Warum machen wir das Projekt?

Der Zugang zu und Umgang mit Kunst und Kultur kann den Blick auf die Welt, sich selbst und andere verändern, die Dialogfähigkeit steigern und neue Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsperspektiven eröffnen. Gerade die komplexen gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit lassen sich durch Kulturelle Bildung bewusst gestalten und verarbeiten. Kulturelle Teilhabe ist somit ein Schlüssel zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und aktiver Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse.

Bisher gibt es jedoch keine unabhängige fachliche Expertise, die das Feld der Kulturellen Bildung aus einer interdisziplinären Perspektive betrachtet.

Was wollen wir erreichen?

Der Rat für Kulturelle Bildung soll Voraussetzungen, Qualität, Handlungsbedarfe und Perspektiven der Kulturellen Bildung in Deutschland aufzeigen und sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch in Politik, Wissenschaft und Praxis wirksam vertreten.

Die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Kultureller Bildung soll dadurch hervorgehoben und die Künste stärker in die bildungspolitische Diskussion miteinbezogen werden. Ästhetische Wahrnehmung und Gestaltung sollen als wirksame Teile des Bildungsprozesses in der öffentlichen Wahrnehmung platziert werden und als unverzichtbarer Bestandteil des alltäglichen, gesellschaftlichen (Zusammen-)Lebens und der allgemeinen Bildung Anerkennung finden. Kunst und Kultur sollen damit nicht nur ausgewählten gesellschaftlichen Gruppen, sondern allen Teilen der Bevölkerung zugänglich sein.

Wie funktioniert das Projekt?

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein von politischen und anderen Interessen unabhängiges, wissenschaftliches Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und Qualität von Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Als Expertenrat verfolgt er aktuelle Zusammenhänge und Entwicklungen und lotet sowohl individuelle als auch strukturelle Bedingungen für gelungene Kulturelle Bildung aus.

Derzeit besteht der Rat für Kulturelle Bildung aus 13 Vertretern aus den Bereichen Kulturwissenschaften, Pädagogik, Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Musik- und Literaturvermittlung, Medien, Literatur, Kunst, Musik, Tanz und Theater. Ihre fachliche Kompetenz bringen die Ratsmitglieder in die Beratung von Verantwortlichen und Handelnden aus künstlerischer Praxis, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ein. Sie geben Impulse, die gegebenen Strukturen kritisch aber konstruktiv zu hinterfragen, und zeigen Handlungsbedarfe und Entwicklungsperspektiven auf. Zudem spricht der Expertenrat konkrete Empfehlungen zu einschlägigen Themen der Kulturellen Bildung aus und positioniert sich in Vorträgen, bei Tagungen und Diskussionsrunden aktiv zu aktuellen kulturpolitischen Fragestellungen. Um den Informationsstand zu Kultureller Bildung in Deutschland zu verbessern, werden außerdem in jährlich erscheinenden Gutachten, Studien und Denkschriften die wissenschaftlichen Ergebnisse der Ratsarbeit zu langfristig relevanten Grundlagen und Wirkungen der Kulturellen Bildung praxisorientiert vorgestellt.

Wer steckt dahinter?

Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e.V.“ wurde im Jahr 2012 gegründet und wird zurzeit von einem Stiftungsverbund aus sieben im Bereich Kulturelle Bildung tätigen Stiftungen getragen: Der Bertelsmann Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung, der Karl Schlecht Stiftung, der PwC-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.