Warum machen wir das Projekt?

Berichterstatter vor Ort und Auslandsredaktionen sind in vielen Medienunternehmen besonders hart von der Kürzung der Nachrichtenbudgets betroffen. Vor allem für freie Journalisten wird es zunehmend schwieriger, vertiefte Recherchen im Ausland zu finanzieren. Aber komplexe Themen machen nicht an Landesgrenzen Halt. Wir sind davon überzeugt, dass Cross-Border-Journalismus durch internationale Vernetzung und Zusammenarbeit nicht nur wesentlich zur Stärkung des Berufsstands beiträgt, sondern mittels einer differenzierten Berichterstattung über relevante Themen auch das internationale Verständnis zwischen Gesellschaften fördert.

Was wollen wir erreichen?

  • Stärkung des Cross-Border-Jourrnalismus

Mit „Reporters in the Field“ wollen wir die Methode des grenzüberschreitenden bzw. Cross-Border-Journalismus unter Medienschaffenden fördern. Darunter verstehen wir die gemeinschaftliche Recherche von Reportern aus unterschiedlichen Ländern zu Themen, die in mehr als einem Land relevant sind. Wir erwarten Teamkonstellationen, die jeweils passend zu dem bearbeiteten Thema zusammengestellt werden. Die Mitglieder eines Teams sollen ihre Fachkompetenz und lokale Expertise miteinander teilen, um ihre Berichte in sämtlichen betroffenen Ländern publizieren zu können.

  • Unterstützung von hochkarätigem Journalismus, der das Medienpublikum in ganz Europa anspricht

Unser Ziel ist es, durch die Förderung der Veröffentlichung von innovativen, grenzüberschreitenden Storys unter Medienkonsumenten und -produzenten eine Wertschätzung für differenzierte Berichterstattung zu schaffen. Dadurch wollen wir das Medienpublikum inspirieren und dazu befähigen, sich an grenzüberschreitenden öffentlichen Diskursen zu beteiligen. Das internationale Verständnis der unterschiedlichen Gesellschaften in Europa füreinander wird gestärkt durch Reportagen, die mehr als nur die Perspektive des eigenen Landes bieten.

Wie funktioniert das Projekt?

Nach der Auswahl durch eine unabhängige Fachjury, die sich aus erfahrenen Journalisten aus ganz Europa zusammensetzt, vergeben wir an die teilnehmenden Teams Rechercheförderungen von bis zu 8.000 €. Damit sollen Reise-, Kommunikations- und weitere Projektkosten gedeckt werden, die durch die Recherchetätigkeit entstehen. Die Teammitglieder müssen aus mindestens zwei europäischen Ländern stammen und Veröffentlichungen in Medien ihrer Wahl in diesen Ländern anstreben. Mindestens zwei Mitglieder jedes Teams beteiligen sich an einem Kickoff-Workshop in Berlin, bei der sie ihr Projekt und ihren Arbeitsplan in Beratungsgesprächen mit Experten für Cross-Border-Journalismus genauer definieren. Alle Mitglieder eines Teams sind eingeladen, sich dem Alumni-Netzwerk der Robert Bosch Stiftung und seinem Medien-Cluster anzuschließen, um auch weiterhin von Vernetzungs- und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu profitieren.

Die Workshops sowie die Kommunikation mit dem Programmbüro erfolgen in englischer Sprache, eine Teilnahme setzt daher fortgeschrittene Englischkenntnisse in Wort und Schrift voraus. Die Ergebnisse werden selbstverständlich in der Sprache der jeweils ausgewählten Medien veröffentlicht. Für die Workshops und andere Programmbestandteile werden allerdings englischsprachige Zusammenfassungen und Übersetzungen erwartet.