PORT Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung
Versorgungsstruktur und Versorgungspraxis

PORT Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung

Ausschreibung Förderwettbewerb

Wir suchen Pioniere, die für Deutschland innovative, umfassende und exzellente Gesundheitszentren zur Primär- und Langzeitversorgung in einer Region umsetzen wollen.

In einer Zeit, in der finanzieller und personeller Ressourcenmangel in der Gesundheitsversorgung häufig die Lösungen steuert, wollen wir mit unserer Förderung dazu beitragen, dass die Gesundheitsversorgung dennoch qualitativ weiterentwickelt wird und dafür neue Maßstäbe setzen.

Was wollen wir erreichen?
Mit dem Programm PORT – Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung will die Robert Bosch Stiftung die (Weiter-)Entwicklung und Einführung von lokalen, inhaltlich umfassenden und exzellenten Gesundheitszentren in Deutschland fördern, die die Primär- und Langzeitversorgung in einer Region abdecken können.

Die künftigen PORT-Gesundheitszentren
  • sind auf den regionalen Bedarf abgestimmt,
  • setzen eine patientenzentrierte, koordinierte, kontinuierliche Versorgung um,
  • unterstützen den Patienten im Umgang mit seiner Erkrankung,
  • arbeiten als multiprofessionelles Team aus Gesundheits-, Sozial- und anderen Berufen auf Augenhöhe,
  • nutzen neue Potentiale wie eHealth,
  • schließen Prävention und Gesundheitsförderung mit ein,
  • sind kommunal gut eingebunden.


Wen wollen wir ansprechen?

Die Ausschreibung wendet sich an die Vorreiter, die sich bereits auf den Weg gemacht haben oder noch in der Planung sind, um derartige Gesundheitszentren umzusetzen.
Wir denken dabei an die Gesundheitsberufe, die Wohlfahrtsverbände, die Kommunen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Auch andere sind willkommen, entscheidend ist die Qualität des Vorhabens.

Was bietet das Förderprogramm?
Die Stiftung fördert zunächst eine neunmonatige Konzeptentwicklungsphase für die PORT-Zentren: Bis zu acht Initiativen werden sowohl mit einer finanziellen Förderung von jeweils bis zu 50.000 € als auch durch begleitende Aktivitäten unterstützt. Anschließend werden aus den vorgelegten Konzepten für beispielhafte Gesundheitszentren diejenigen ausgewählt, die für fünf Jahre in der Praxisumsetzung unterstützt werden.

Bei der Auswahl werden wir von einer unabhängigen Expertenjury beraten.

Weitere Informationen

Kontakt

zum Projekt

Bettina Tef
Telefon 0711 46084-340
zu Internationalen Aktivitäten

Martina Kaplanek
Telefon 0711 46084-630

Expertenjury

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Prof. Dr. Volker Amelung

entdeckte sein Interesse am Gesundheitswesen über das Studium der Betriebswirtschaftslehre in St. Gallen. An der Medizinischen Hochschule Hannover hat er einen Lehrstuhl für internationale Gesundheitssystemforschung inne, zudem ist er Berater für nationale und internationale Unternehmen im Gesundheitswesen. Eine der größten Herausforderungen sieht er in der Versorgung chronisch kranker Menschen. Als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Managed Care e.V. gilt sein besonderes Interesse der Innovation im Gesundheitswesen, der Entwicklung interdisziplinärer und sektorenübergreifender Versorgungsstrukturen und -prozessen sowie der Weiterentwicklung von Integrierter Versorgung in Deutschland.
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Norbert Butz

befasste sich früh mit Programmierung und Datenverarbeitung. Der Volkswirt war bei der Bundesärztekammer zunächst Leiter der Stabstelle Vorstandsangelegenheiten, seit 2010 leitet er dort das seinerzeit eingerichtete Dezernat Telemedizin und Telematik.
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Marion Caspers-Merk

interessierte sich bereits als Jugendliche für die Belange der Bürger. Politik und Verwaltung hat sie von der Kommunalpolitik bis ins Bundesministerium mitgestaltet. Als langjährige parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit kennt sie alle Facetten im deutschen Gesundheitswesen und darüber hinaus. Auch im Ehrenamt ist sie als Vorsitzende des Kneipp Bundes e.V. mit der Gesundheit befasst.
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Prof. Dr. Jochen Gensichen

ist Erziehungswissenschaftler, Humanmediziner und Gesundheitswissenschaftler. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte liegt auf Chronische Krankheit und Versorgungsforschung, u.a. mit den Themen Hausärztliche Betreuung multimorbider Patienten, Depressionsbehandlung in der Hausarztpraxis, Arzt-Patientenbeziehung und Patientenbefähigung. Seit 2011 ist er Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Jena an der Friedrich-Schiller-Universität und neben anderen Aufgaben im Wissenschaftlichen Beirat des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung und Vorstand der Stiftung Allgemeinmedizin.
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Prof. Dr. Ferdinand Gerlach

als Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt sind seine Themen u.a. die Versorgungsforschung, die Qualitätsförderung in der ambulanten Versorgung, die strukturierte Versorgung chronisch Kranker sowie die Einführung neuer Lehr- und Prüfungsformen im allgemeinmedizinischen Unterricht. Darüber hinaus ist er in vielfältigen Gremien und Fachgesellschaften engagiert, zum Beispiel als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin oder im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen wo er seit 2007 Mitglied und seit 2012 Vorsitzender ist.
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Jürgen Graf

der Verwaltungswissenschaftler und Gesundheitswissenschaftler befasst sich seit vielen Jahren mit Selektivverträgen und Versorgungsinnovationen. Seine Aufgabenschwerpunkte bei der AOK Baden-Württemberg liegen in der Leitung des Fachbereichs „Integratives Leistungsmanagement“ und der hausarztzentrierten Versorgung.
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Dr. Gertrud Prinzing

war als Juristin und in verschiedenen Führungsfunktionen im kaufmännischen und Personalbereich auch international in der Robert Bosch GmbH tätig. Seit Januar 2014 ist sie Vorständin der Bosch BKK.
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Dr. Gottfried Roller

ist Facharzt für Allgemeinmedizin sowie für öffentliches Gesundheitswesen, Sozial- und Umweltmedizin. Nach mehreren Jahren Referententätigkeit im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg leitet er nun das Gesundheitsamt im Landkreis Reutlingen. Dort ist er Mit-Urheber der 2010 begründeten ersten Kommunalen Gesundheitskonferenz in Baden-Württemberg. Diese ist ein Gremium, das mit Beteiligung der Akteure vor Ort bedarfsorientierte Lösungen im Gesundheitswesen für die Region entwickelt und umsetzt.
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Prof. Dr. Doris Schaeffer

die Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin ist Professorin für Gesundheitswissenschaften, leitet das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld und wirkt in zahlreichen Gremien und Expertenkommissionen zu Pflege, Alter und Altenpolitik mit.
Als Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen war sie beteiligt an der Erarbeitung des 2014 erschienenen Gutachtens „Bedarfsgerechte Versorgung – Perspektiven für ländliche Regionen und ausgewählte Leistungsbereiche“. Im Januar 2015 ist außerdem die Publikation „Versorgungsmodelle für ländliche und strukturschwache Regionen“ mit Anregungen aus Finnland und Kanada erschienen.
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Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler

Sozialpädagoge und promovierter Gesundheitswissenschaftler, war in verschiedenen sozialen Einrichtungen tätig bis er seinen Tätigkeitsschwerpunkt auf die Patientenberatung verlegte. So hat er bei der Bertelmann Stiftung die „Weiße Liste“ aufgebaut, ein Informationsportal über Leistungserbringer im Gesundheitswesen, und übernahm anschließend die Geschäftsführerung für die Unabhängige Patientenberatung Deutschland.
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Dr. Jürgen Wuthe

war Präsident des Landesgesundheitsamts im Regierungspräsidium Baden-Württemberg bis er 2005 in das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg berufen wurde. Dort ist er Stv. Leiter der Abteilung Gesundheit und Leiter des Referats, das sich mit Gesundheitspolitik und Gesundheitsdialog befasst.
Der Bewerbungsweg ist mehrstufig.

Informationstag
  • Anmeldung von Bewerbern zum Förderprogramm zu einem verbindlichen Informationstag über unsere Online-Plattform. Es können bis zu zwei Vertreter Ihrer Initiative daran teilnehmen, von denen mindestens ein Teilnehmer in verantwortlicher Funktion für das Vorhaben tätig sein muss.
  • Auswahl der Teilnehmer zum Informationstag, der am 29. Mai 2015 in Stuttgart stattfand.


Nach dem Informationstag: Konzeptentwicklung

  • Phase in der die Bewerber ihren Antrag auf Förderung zur Konzeptentwicklung erarbeiten und einreichen können.
  • Phase der Auswahl der bis zu acht Initiativen, deren Konzeptentwicklung gefördert wird.
  • Neunmonatige begleitete Konzeptentwicklungsphase


Danach: Umsetzung

  • Auswahl von bis zu vier Konzepten deren Umsetzung in die Praxis unterstützt wird.

Für Bewerber

Anmeldeschluss für den Informationstag war der 15. April 2015.

Kontakt

zum Projekt

Bettina Tef
Telefon 0711 46084-340
zu Internationalen Aktivitäten

Martina Kaplanek
Telefon 0711 46084-630