Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der geförderten Projekte:

(Soziale) Medien

In „Viral News“ geht es um wissenschaftliche Erkenntnisse und Aktuelles rund um das Coronavirus auf der Videoplattform TikTok. Damit setzt Wissenschaft im Dialog (WiD) einen Gegenpunkt zu Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Corona-Virus im Netz und bietet vor allem einer jungen Zielgruppe die Möglichkeit, sich auf TikTok wissenschaftsbasiert über Corona zu informieren. In kurzen Videoclips werden Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Hintergründe der Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung kurz und knapp präsentiert – und dabei insbesondere für Jugendliche relevante Themen wie “Homeschooling”, „Übertragungsraten bei jungen Menschen“, “Maskenschutz” und “Abstandsregeln“ aufgegriffen.

Menschen mit Vorerkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes sind besonders stark für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung gefährdet. Die schweizerische Schtifti Foundation und „vitamintexte“, eine Kommunikationsagentur mit dem Schwerpunkt Ernährungskommunikation, beschäftigen sich im Rahmen dieses Projekts mit Fragen, wie ausgewogene Ernährung, Entstehung von Übergewicht und mögliche schwere Verläufe von COVID-19-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zusammenhängen. Wissenschaftlich relevante Fakten werden jugendgerecht aufbereitet und auf den Social-Media-Kanälen von GORILLA, dem mehrfach preisgekrönten Gesundheitsförderungs- und Bildungsprogramm der Schtifti Foundation, publiziert. So sollen Kinder und Jugendliche für einen gesunden Lebensstil motiviert werden. Begleitend dazu wird eine Schullektion zum Thema für das GORILLA Schulprogramm entwickelt.

Im Projekt Corona-Check tritt das Team von MedWatch – der Wissenschaftsjournalist Hinnerk Feldwisch-Drentrup und die Medizinjournalistin Nicola Kuhrt – in den Dialog mit Lesern und Leserinnen von Tageszeitungen und beantwortet deren drängendsten Fragen zu Covid-19. Unsicherheiten und Falschinformationen zu Corona wollen die Journalisten mit seriösen Recherchen und fundierter, verständlich vermittelter Berichterstattung auf der Basis wissenschaftlich gesicherter Fakten begegnen. Über die Zusammenarbeit mit Lokal- und Regionalzeitungen werden auch Leserschaften abseits des klassischen Bildungsbürgertums erreicht. MedWatch hat bereits einige Preise gewonnen, unter anderem den Netzwende Award des Thinktanks Vocer und den Carl-Sagan-Preis der „Skeptiker“. Die Initiative wird zudem im Projekt „Masterclass Wissenschaftsjournalismus“ der Robert Bosch Stiftung gefördert und ist aktuell für den Grimme Online Award nominiert.

Infoseiten und Berichte

Mit dem Faktomat Wissenschafts-Spezial macht der Verein jungagiert e.V. wissenschaftliche Fakten über die Corona-Pandemie jungen Zielgruppen zugänglich. Gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs Gesundheitskommunikation der Universität Erfurt werden vielfältige Aspekte zur Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen in interaktiven Infostories erarbeitet, z.B. „Pandemie – was ist das?“ oder „Krankheitserreger und Infektionsketten“. Informationen aus seriösen, wissenschaftlichen Quellen werden zielgruppengerecht gebündelt, verständlich aufbereitet und auf dem Blog we-like.com veröffentlicht. Das innovative Format dieser Infostories ermöglicht wissenschaftsbasierte Kommunikation auf Augenhöhe mit Jugendlichen, auch aus nicht akademischen Elternhäusern. Diese erhalten über den Faktomat einen niederschwelligen Zugang zu Wissenschaftsthemen und werden über verschiedene Kanäle direkt in ihren Communities (Social Media) und Lebenswelten (Suchanfragen) erreicht.

Der Verein Gen-ethisches Netzwerk dokumentiert und analysiert seit Mitte März 2020 in seinem „Gesundheits- und medizinpolitischen Tagebuch“ den Verlauf der Coronakrise – sei es die Kommunikation des Infektionsgeschehens durch das Robert Koch Institut und die WHO, Hintergründe zu neuen Maßnahmen, Gesetzen und Verordnungen der Bundesregierung oder Debatten um wissenschaftliche Ergebnisse, potenzielle COVID-19-Medikamente sowie Expertisen und Stellungnahmen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Mit dem Tagebuch sollen vielfältige Zielgruppen wie Menschen in Gesundheitsberufen, Lehrer, zivilgesellschaftlich engagierte Gruppen und interessierte Laien erreicht werden. Die Meldungen werden auch in leicht verständlicher Sprache in Kurznachrichten aufgearbeitet, erklärt und geteilt.

Als Reaktion auf aktuelle Entwicklungen rund um COVID-19 haben Die Neuen deutschen Medienmacher mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung ihre Inhalte an die aktuelle Situation angepasst. Nun finden in Deutschland lebende Drittstaatsangehörige Informationen zum Leben in Deutschland und insbesondere rund um Corona und damit verbundene Entwicklungen in den Bereichen Arbeit- und Arbeitsrecht, Gesundheitsschutz, häusliche Gewalt, staatliche Hilfen, Fake-News u.a. in Arabisch, Farsi, Paschto, Türkisch, Französisch, Englisch und einfachem Deutsch online auf der Website handbookgermany.de. Die Informationen werden in unterschiedlichen Formaten aufbereitet, um diese für verschiedene Zielgruppen verständlicher zu machen. Sei es durch digitales Storytelling, Expertinnen-Interviews oder Dialogformate mit (fremdsprachigen) Wissenschaftlerinnen.

Die Internetplattform „the world lecture project (wlp)°“, getragen vom gleichnamigen Verein, ist eine der größten Sammlungen von akademischen Videos weltweit. Im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts „Corona-Katalysator“ entstehen aus der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Journalisten wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig leicht verständliche Videos, Grafiken, Statistiken und andere Medien mit Informationen zur Corona-Pandemie und ihren sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen. Die Materialien werden auf sogenannten Topic-Sites thematisch zusammengestellt und so aufbereitet, dass auch Laien einen leichten Zugang finden. Die Topic-Sites werden nicht nur auf (wlp)°, sondern auch auf anderen Websites, in sozialen Netzwerken und über eine eigens entwickelte App verbreitet.

Das Forschungsprojekt „Werte in der Krise“ wird von dem gemeinnützigen Berliner Think Tank „d|part4 – Forschung für politische Partizipation“ in Kooperation mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Leuphana Universität Lüneburg, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Jacobs University Bremen und der University of Edinburgh durchgeführt. In einer Panelstudie wird untersucht, inwiefern sich Grundwerte und politische Einstellungen in der Bevölkerung während der Covid-19 Pandemie verändern. Durch die Förderung der Robert Bosch Stiftung soll das Projekt für die breite Öffentlichkeit und zivilgesellschaftliche Organisationen sichtbar gemacht werden. Dies erfolgt über die Aufbereitung der Forschungsergebnisse in allgemein verständlicher Sprache und die Erstellung von leicht zugänglichen Info-Grafiken und Animationen. Die Ergebnisse werden frei verfügbar auf der Website von d|part veröffentlicht sowie über Webinare und Social-Media-Kanäle verbreitet.

Audioformate

Der Übergabe-Podcast, ein unabhängiger Audio-Podcast zum Thema Pflege, produziert im Auftrag der Robert Bosch Stiftung fünf Folgen, in denen Beschäftigte aus der Pflege und dem Gesundheitswesen, pflegende Angehörige und andere interessierte Personen über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu COVID-19 und den Folgen für die Pflege informiert werden. Der Podcast wird von fünf Pflegewissenschaftlern betrieben und vermittelt auf verständliche und kurzweilige Art aktuelle Themen aus den Bereichen Pflegewissenschaft, Pflegepolitik, Pflegepädagogik und Pflegemanagement. Auch Themen wie Versorgungsstrukturen und wie die Pflege in Zeiten von Corona in unserer Gesellschaft besser gelingen kann, werden aufgegriffen. Die Macher des Podcasts laden regelmäßig Experten aus der Wissenschaft ein, die den Zuhörern Einblicke in ihre Arbeit und den aktuellen Forschungsstand geben.

Bei diesem Projekt werden wissenschaftliche Erkenntnisse im Format eines Audiowalks für Jugendliche und junge Erwachsene leicht verständlich vermittelt. Konzipiert und umgesetzt wird das Vorhaben von POLIGONAL – Büro für Stadtvermittlung in Kooperation mit Wissenschaftlern, Stadtforschern, stadtpolitischen Aktivisten und Vertretern aus der Bürgerschaft. Anhand von Interviews, wissenschaftlichen Debatten, Klangcollagen, Archivaufnahmen und Bildern werden die Jugendlichen mittels einer kostenlosen App durch Berlin-Kreuzberg geführt und erfahren auf diese Weise viel über die Bedeutung des öffentlichen Raumes als Ort gesellschaftlicher Verhandlung während und nach der Corona-Pandemie. Im Nachgang der Audiowalks werden die Erkenntnisse in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Quartiersmanagement mit den Jugendlichen reflektiert.

Der promovierte Biologe, Systemtheoretiker und Wissenschaftsenthusiast, Dr. Lorenz Adlung, begeistert Jugendliche und junge Erwachsene für Wissenschaft mittels ungewöhnlicher Wissenschaftskommunikationsformate, wie zum Beispiel durch Musik. Im Rahmen dieses Projekts produziert er im Auftrag der Robert Bosch Stiftung fünf Rap-Tracks über Biologie, Medizin, Mathematik, Informatik, Forschungsförderung und den Alltag eines Wissenschaftlers. Dadurch wird eine Rap-affine Zielgruppe mit wissenschaftsrelevanten Inhalten auf eine interessante und unterhaltende Art und Weise versorgt.

Mehr über Dr. Lorenz Adlung erfahren Sie auf seiner Website.

Videoformate

Um Fehlinterpretationen von Statistiken und der Verbreitung von Falschinformationen als „Fakten“ entgegenzuwirken, hat die TWENTYTWO Film GmbH im Auftrag der Robert Bosch Stiftung ein Video produziert, das über Statistiken und Modellrechnungen rund um Corona aufklärt: Welche Bedeutung haben die verschiedenen Elemente einer Statistik zur Corona-Pandemie für deren Interpretation? Welche Prognosen für die Zukunft kann man daraus ziehen? Dies wird in dem Video von „Doktor Whatson“ (alias Cedric Engels) mit einem unterhaltsamen Mix aus informativen Experten-Interviews und gut verständlichen Begriffsklärungen – z.B. zu „Reproduktionszahl“, „Verdopplungszeit“, „exponentielles Wachstum“, „logarithmische Skalen“ oder „Inzidenz“ erklärt. Auf seinem YouTube-Kanal „Doktor Whatson“ produziert Cedric Engels regelmäßig hochwertige und gut recherchierte Videos über Wissenschaft und Technik für ein breites Publikum.

Sehen Sie sich das Video in voller Länge an.

Der  Verein ARBEIT UND LEBEN Sachsen entwickelt eine durch wissenschaftliche Quellen abgesicherte Informationsquelle für Zugewanderte in Form eines professionellen YouTube-Kanals. Veröffentlicht werden in der ersten Linie die regionalspezifischen Informationen zur Corona-Pandemie in Sachsen in arabischer, persischer, englischer und einfacher deutscher Sprache. Im Zeitraum von sechs Monaten sollen insgesamt 40 Videos erstellt werden, die Zugewanderten in Sachsen helfen sollen, wissenschaftliche Diskussionen rund um die Corona-Pandemie verfolgen zu können und die damit verbundenen gesetzlichen Regelungen (z.B. Allgemeinverfügungen) besser zu verstehen. Der Verein ist ein landesweit tätiger gemeinnütziger Träger für soziale und politische Bildung und entwickelt die Plattform im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts.

Erfahren Sie mehr über das Projekt "CoronaTube Saxony".

Die kurdische Journalistin und Politikwissenschaftlerin Nalan Sipar produziert in Kooperation mit dem Verein dis:orient im Auftrag der Robert Bosch Stiftung 65 türkischsprachige Videos mit Informationen über die Corona-Pandemie und veröffentlicht diese auf ihrem YouTube-Kanal. Ziel ist es, die die türkischsprachige Community in Deutschland seriös, wissenschaftsbasiert und umfassend auf Türkisch über das Coronavirus, die Entwicklung der Pandemie in Deutschland und daraus resultierende Maßnahmen zu informieren sowie zielgruppenspezifische Fragestellungen aufzugreifen.

Mit animierten Kurzfilmen informieren Dr. Dorothea Kaufmann, promovierte Biologin und Dozentin am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, und die Filmemacherin Tine Kluth über das Coronavirus und dessen gesellschaftlichen Auswirkungen. Kinder und Jugendliche erhalten mit den wissenschaftsbasierten, humorvollen und in leichter Sprache gehaltenen Filmen die Möglichkeit, Wissenschaft zu verstehen und mit ihren Familien über die Corona-Lage zu diskutieren. Die Animationsfilme sollen auch Multiplikatoren wie dem Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Lehrkräften aller Schularten zur Verfügung gestellt werden.

Besuchen Sie den YouTube-Kanal von Tine Kluth.

Für Menschen mit kognitiven Schwierigkeiten sind die Covid-19-Pandemie und ihre Auswirkungen nur schwer zu überblicken. Gleichzeitig greifen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie tief in das Alltagsleben dieser Gruppen ein. Im Rahmen des Projekts entstehen Erklärvideos, in denen komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge zum Thema Covid-19 in leichter Sprache aufbereitet werden. Zielgruppe sind Menschen mit einer geistigen Behinderung sowie deren Angehörige und Fachkräfte in den Einrichtungen der Behindertenhilfe. Die Videos werden konzipiert, erstellt und auf einem eigenen Youtube-Kanal veröffentlicht. Zuständig dafür sind Svenja Hoffmann, selbstständige Bildungsreferentin im Sozial- und Gesundheitswesen mit dem Schwerpunkt Inklusion, und Jan Marcel Hoffmann, gelernter Redakteur und Mitarbeiter des Projekts „Inklusives LWL Internet“ des Landschaftsverbands Westfalen Lippe.

Farsi sprechende Geflüchtete sind seit Jahren eine der größten Gruppen an Neuzugewanderten in Deutschland. Diese Zielgruppe wird von bisherigen Informationsangeboten für Geflüchtete nur wenig erreicht, da die meisten Angebote auf Arabisch oder Englisch sind und auch der Bildungshintergrund der Zielgruppe wesentlich niedriger ist als bei anderen Geflüchteten. Im Rahmen des Projekts entwickelt der Verein zur Förderung der offenen Gesellschaft (Open Society) e.V. acht Kurzvideos in einfacher Sprache mit Untertiteln in Farsi sowie Podcasts und Infographiken. Darin werden komplexe wissenschaftliche Informationen zu Covid-19 verständlich für die Zielgruppe aufbereitet und anschließend auf der Webseite des Vereins sowie in den Sozialen Medien zur Verfügung gestellt.

Spiele

Die Welt steht kurz davor, im Chaos der Pandemie zu versinken und nur Du kannst sie retten, indem Du einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelst! Lust mitzuspielen? Im Online Escape Game COVID-19 haben die Spielenden die Gelegenheit, in die Rolle von Forschern zu schlüpfen und einen wissenschaftlichen Prozess interaktiv zu erleben. Das Spiel wurde von der Muthesius Kunsthochschule in Zusammenarbeit mit dem Escape-Game-Betreiber The House of Tales entwickelt. Es richtet sich an alle, die sich für Computerspiele interessieren und auf der Suche nach Abenteuern, Unterhaltung und kooperativen Spielerlebnissen sind.

„Virusalarm in Bleibhausen“ ist ein Spiel für Kinder ab 10 Jahren, das die Wirksamkeit von social distancing und anderen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus anschaulich vermittelt: Das Leben von hundert Menschen in dem imaginären Städtchen Bleibhausen verändert sich, als zwei Menschen aus dem Skiurlaub mit Corona infiziert zurückkommen und unwissentlich andere anstecken. Das Spiel wird von Wissenschaftlern des Institute of Science and Technology Austria und des Max-Planck-lnstituts für Evolutionsbiologie entwickelt und soll als „Spiel im Briefumschlag" an Kinder und Bildungseinrichtungen kostenlos verschickt werden.

(Digitale) Veranstaltungen und interaktive Formate

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit bietet unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise! Gesund bleiben - auch psychisch" gemeinsam mit psychosozialen Einrichtungen, Selbsthilfeorganisationen und anderen Initiativen aus ganz Deutschland im Oktober 2020 eine Woche lang wissenschaftsbasierte Strategien, neue digitale Technologien und praktische Hilfen zum Umgang mit der Corona-Krise. Dabei steht eine niedrigschwellige Wissenschaftskommunikation mit verschiedenen Veranstaltungsformaten – Vorträge, Workshops, Schnupperkurse, Fachtagungen oder Kunstausstellungen – im Fokus, um Menschen aus allen Regionen und Bevölkerungsschichten über die psychischen Auswirkungen der Corona-Krise evidenzbasiert aufzuklären. Neben aktuellen Forschungsansätzen werden auch die persönlichen Sichtweisen von Betroffenen und Angehörigen für unterschiedliche Zielgruppen aufbereitet und zugänglich gemacht. 

Erfahren Sie mehr über die Aktionswoche und besuchen Sie den YouTube-Kanal des Bündnisses.

Als Reaktion auf die Einschränkungen öffentlicher Veranstaltungen in Folge der Corona-Pandemie entwickelte die Schweizer Stiftung Science et Cité ein neues digitales Format der Wissenschaftskommunikation, das von einer breiten und auch wissenschaftsfernen Öffentlichkeit genutzt werden kann. Unter dem Titel #BrainSnack treffen über Mittag in 45 Minuten niederschwellig und unkompliziert Menschen aus Wissenschaft, Forschung und Praxis mit Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Forschende stellen ihr Arbeitsgebiet im virtuellen Raum vor und gehen in den moderierten Austausch mit dem interessierten Publikum. Der Dialog findet auf Augenhöhe statt und man ist immer – wie in der Schweiz weit verbreitet – per “Du”. Die Themen von #BrainSnack sind vielfältig – von Epidemiologie und Soziologie bis zu Ernährungsforschung, Statistik, Biodiversität und Klima. Sie werden in Zusammenarbeit mit dem Verbund der Akademien der Wissenschaften Schweiz ausgewählt. Auch die Wünsche des Publikums werden mittels eines Fragebogens einbezogen.

Im Rahmen des Projekts “Die Zukunftsreporter” übertragen die Wissenschaftsjournalisten Rainer Kurlemann, Alexander Mäder und Carina Frey ein bewährtes analoges Debattenformat in den virtuellen Raum. Ziel ist es, auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen wegen Corona, im digitalen Raum interaktive Bürgerdialoge mit hohem Redeanteil aller Teilnehmenden und niedriger Partizipationsschwelle auszurichten und die wissenschaftsbasierte Diskussionskultur weiter zu stärken. Durch das digitale Format sind Debatten in größeren Gruppen möglich sowie die Teilnahme von Menschen unabhängig von geographischen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Das Themenspektrum reicht von Herausforderungen in der Pflege über Genchirurgie, die Klimakrise, Verkehrsplanung und Ernährung bis zur Künstlichen Intelligenz.