Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz
Leben mit Krankheit

Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz

Jeder zweite Deutsche hat Probleme, die Packungsbeilage von Medikamenten zu verstehen. Sie können Gesundheitsinformationen in den Medien nur schwer einschätzen oder wissen nicht, wann eine ärztliche Zweitmeinung sinnvoll ist. Betroffen von dieser unzureichenden Gesundheitskompetenz sind laut einer Studie der Universität Bielefeld nicht nur sozial schwächere und bildungsferne Gruppen, sondern alle gesellschaftlichen Schichten. Falsches Verhalten und damit ein höheres Krankheitsrisiko sind die Folgen.

Gesundheitskompetenz, "Health Literacy", meint die Fähigkeit, relevante Gesundheitsinformationen beschaffen, einschätzen und anwenden zu können. Eine unerlässliche Kompetenz, um als Patient in unserem zunehmend an Komplexität gewinnenden Gesundheitssystem informierte Entscheidungen treffen zu können.

In Kooperation mit der Universität Bielefeld und dem AOK-Bundesverband fördert die Robert Bosch Stiftung daher die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans zum Thema Gesundheitskompetenz.

Eine Expertengruppe wird nach einer Problemanalyse der Situation in Deutschland wichtige Handlungsziele identifizieren und entsprechende Aufgaben und Strategien beschreiben, mit denen die Gesundheitskompetenz der deutschen Bevölkerung verbessert werden kann. Die Ergebnisse und Handlungsanweisungen sollen bis Ende 2017 ausgearbeitet werden.

Schirmherr des Vorhabens ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Kontakt

Prof. Dr. Doris Schaeffer
Universität Bielefeld
Telefon 0521 106-3895
Dr. Kai Kolpatzik
AOK Bundesverband
Telefon 030 34646-2228

Kontakt in der Stiftung

Susanne Melin
Telefon 0711 46084-661