Neuanfang von innen In den letzten Monaten haben rund 100 Mitarbeiter der Stiftung am Strategieprozess Völkerverständigung für die Zukunft mitgewirkt Acht von ihnen erzählen wie sie den Prozess erlebten Antonia Röhm konnte dem Wandel zunächst von außen zusehen Die Senior Projektmanagerin arbeitete im Rahmen eines Austauschprogramms im Auswärtigen Amt als die Stiftung einen grundlegenden Erneuerungs prozess ankündigte Monate später zurück in der Stiftung saß sie nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz sondern in einem Szenarienworkshop in dem es um die Welt und ihre Konflikte in 20 Jahren ging Antonia Röhm war Teil eines gemessen an Intensität und Personaleinsatz bislang einmaligen Projekts in der Geschichte der Robert Bosch Stiftung 18 Monate lang haben es sich mehr als 100 Mitarbeiter zur Aufgabe gemacht eine Antwort auf eine große Frage zu bekommen Woran wollen wir in Zukunft arbeiten 18 Monate in denen Stiftungsmitarbeiter sich damit beschäftigten wie das Vermächtnis Robert Boschs heute interpretiert und umgesetzt werden kann Und was die Philanthropie in der sich rasant verändernden Welt leisten muss um weiterhin wirksam zu sein 18 Monate in denen das Arbeitsfeld mit Unterstützung internationaler Experten neu vermessen wurde Das implizierte Recherchereisen und Fachkonferenzen Gespräche mit Wissenschaftlern und das Kennenler nen anderer Stiftungen weltweit Eine Stiftung von innen zu verändern während die reguläre Projektarbeit weiterläuft das ist ein Kraftakt für die Mitarbeiter Roswitha Meurers kennt den Erneuerungsprozess in und auswendig Sie hat ihn mitorganisiert Die Sekretärin der Geschäftsführerin Sandra Breka sitzt in Berlin und hat die Zeit fast minutiös durchgeplant Wann muss wer zusammenkommen welche Arbeit kann man in Flugzeiten erledi gen wann sind die Abgaben Sie wusste Wir können keinen einzigen Termin verlegen Als der Startschuss fiel hatte sie das Gefühl dass alles möglich ist Jeder schwärmte aus holte sich mit unvoreingenommenem Blick Input erzählt sie Ich war gespannt was am Ende als Ergebnis kondensiert werden würde Denn dieser eine große Wurf muss gelingen Wie alle Mitarbeiter konnte sich auch Roswitha Meurers auf eine Arbeits gruppe AG bewerben Es gab in den Arbeitsgruppen zwei Phasen zunächst den Blick auf viele unterschiedliche Trends Regionen und Themen was in einer Art Shortlist mündete In der zweiten Phase wurden die Themen weiter konkretisiert bis dem Kuratori um im Sommer 2019 unterschiedliche Themen Konstellationen für die internationale Arbeit der Stiftung präsentiert werden konnten Als ich 1993 in die Stiftung gekommen bin waren wir 30 Kollegen heute sind wir mehr als 200 erzählt die Projektmanagerin Claudia Fisches Insbesondere in den letzten zehn Jahren sind wir stark gewachsen Für mich war es jetzt ein richtiger Zeit punkt um sich für die Zukunft neu aufzustellen Das hieß für Fisches innezuhalten sich neu zu sortieren und vor allem sich die Zeit zu nehmen Fisches weiß um die rasante Verände rung in der Welt durch die ihre Hinter den Kulissen34 Robert Bosch Stiftung TEXT Nicole Zepter FOTOS Gene Glover Thomas Pirot

Vorschau RBS 2019-02 DE Seite 34
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