschaftler davon überzeugt, dass die Gesellschaft in hohem Maße von ihrer Forschung profitieren könnte. In der Praxis jedoch ist die Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Disziplinen eine ebenso große Herausforderung wie die Umsetzung von Forschungsergebnissen in praktische Lösungen und politisches Handeln. Wie kann man die Übersetzung für beide erleichtern? Wie können Forscher aus verschiedenen Disziplinen eine gemeinsame Sprache finden? Welche Hindernisse müssen wissenschaftliche Ergebnisse überwinden, sobald sie in die Sphären von Politik und Gesellschaft eindringen? Sollten Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger, Unternehmer und andere gesellschaftliche Akteure nicht besser miteinander interagieren und wie kann dieser Austausch organisiert werden? Gibt es außer Politikberatung noch weitere Umsetzungsalternativen?

Joining Forces to Save the World: Why We Need Both the Natural and the Social Sciences to Get the Job Done

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8. Berliner Wissenschaftsgespräch am 8. November 2013
In ihrem Bemühen, die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen, stößt die Wissenschaft auf Hürden. Regierungen in aller Welt haben den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft und die Versorgung der alternden Gesellschaft ganz oben auf die Agenda gesetzt. Doch diese Probleme sind komplex, interdisziplinär und global. Trotz der eindeutigen Faktenlage ignorieren Individuen und Gruppen wissenschaftliche Erkenntnisse – und handeln wider ihr Eigeninteresse. Können die Sozialwissenschaften helfen?

Planning the ‚Unplannable’: How Can Research Policy Contribute to Innovation?

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7. Berliner Wissenschaftsgespräch am 8. November 2012
In wirtschaftlichen Krisenzeiten setzen Europas Politiker auf Innovationen, um mehr Wirtschaftswachstum zu erreichen. In Deutschland stellt die Energiewende die Innovationsfähigkeit des Landes auf die Probe. Die Forschungspolitik spielt dabei eine wichtige Rolle. Doch was sollten ihre Schwerpunkte sein? Ist das Neue überhaupt planbar? Oder sind Innovationen Nebenprodukte der Grundlagenforschung, die aus anderen Gründen betrieben wird? Darüber diskutierten Experten aus Europa und Asien.

Science 2.0 - Mehr Wissen, mehr Transparenz, mehr Qualität?

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Wie das Web 2.0 die Wissenschaft verändert
6. Berliner Wissenschaftsgespräch am 2. November 2011
Blogs, Social Media, Open Access - welche Chancen und Risiken bietet das Web 2.0 für die Wissenschaft? Werden die etablierten Qualitätskriterien und -filter bald überholt sein? Gelten Publikationen führenden Fachzeitschriften künftig nicht mehr als Gütesiegel? Und wer werden in fünf bis zehn Jahren die „gate keepers“ in der Wissenschaft sein? Dies waren die Leitfragen der international besetzten Expertenrunde.

How Fit Is Our Research For Global Competition?

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5. Berliner Wissenschaftsgespräch am 2. November 2010
Verfügen wir über die richtigen Auswahlinstrumente, um exzellente Forschung zu identifizieren? Wie kann Europa seinen Pool an Talenten besser nutzen und zugleich attraktiver für Spitzenforscher aus anderen Erdteilen werden? Wie viel Koordination und Kollaboration auf europäischer Ebene ist notwendig, um das Ziel eines Europäischen Forschungsraums zu verwirklichen? Über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wissenschaft diskutierten Vertreter aus Wissenschaft und Forschungspolitik aus mehreren europäischen Ländern.

Fälschung, Täuschung, Titelkauf

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Wie sichert die Wissenschaft Qualität und Vertrauen?
4. Berliner Wissenschaftsgespräch am 25. November 2009.
Moderator Ulrich Schnabel  (Die Zeit) diskutierte in Berlin mit  Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Sprecherin des Ombudsman der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Wolfgang Frühwald, ehemaliger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Stefan Hornborstel, Leiter des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung, und Dr. Bernd Pulverer, Leiter der Abteilung "Wissenschaftliche Veröffentlichungen" bei der European Molecular Biology Organization (EMBO) und ehemaliger Editor bei Nature.

Frauen in der Wissenschaft

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Vom Standstreifen auf die Überholspur?
3. Berliner Wissenschaftsgespräch am 4. Dezember 2008
„Wer um die besten Köpfe wirbt, Exzellenz anstrebt und sich im internationalen Standortwettbewerb behaupten will, muss die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Forschung gewährleisten.“ Dies forderten die Gäste des 3. Berliner Wissenschaftsgesprächs, darunter Bundesministerin a. D. Edelgard Bulmahn und Professor Dr. Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Goethe-Instituts, in einem gemeinsamen Aufruf.

Bisherige Veranstaltungen

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Themen der Gesprächsreihe waren unter anderem der Wissenschaftsdialog am Beispiel der Klimaforschung, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Forschung an Universitäten und die Zukunft des Forschungsstandorts Deutschland angesichts des Fachkräftemangels. 

Kontakt

Kristina Maurer
Telefon 0711 46084-770