Lernen Sie die laufenden Forschungsvorhaben kennen

Diese beiden Forschungsvorhaben haben sich 2016/17 im Wettbewerb der Ideen behauptet und unsere unabhängige Expertenjury überzeugt. Seit Herbst 2017 läuft die Forschung.

Land*Stadt Transformation gestalten

Wenn über Lebensräume gesprochen wird, wird oft zwischen "der Stadt" und "dem Land" unterschieden. Diese Unterscheidung greift jedoch oft zu kurz, denn verschiedene Lebensräume und ihre Bewohner beeinflussen sich gegenseitig. Diese räumlichen und sozialen Zusammenhänge müssen für erfolgreiche urbane Transformationen berücksichtigt werden.

Das Vorhaben "Land*Stadt Transformation gestalten" entwickelt und testet mit dem Konzept der "transformativen Zelle" einen Ansatz, der darauf abzielt, Verknüpfungen von städtischen und ländlichen Regionen systematisch zu erfassen. Dieser Ansatz basiert auf einer Analyse von Strömen, zum Beispiel von Personen, Waren, Rohstoffen, Informationen, etc. Dadurch können für Transformationen relevante Akteure sowie deren Handlungs- und Veränderungspotenziale erkannt werden.

Das Konzept der transformativen Zelle wird anhand von vier Reallaboren gespiegelt und getestet. Außerdem wird ein Forschungscamp durchgeführt. Ausgesuchte Transformationsprojekte sollen dann die strenge Stadt-Land Dichotomie in unterschiedlichen Handlungsfeldern überwinden. Die Projektaktivitäten werden durch wissenschaftlich-künstlerische Forschungs- und Interventionsformate fortwährend begleitet und in diesem Rahmen reflektiert.

Diskussion in der Projektgruppe
Tobias Bohm

Offene Stadt

Offenheit ist ein zentrales Thema aktueller gesellschaftlicher Debatten wenn es um Zugehörigkeit, Sicherheit oder Ressourcenverteilung geht. Diese Debatten werden gerade im städtischen Raum greifbar, weshalb Offenheit in der Stadtforschung eine wichtige Rolle spielt. Offenheit umfasst dabei drei miteinander verknüpfte Aspekte:

  • Offenheit von physischen Räumen
  • Offenheit sozialer, ökonomischer und ökologischer Systeme
  • Zukunftsoffenheit im Sinne einer zeitlichen Dimension
     

Das Vorhaben „Offene Stadt“ nimmt sich dieser drei Aspekte an und untersucht am Beispiel Berlins, welche neuen Zugänge, Strategien und Werkzeuge der Stadtentwicklung entstehen, wenn verschiedene Ansätze zur Offenheit von Stadt und Gesellschaft zusammengeführt werden.

Die grundlegende Frage ist: Welche Antworten bietet das Thema, wenn es systematisch in Stadtentwicklungsprozesse integriert wird? Die Forscher wollen Konzepte und Ansätze zu Offenheit von Stadt und Gesellschaft untersuchen, um damit den aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung zu begegnen und gleichzeitig offen für Entwicklungen in der Zukunft zu bleiben.

Arbeitsgruppe diskutiert
Tobias Bohm