Wie gehen Sie die neuen Themen konkret an Wir prüfen derzeit in welchen Regio nen und wie wir innerhalb der Themen mit unserer Förderung ansetzen können Dabei konzentrieren wir uns auf Bereiche die entweder wenig bearbeitet werden oder in denen wir mit unseren Mitteln einen wesentli chen Beitrag leisten können In der För derung werden die neuen Themen ab Januar 2020 wirksam dann nicht mehr unter dem Titel Völkerverständigung sondern als Internationale Verständi gung und Kooperation Im Zuge der neuen Themen werden alle bisherigen Projekte und Programme der internationalen Förderung beendet Warum dieser harte Schnitt Zunächst Wir legen großen Wert darauf die bisherige Förderung verträglich und verantwortungsbe wusst zu beenden Wir sprechen offen mit unseren Partnern über die Gestaltung des Ausstiegs und mögli che Aktivitäten zum Abschluss für jedes einzelne Projekt Trotzdem ist es ein harter Schnitt Doch er war nötig um Raum zu schaffen für die neuen Themen Wird die Stiftung auch die Art wie sie fördert verändern Die Veränderungen des internationa len Kontexts und unser Anspruch einen relevanten Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten werden dazu führen dass wir künftig auch anders mit einer größeren Bandbreite an Instrumenten fördern müssen Das Wie wird sich von Thema zu Thema unterscheiden Letztlich zeigt sich immer wieder Institutionen und Menschen verän dern die Welt nicht Projekte Mit Blick auf die letzten Monate des Prozesses Was hat Sie am meisten beeindruckt Ich habe den Entwicklungsprozess aus voller Überzeugung begonnen und bin doch von der Dynamik die er entfaltet hat selbst überrascht Beeindruckt hat mich die Beteiligung und Verände rungsbereitschaft der Mitarbeiter in einer Zeit in der wir sehr wenig Orientierung für die Zukunft geben konnten Genauso wie das Engagement der Führungskräfte und der Zusam menhalt der sich entwickelt hat Diese Veränderung gestalten zu dürfen ist ein großes Privileg Ohne die Unter stützung unseres Kuratoriums wäre sie nicht möglich Wenn Sie ab jetzt ein Jahr vorausbli cken Was wünschen Sie sich für die Stiftung Ich wünsche mir dass wir im Stiftungs sektor als progressiver Partner gesehen werden Ich hoffe dass jeder im Team seinen Platz gefunden hat Dass wir den starken Teamgeist und die Dynamik die wir entwickelt haben weiterführen können Und dass wir in der Gemeinschaft derer die an unseren neuen Themen bereits arbeiten angekommen sind und sich ein eigenes Profil abzeichnet Wir haben uns die Frage gestellt wie wir mit unserer Arbeit die größtmögliche Wirkung erzielen Interview20 Robert Bosch Stiftung Sandra Breka Die Expertin für internationale Beziehungen ist Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung und verantwortet die Fördergebiete Internationale Verständigung und Kooperation und Gesellschaft sowie die Arbeit der Stiftung in Berlin

Vorschau RBS 2019-02 DE Seite 20
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