Deutscher Schulpreis 2026: 15 Schulen für das Finale nominiert
- Preisgelder von insgesamt rund 300.000 Euro werden für herausragende Schulkonzepte vergeben.
- Bundeskanzler Friedrich Merz überreicht die renommierte Auszeichnung am 29. September 2026 in Berlin.
- Robert Bosch Stiftung und Heidehof Stiftung verleihen den wichtigsten Preis für deutsche Schulen zum zwanzigsten Mal.
Berlin/Stuttgart, 18. Juni 2026 – Ob in der Stadt oder auf dem Land, ob groß oder klein: Überall in Deutschland gibt es Schulen, die mit schlauen Ideen und viel Herzblut den Unterricht jeden Tag besser machen. 15 von ihnen stehen nun im Finale des Deutschen Schulpreises 2026. Sie zeigen, wie gute Schule heute geht und wurden von einer rund 50-köpfigen Jury aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Verwaltung für das Finale des Wettbewerbs ausgewählt. Die Schulen kommen aus Baden-Württemberg (2), Bayern (4), Berlin (1), Hamburg (1), Hessen (2), Niedersachen (1), Nordrhein-Westfalen (2), Schleswig-Holstein (1) und Thüringen (1).
Mit dem Deutschen Schulpreis zeichnen die Robert Bosch Stiftung GmbH und die Heidehof Stiftung GmbH in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal die besten Schulen Deutschlands aus. Kooperationspartner sind die ARD und die ZEIT Verlagsgruppe.
Preisverleihung mit Bundeskanzler Friedrich Merz
Die nominierten Schulen nehmen an der feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzler Friedrich Merz am 29. September 2026 in Berlin teil. Dann wird bekannt gegeben, wer die begehrten Auszeichnungen erhält. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, fünf weitere Preise mit jeweils 30.000 Euro. Alle weiteren nominierten Schulen erhalten einen Anerkennungspreis von 5.000 Euro. Die Verleihung wird live übertragen.
Anspruchsvolles Auswahlverfahren
Der Weg ins Finale war anspruchsvoll. Aus 87 Bewerbungen wählte die Jury im April 2026 zunächst 20 Schulen für die engere Auswahl aus. In den vergangenen Wochen besuchten Juryteams diese Schulen, um sich vor Ort ein umfassendes Bild zu machen. Die Expert:innen führten Gespräche mit Lehrkräften, Schüler:innen und Eltern, hospitierten im Unterricht und erlebten schulische Projekte. Auf Basis dieser Besuche nominierte die Jury nun die 15 Finalist:innen.
Die nominierten Schulen:
- Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen, 78532, Baden-Württemberg
- Heinrich-Schickhardt-Gemeinschaftsschule Bad Boll, 73087, Baden-Württemberg
- Hans-Carossa-Grundschule Heining-Schalding in Passau, 94036, Bayern
- Hans-Leipelt-Schule Donauwörth, 86609, Bayern
- Mittelschule Altdorf in Altdorf, 90518, Bayern
- Nymphenburger Schulen in München, 80638, Bayern
- Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Berlin, 10439, Berlin
- Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg, 21107, Hamburg
- Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf, 64546, Hessen
- Georg-Christoph-Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel, 63486, Hessen
- Oberschule Berenbostel in Garbsen, 30827, Niedersachsen
- Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen, 59192, Nordrhein-Westfalen
- Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg, 58730, Nordrhein-Westfalen
- Kurt-Tucholsky-Schule Flensburg, 24943, Schleswig-Holstein
- Staatliche Grundschule Tannroda in Bad Berka, 99438, Thüringen
Weitere Informationen zu den Nominierten
Auszeichnung mit Strahlkraft
Der Deutsche Schulpreis gilt als anspruchsvollste Auszeichnung für gute Schulen in Deutschland. Die Jury bewertet sechs Qualitätsbereiche: „Unterrichtsqualität“, „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Verantwortung“, „Schulleben und Netzwerke“ sowie „Lernende Schule“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kennzeichen guter Schulqualität allgemein anerkannt.
Seit 2006 haben sich mehr als 2.800 Schulen beworben. Der Preis wirkt dabei weit über die Gewinnerschulen hinaus: Die prämierten Konzepte werden über das Deutsche Schulportal, Fortbildungen und Publikationen bundesweit zugänglich gemacht. Bewerberschulen können 15 Monate lang im Forum des Deutschen Schulpreises intensiv an ihrer Unterrichtsentwicklung arbeiten. Das Hospitationsprogramm ermöglicht allen Lehrkräften in Deutschland Einblicke in die Arbeit der Preisträgerschulen – so entsteht ein Kreislauf, in dem sich gute Schulpraxis verstärkt und verbreitet.