Digitalisierung gemeinsam anpacken

Wie kann Vereinen, Bürgerinitiativen, Stiftungen und Verbänden die Digitalisierung gelingen – in der eigenen Organisation und für ihre gemeinnützige Arbeit? Der digitale Wandel bietet der Zivilgesellschaft viele Chancen, die bislang zu selten genutzt werden. Auf dem „Digital Social Summit“ diskutierten Akteure des Dritten Sektors, wie sie sich in die aktuelle Debatte um die Digitalisierung einbringen und ihren Interessen Gehör verschaffen können.

Robert Bosch Stiftung | Februar 2019
Henning Schacht

Mehr Kooperation und Wissensaustausch: Die Teilnehmer auf dem Digital Social Summit teilten ihr Know-how und profitierten vom Austausch über das digitale Zeitalter.

Komplett ausgebucht und eine lange Warteliste: Der Digital Social Summit zeigte das große Interesse in der Zivilgesellschaft an dem Thema Digitalisierung. 400 Akteure aus Vereinen, Bürgerinitiativen, Stiftungen und Verbänden kamen zum ersten Digitalgipfel des Dritten Sektors nach Berlin, um sich in interaktiven Workshops, Experten-Sprechstunden, Best-Practice-Präsentationen und Diskussionen auszutauschen. In verschiedenen Panels mit Schwerpunkten wie „den ländlichen Raum vernetzen“ oder „Datenpotenziale ausschöpfen“ gab es Gelegenheit, um Erfahrungen zu teilen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu finden.

Henning Schacht

Viel Neugierde, Austausch und Wandel. Der erste Digital Social Summit stand ganz unter dem Motto „gemeinsam mehr erreichen“.

Der Dritte Sektor braucht eine Strategie für das digitale Zeitalter

Bislang steht der Großteil der gemeinnützigen Organisationen in Deutschland beim Thema Digitalisierung noch am Anfang. Doch immer mehr erkennen, dass der digitale Wandel auch sie im Kern betrifft. Die Zivilgesellschaft ist digital bereits aktiv: Stiftungen, Vereine und Non-Profit-Organisationen machen ältere Menschen fit für die digitale Welt, sensibilisieren Schulklassen für den Datenschutz oder ermöglichen Bedürftigen den Zugang zu Hardware. Dabei gibt es digitale Themen, in denen das Engagement der Zivilgesellschaft besonders gefragt ist. Beispiele sind der Zugang zu Netz und Technik, die Vermittlung digitaler Kompetenzen und der Schutz der Persönlichkeit im Digitalen Raum. Für den Digital Social Summit setzten die Veranstalter auf die bereits vorhandene Expertise in der deutschen Zivilgesellschaft. So zeigten digitale Vorreiter, wie sie mithilfe digitaler Tools junge Menschen für gesellschaftliches Engagement gewinnen, neue Fördergelder auftreiben oder dem Vereinssterben auf dem Land entgegenwirken.

Eindrücke vom Summit können Sie auf der Social Wall verfolgen

Lesen Sie unseren Report zum Thema

Digitalisierung braucht Zivilgesellschaft

Digitalisierung ist allgegenwärtig. Sie ist auch im Alltag der meisten gemeinnützigen Organisationen angekommen....