Geförderte Projekte

Erfahren Sie mehr über die sieben zivilgesellschaftlichen Organisationen, die wir aktuell bei der Umsetzung digitaler Projekte unterstützen.

Das Projekt hat zum Ziel, Formate der Online-Interaktion zu entwickeln, um rechtsextrem-gefährdete/ -orientierte Jugendliche anzusprechen und Distanzierungsimpulse weg von menschenfeindlichen Einstellungen zu bewirken. Es werden Jugendliche in den Blick genommen, die Gefahr laufen, sich rechtsextrem zu radikalisieren. Distanz e.V. ist eine Ausgründung von cultures interactive e.V., welcher seit 2005 in der Prävention von Rechtsextremismus tätig ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Erfahrungen im Bereich der Intervention von demokratiefeindlichen Einstellungen, insbesondere in der pädagogischen Auseinandersetzung in den Maßnahmen von jugendkulturellen Workshops und Distanzierungstrainings. Das Projekt hat zum Ziel, die Methoden der Offline-Welt auf die Online-Interaktion mit Jugendlichen zu übertragen. Distanz e.V. hat durch eigene Angebote und ein breites bundesweites Netzwerk die Möglichkeit, die Betreuung auch offline im Rahmen von Distanzierungstrainings weiter zu führen. Das Vorhaben wird in Kooperation mit dem Forschungsverbund-RadigZ (Radikalisierung im digitalen Zeitalter) sowie den digitalen Pionieren und Spezialisten von Diskutier mit mir e.V. entwickelt.

Weitere Informationen: www.distanz.info/distanztraining

Die Stiftung Bethel möchte neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen schaffen. Hierzu soll eine digitale Dienstleistung geschaffen werden, in der Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung Internetseiten auf Barrierefreiheit prüfen und Webagenturen in der Entwicklung neuer Internetseiten unterstützen. Es soll erreicht werden, dass Barrieren im Internet abgebaut und Firmen in der freien Wirtschaft für das Thema Barrierefreiheit im Internet sensibilisiert werden. Zudem soll die Sichtweise auf Menschen mit Behinderung hin zu einem ressourcenorientierten Blickpunkt geschärft werden, bei dem nicht die Einschränkungen zum Thema gemacht werden, sondern die Fähigkeiten.

Weitere Informationen: www.bethel.de

Die Lebenshilfe Heinsberg e.V. möchte eine barrierefreie Koch-App in leichter/ einfacher Sprache entwickeln lassen. Da viele Menschen mit geistiger Behinderung die existierenden Kochportale im Internet nicht nutzen können, soll die barrierefreie Koch-App mehr Teilhabe, mehr Inklusion und mehr Selbstständigkeit bieten. Die App soll für alle nutzbar sein; so können zum Beispiel auch Flüchtlinge, die die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, davon profitieren. Zudem sollen Kochkurse angeboten werden, in deren Rahmen Menschen mit Behinderung im Umgang mit Tablets und der App geschult werden.

Weitere Informationen: www.lebenshilfe-heinsberg.de

Um den Übergang ins Erwachsenenleben zu meistern, sind junge Menschen auf erhebliche soziale und familiäre sowie materielle Unterstützung und Rückhalt angewiesen. Für junge Menschen, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen konnten und sich in der Phase des Übergangs von der Jugendhilfe in ein selbstständiges und -bestimmtes Leben befinden, sogenannte Careleaver, ist dieser Lebensabschnitt besonders vulnerabel und anfällig für existentielle Krisen.

Die Social Impact gGmbH wird als Teil der Initiative Brückensteine Careleaver in einem Projekt die Möglichkeiten digitaler Produktentwicklung für die Befähigung und Aktivierung der Zielgruppe Careleaver und der Zivilgesellschaft in den Fokus nehmen. Die dahinterstehende Frage ist: Inwieweit kommt eine digitale Lösung für die Begegnung der Bedürfnisse der Zielgruppe bzw. Stakeholder in Betracht? In der Förderphase wird die strategische Planung, Konzeption und Grundlagenentwicklung für ein späteres Minimum Viable Product durchgeführt. Wir möchten die digitalen Möglichkeiten für den Bereich Leaving Care ausloten, um Careleaver in ihrem Übergang zu einer selbstbestimmten und selbstverantwortlichen Lebensführung zu befähigen und die Nutzung von Apps oder anderen Technologien im sozialen Bereich vorantreiben.

Weitere Informationen: www.brueckensteine.de

Die gemeinnützige Gesellschaft Curatorium Altern gestalten engagiert sich mit aktiven Beiträgen für die Bedarfe einer langlebigen Gesellschaft. Ihr Ziel ist die gesellschaftliche Kultur- und Medienteilhabe für mehr Vielfalt und Lebensqualität im hohen Alter. SILBERFILM wurde ins Leben gerufen, um den Bedürfnissen des wachsenden Anteils Hochbetagter und Menschen mit Demenz gerecht zu werden. Für diese Zielgruppen gibt es noch wenig kulturelle Angebote, insbesondere keine alters- und demenzsensible Kinoprogrammreihe. Im Projekt Silberfilm fördern wir die soziokulturelle Teilhabe mit einem mediengerontologischen Filmkonzept und einem generationsverbindenden Kulturangebot.

Ziel ist die Begegnung und Aktivierung von Menschen aus dem häuslichen, (teil-)stationären Pflegebereich einschließlich deren An- und Zugehörigen im öffentlichen Kino, um Normalität und Inklusion im Alltagsleben zu ermöglichen. Das gelingt uns derzeit an sechs bayrischen Standorten.

Curatorium Altern gestalten steht nun an dem Punkt, dass die Mitarbeitenden das Projektwissen mit Unterstützung digitaler Wege und Prozesse transferieren möchten, um deutschlandweite Standortpartnerschaften für das einzige Kinoteilhabe- und Filmkonzept aufzubauen. Nur über die Einbeziehung digitaler Lösungen wird es gelingen, das Projektwissen und die Projektbegleitung nachhaltig für die Standorte zu sichern.

Weitere Informationen: www.silberfilm.info

In 2008 hat der Verein Kultur für ALLE e.V. in Frankfurt am Main den Kulturpass eingeführt, der Menschen, die von staatlicher Grundsicherung leben, wieder die Teilhabe am kulturellen Leben ermöglicht. In den letzten zehn Jahren wurden über 27.000 Menschen mit einem Kulturpass ausgestattet, die damit bei fast 200 Kulturinstitutionen zum Preis von einem Euro willkommen sind. Der Kulturpass wird in der Partnerschaft mit über fünfzig sozialen Trägern vertrieben. Er kostet einen symbolischen Euro und gilt ab Antragstellung zwölf Monate. Dieses erfolgreiche System soll auf das ganze Bundesland Hessen ausweitet werden. Dies bedeutet, Kulturinstitutionen im gesamten Bundesland zu gewinnen, den Kulturpass zu den genannten Konditionen zu akzeptieren wie auch landesweit ein Vertriebssystem mit Sozialpartnern in Städten und Landkreisen aufzubauen.

Weitere Informationen: www.kulturpass.net

In ganz Deutschland gibt es derzeit ca. 30 Refugee Law Clinics (RLCs) und noch mehr Law Clinics (LCs) insgesamt. Sie unterscheiden sich in ihrer Grundstruktur – unabhängige Vereine oder an Universitäten angeschlossene Projekte – und ihrem Verwaltungsablauf. Gemeinsam haben sie aber das Ziel, kostenlose Rechtsberatung für sozial Benachteiligte anzubieten. Für diese Tätigkeit ist eine professionelle und datenschutzrechtlich konforme interne Akten- und Organisationsverwaltung sowie eine effiziente Kommunikation zwischen den Mitgliedern bzw. Beratern essentiell. Zurzeit bewältigen die (R)LCs diese internen Verwaltungs- und Kommunikationsaufgaben mehr oder weniger professionell über verschiedene Tools wie Confluence, Dropbox, Slack, WhatsApp, MeinVerein oder lediglich mit Papierakten.

Aus diesem Grund möchte der Refugee Law Clinics Deutschland e.V. als Bundesverband aller RLCs ein zentrales Akten- und Organisationsverwaltungssystem entwickeln, das den verschiedenen Organisationsstrukturen der (R)LCs Rechnung trägt, für alle Organisationen individuell anpassbar und intuitiv nutzbar ist, die Nutzung anderer Tools obsolet macht und den Austausch untereinander fördert.

Weitere Informationen: http://rlc-deutschland.de/laworga