Warum machen wir das Projekt?

Das Zusammenleben und die gemeinsame Gestaltung der Gesellschaft von Einheimischen und Neuzuwanderern, anders gesagt die Integration, wird als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit betrachtet. Im Engagement mit Neuzuwanderern fühlen sich einerseits Einheimische häufig verunsichert und wissen nicht, wie sie Zuwanderung und den Zugewanderten begegnen sollen oder haben in ihrem Engagement viele offene Fragen bzw. sind teilweise resigniert. Andererseits haben Neuzuwanderer weiterhin nur selten die Gelegenheit sich mit ihren Ideen, ihrer Motivation und ihren Kompetenzen in die Zivilgesellschaft einzubringen und fühlen sich dadurch nicht willkommen. Dies manifestiert sich darin, dass viele Projekte und Organisationen, die in den vergangenen Jahren mit Neuzuwanderern gearbeitet haben, Lösungen "für" die Zielgruppe anstatt "mit" ihnen entwickelt haben, womit weitere Probleme einhergehen. Zudem dominiert in den Medien eine aktuell eher negative Berichterstattung über Neuzuwanderer, wobei das Thema Teilhabe nur noch selten eine Rolle spielt.

Was wollen wir erreichen?

Im Programm "Integration neu denken" von SINGA Deutschland und der Robert Bosch Stiftung werden zivilgesellschaftliche und kommunale Akteure in ihrem Engagement mit Flüchtlingen und Neuzuwanderern gestärkt, um Begegnungen auf Augenhöhe und Teilhabe vor Ort zu ermöglichen. Ziele des Programms sind es, dass die deutsche Zivilgesellschaft und ihre Institutionen inklusiver arbeiten, sodass echte Teilhabe von Neuzuwanderern in allen Gesellschaftsbereichen möglich ist und das Thema Teilhabe stärker in der öffentlichen Berichterstattung präsent ist. Die entwickelten guten Lösungsansätze sollen Inspiration für einen besseren gesellschaftlichen Zusammenhalt sein.

Wie funktioniert das Projekt?

Im Programm "Integration neu denken" wird SINGA Deutschland fünf zivilgesellschaftliche Projekte (Ehrenamtliche und ihre Initiativen/Organisationen) sowie kommunale Einrichtungen aus verschiedenen Regionen in Deutschland, die aktuell einer lokalen Herausforderung zum Thema Teilhabe gegenüberstehen, ein intensives Trainings- und Beratungsprogramm und eine gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen durch SINGA Deutschland anbieten. Die teilnehmenden Organisationen erhalten zudem eine Förderung von bis zu 10.000 Euro für die Umsetzung der Lösungsansätze. Des Weiteren sollen sie im Projektverlauf miteinander vernetzt werden.

Weitere Informationen zur Bewerbung: www.integration-neu-denken.de