Lernen Sie die Projekte näher kennen

Im Sommer 2017 und 2018 förderte die Robert Bosch Stiftung eine dreitägige Sommerschule in Hue zum Thema Klimawandel und dessen Konsequenzen für die Region Zentralvietnam. Sie bot dreißig Studierenden und jungen Berufstätigen die Möglichkeit, sich mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Experten aus Vietnam, Deutschland und den USA auszutauschen. Die jungen Teilnehmer kamen aus fünf Provinzen Zentralvietnams, wo es solche Angebote nur selten gibt. Sie entwickelten nicht nur ein größeres Bewusstsein für den Klimawandel, sondern auch Ideen für eigene Projekte sowie zur Vernetzung von Aktivitäten zwischen ihren Provinzen. Zentrale Themen waren unter anderem der Einsatz erneuerbarer Energien in Vietnam, Küstenschutz und Küstenerosion, nachhaltige Formen der Landwirtschaft sowie die positiven Auswirkungen der Diskussion um Klimawandel auf Bereiche wie Gesundheit oder technolgische Innovationen (sog. Co-Benefits). 

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) und dem Mientrung Institute for Scientific Research (MISR) in Hue durchgeführt.

Lesen Sie den Bericht über die Summer School zum Klimawandel in Hue, Vietnam von unserem Partner UfU

In einer Gemeinde der zentralvietnamesischen Stadt Hue wurde in diesem Projekt die lokale Bevölkerung für das Thema nachhaltige und partizipative Stadtentwicklung sensibilisiert. Durch gemeinsame Aktivitäten mit politischen Entscheidungsträgern sowie Vertretern lokaler Organisationen und deren Mitgliedern wurden Möglichkeiten der transsektoralen und partizipativen Stadtentwicklung erprobt und auf lokaler Ebene das Bewusstsein für die Umwelt und nachhaltiges Handeln gestärkt.

Durchgeführt wurde das Projekt vom WWF Vietnam.

In Workshops in verschiedenen Städten Indonesiens kommen 90 junge Gründerinnen und Führungskräfte zivilgesellschaftlicher Organisationen zusammen, um sich weiterzubilden und über ihre Arbeit austauschen. Wie sie die Ressourcen ihrer Organisationen besser nutzen können - sei es das Wissen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Communities in denen sie arbeiten oder die eigenen finanziellen Ressourcen - ist dabei eine Kernfrage. Erfahrene Trainerinnen und Trainer der Partnerorganisation Penabulu Foundation vermitteln hierzu Denkanstöße. Durch das Zusammentreffen von NGOs aus unterschiedlichen Themenbereichen werden Erfahrungen verschiedenster Art geteilt. Über eine Online Plattform können sich die NGOs auch nach den Workshops über Online-Kurse weiterbilden und austauschen.

Das Projekt wird durch die Penabulu Foundation umgesetzt.

Zehn indonesische Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren werden zu Botschafterinnen und Botschaftern für religiöse Toleranz, Pluralismus und Demokratie ausgebildet. Sie kommen aus den Städten Jakarta, Wonosobo und Bojonegoro, die sich der weltweiten Initiative der "Menschenrechtsstädte" angeschlossen haben. Von Bloggern über politische Dichterinnen bis hin zu angehenden Richtern kommen junge Menschen zusammen, die in eigenen Initiativen die Toleranz in der indonesischen Gesellschaft fördern und den Zusammenhalt in ihrer Gemeinschaft stärken möchten. Sie werden bei der Umsetzung ihres Projekts begleitet und werden in Projektentwicklung, Rhetorik und Präsentationstechniken ausgebildet. Die Botschafterinnen und Botschafter unterstützen sich untereinander und erhalten zudem die Möglichkeit, ihre Projektvorschläge den Bürgermeisterinnen und Distriktvorstehern ihrer Städte sowie Entscheidungsträgerinnen aus nationalen Ministerien vorzutragen, sei es in sogenannten "Talkshows" oder über die Produktion eigener Videos. 

Unser Partner ist das International NGO Forum on Indonesian Development (INFID).

Die Folgen des Klimawandels sind in vielen indonesischen Städten schon sehr präsent, vor allem die Nordküste Javas ist an vielen Stellen stark von Überflutungen betroffen. Die Konsequenzen sind komplex, leidtragend sind häufig sozioökonomisch ohnehin benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Das Budget ist knapp und Stadtverwaltungen sind oft mit der Bewältigung des Problems überfordert. Um engagierte Bürgerinnen und Bürger miteinander und mit der lokalen Stadtverwaltung an einen Tisch zu bringen, veranstaltet unsere Partnerorganisation, das Partnership für Governance Reform (Kemitraan), offline und online Treffen, in denen Herausforderungen besprochen und Lösungen diskutiert werden können. So bekommen Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Verwaltung einen direkteren Eindruck der Probleme vor Ort. Gleichzeitig können sich kleinere Vereine und Initiativen zu Allianzen zusammenschließen, um ihr Anliegen besser zu vertreten. Behilflich sind ihnen hierbei eine Website und eine App, die den unkomplizierten Austausch ermöglicht und komplexe Daten zum Thema einfach verständlich aufbereiten.

Das Projekt ist ein Pilot und findet in Pekalongan, Zentraljava statt.

Sehen Sie in dieser Kurz-Dokumentation, wie sich der Klimawandel auf die Menschen in Pekalongan auswirkt. Das Video wurde von einer Gruppe junger Projektteilnehmender aus Pekalongan selbst gedreht.