European Fund for the Balkans
Internationale Nachwuchsförderung

European Fund for the Balkans

Der European Fund for the Balkans (EFB) ist ein gemeinsames Projekt der Robert Bosch Stiftung, der ERSTE Stiftung und der König Baudouin Stiftung, um die Länder des westlichen Balkans im EU-Beitrittsprozess zu unterstützen. Stärkung der Demokratie, das Vorantreiben europäischer Integration und die Entwicklung einer Strategie zu den wachsenden Herausforderungen Europas sind die wesentlichen Ziele des Fonds.

Der Fonds folgt den Empfehlungen der von der Robert Bosch Stiftung initiierten Internationalen Balkan-Kommission, dass die Entwicklung funktionierender staatlicher Verwaltungen gefördert werden müsse und eine pro-europäische Öffentlichkeit eine wichtige Voraussetzung für die Integration der Region in die Europäische Union sei. Als neutrale Plattform für innovative Vorhaben unterstützt der Fonds diesen Prozess.

Die 2015 neu erarbeitete Strategie des Fonds ist auf drei Programmsäulen aufgebaut: „Capacity Development“, „Policy Development“ und „Regional Cooperation“. Unter „Capacity Development“ soll die Demokratie gestärkt und damit wichtige Voraussetzungen für den EU-Beitritt geschaffen werden. Die Entwicklung von politischen Positionen der demokratischen Institutionen sowie der Zivilgesellschaft steht bei „Policy Development“ im Fokus. Unter „Regional Cooperation“ soll eine Kultur der regionalen Kooperation basierend auf gemeinsamen gesellschaftlichen Werten aufgebaut werden. Diese Ziele werden durch eine Mischung großer Flaggschiff-Programme und kleinerer Initiativen verfolgt.

Ein zentrales Programm des Fonds ist das „Fellowship Programme for Government Officials from the Western Balkans“, das jährlich zwanzig Nachwuchsführungskräften aus der öffentlichen Verwaltung einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in nationalen Ministerien von verschiedenen EU-Mitgliedstaaten ermöglicht. Seit 2008 konnten bereits 135 Verwaltungsfachkräfte vom Programm profitieren.

Die „Balkans in Europe Policy Advisory Group” (BiEPAG) setzt sich aus Think Tanks und wissenschaftlichen Einrichtungen aus Balkan- und EU-Ländern zusammen. Ihr Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen an Entscheidungsträger sowie deren öffentlichkeitswirksame Präsentation.

„Think and Link“ vernetzt Think Tanks, NGOs und Institute miteinander, um ihre methodischen Kompetenzen zu steigern und regionalen Entscheidungsträgern wissenschaftlich fundierte Politikempfehlungen vorlegen zu können. Seit der Einführung des Programms 2008 wurden mehr als 50 Organisationen und Projekte unterstützt.

Weitere Initiativen umfassen beispielsweise mediale Debatten (TV-Debatte „Balkans in Europe“, Talk-Show „Vicinities“), um die breite Öffentlichkeit stärker miteinzubeziehen.

Das Sekretariat des Fonds sitzt in Belgrad und ist in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien tätig. Die Robert Bosch Stiftung hat den Fonds 2007 gemeinsam mit der ERSTE Stiftung, der König Baudouin Stiftung und der Compagnia di San Paolo ins Leben gerufen.