Was wollen wir erreichen?

Im World LAB an beruflichen Schulen handeln geflüchtete und nicht geflüchtete Jugendlichen gemeinsame Werte aus, arbeiten zusammen an Projekten und lernen sich besser kennen. Ziel ist es, bei den einzelnen Schülerinnen und Schülern interkulturelle Kompetenzen zu stärken. Durch die Vermittlung von Wissen zu den jeweiligen Herkunftskulturen und durch den direkten Kontakt mit jungen Menschen aus einem anderen Land können Vorurteile reflektiert und im besten Fall abgebaut werden. Um dies zu erreichen, ist es neben dem gegenseitigen Austausch wichtig, die Jugendlichen zu einer offenen, wertschätzenden und reflektierenden Haltung zu befähigen.

Wie funktioniert das Projekt? 

Schülerinnen und Schüler aus Vorbereitungsklassen werden an beruflichen Schulen auf die Anforderungen des Arbeitslebens vorbereitet. In der Regel fehlt ein systematischer Austausch mit den Regelklassen. In Begegnungs- und Projektworkshops lernen sich die Jugendlichen der Vorbereitungs- und Regelklassen kennen. Es findet ein gemeinsamer Prozess zur Aushandlung von eigenen und von gemeinsamen Werten statt, die für die Jugendlichen handlungsleitend sind.
Anschließend bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen im gemischten Tandem ein Praxisprojekt, welches sie über mehrere Wochen planen und dann gemeinsam durchführen. Am Ende jedes Schuljahrs werden die besten Praxisprojekte ausgewählt und prämiert.

An wen richtet sich das Projekt? 

Zugewanderte Menschen bis 20 Jahre mit geringen Deutschkenntnisse sowie Schülerinnen und Schüler der Regelklassen an beruflichen Schulen sind die Zielgruppe des Begegnungsprojektes.

Wo findet das Projekt statt? 

Das Pilotprojekt wurde im Schuljahr 2016/17 und 2017/18 an insgesamt zehn Schulen in Baden-Württemberg durchgeführt. Eine Ausweitung in Baden-Württemberg ist geplant.

Wer steht dahinter? 

World LAB ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Weltethos mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und wird von der Robert Bosch Stiftung sowie von Engagement Global gefördert.