Leipziger Buchmesse 2017

Beim Frühjahrslesefest auf der Leipziger Buchmesse präsentierte die Robert Bosch Stiftung literarische Lesungen der Grenzgänger-Autoren, Gespräche mit den aktuellen Chamisso-Preisträgern und ein Übersetzertreffen. Der Programmschwerpunkt "Europa21. Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen" setzte einen Fokus auf aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Europa.

Robert Bosch Stiftung | März 2017
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Rainer Justen

Wir in Europa - Wofür wollen wir einstehen?

Dieser Frage widmete sich die zweite Auflage des Programmschwerpunkts "Europa21. Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen". Die von Esra Küçük kuratierte Veranstaltungsreihe fragte nach dem "WIR" in Europa und danach, wie der Zusammenhalt gestärkt werden kann. Im Zentrum von "Europa21" standen sechs Salongespräche, an denen u.a. die Schauspielerin Katja Riemann, der designierte Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen Martin Roth und die Integrations- und Migrationsforscherin Naika Foroutan teilnahmen. Sie diskutierten über die Debattenkultur in Deutschland und Europa, über die Formen und Versprechen von Demokratie sowie die damit verbundenen Hoffnungen und Enttäuschungen. Die Mitschnitte der Salongespräche sind auf der Internetseite von Europa21 zu finden.

Stimmen von der Leipziger Buchmesse

Teil des Programms waren zudem Werkstattgespräche mit Autoren aus der Türkei, Moldau und Israel, die einen persönlichen Einblick in ihren Alltag und das Schreiben in bewegten Zeiten gaben. Eröffnet wurde "Europa21" mit der ironischen Performance "Europa - Wir müssen reden" von Idil Nuna Baydar. Zum Abschluss des Programmschwerpunkts zeigte das Stück "Fuck You Eu.ro.pa/ Fuck You Moldova!" von Nicoleta Esinescu und Marine Frenk die Suche einer jungen Moldauerin nach ihrer Identität, zerrissen zwischen den Idealen der ehemaligen Sowjetunion und dem Hoffen auf Europa.

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