„Wir schaffen das!“ Erfolgreiche Teamarbeit für den Deutschen Schulpreis

Die jährliche Verleihung des Deutschen Schulpreises ist ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Robert Bosch Stiftung. Alle eingeladenen Schulen und die rund 500 Gäste fiebern dem Termin entgegen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Themenbereichs Bildung und der Stabsstellen bereiten ihn minutiös vor. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen ist konsequente Teamarbeit. Die Beteiligten berichten, wie sie funktioniert.

Robert Bosch Stiftung | Mai 2019
Kinder sitzen im Kreis
Traube47

„Mit einem knappen Jahr Vorlaufzeit bis zur Preisverleihung planen wir den Termin nahezu komplett durch“, sagt Andrea Preußker, Senior Projektmanagerin und seit 2012 mit ihrem Team verantwortlich für den Deutschen Schulpreis. Denn dem Tag geht ein mehrmonatiger, aufwendiger Prozess mit Ausschreibung, Schulbesuchen und Juryentscheidungen voraus. Wenn in Berlin die Preise übergeben werden, hat bereits die Ausschreibung für den nächsten Wettbewerbsdurchgang begonnen. „Die Preisverleihung selbst ist unser jährliches mediales Highlight und wie ein Leuchtturm, der weit ausstrahlt“, so Preußker. Für die wirkungsvolle Strahlkraft sorgt das eingespielte Team.

Partner seit 2006: die Heidehof Stiftung

Michael Brenner, Geschäftsführer der Heidehof Stiftung, formuliert es so: „Sollte man ein Motto für das Team des Deutschen Schulpreises suchen, so wäre ‚Wir schaffen das‘ sicher passend. Nichts scheint zu viel, nichts unmöglich zu bewältigen.“ Jede Einzelne und jeder Einzelne habe „hier unterschiedliche Talente, die klug geführt, zum Erfolg führen.“ Andrea Preußker schätzt die Zusammenarbeit mit der Heidehof Stiftung. „Die Partnerschaft mit der von Robert Boschs Kindern gegründeten Stiftung steht für die enge Verbundenheit der Familie Bosch mit Bildungsthemen allgemein und dem Deutschen Schulpreis im Besonderen. Das ist eine große Motivation für uns alle.“ Zumal es inzwischen längst nicht mehr nur um den Preis allein gehe.

Viel mehr als nur ein Preis

Mit dem Deutschen Schulpreis zeichnen Robert Bosch Stiftung und Heidehof Stiftung – gemeinsam mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe – gute Schulen und ihre innovativen Schulkonzepte aus. Aus dem 2006 begründeten Wettbewerb ist ein bundesweites Netzwerk von exzellenten Schulen, Schulpraktikern und Bildungswissenschaftlern entstanden. Sie eint ein großes Ziel: die Schulentwicklung in Deutschland voranzutreiben.

Grundlage des Wettbewerbs ist ein umfassendes Bildungsverständnis, das in sechs Qualitätsbereichen zum Ausdruck kommt: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.

Die Deutsche Schulakademie, eine Tochter der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung, bereitet die Konzepte der ausgezeichneten Schulen auf und organisiert Fortbildungsmaßnahmen und Schulentwicklungsangebote, um mit dem Wissen aus den Preisträgerschulen anderen Schulen Impulse zu geben, die eigene Schulentwicklung in die Hand zu nehmen. Das Deutsche Schulportal stellt als Onlineplattform die erfolgreichen Konzepte der Preisträgerschulen einer breiten Öffentlichkeit vor.

Professionell, pragmatisch, schnell, humorvoll

„Die Zusammenarbeit ist geprägt von der Schnelligkeit des Projekts“, berichtet Kristin Görlitz (Deutsche Schulakademie). „Das bedeutet nicht selten, dass gemeinsam priorisiert werden muss, um in der Dichte der Aufgaben und Fristen, einander die Bälle gut zuspielen zu können. Dabei braucht es nicht immer viele Worte – das schätze ich sehr an unserem Team. Wir können pragmatisch und schnell Entscheidungen treffen, dabei stets mit Humor und gesundem Menschenverstand auch anspruchsvolle Zeiten meistern.“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere hochrangige Politiker übergeben im Wechsel den bekanntesten, anspruchsvollsten und höchstdotierten Preis für gute Schulen im Land. Derartige Prominenz fordert das Team noch zusätzlich.

Wer macht was?

„Ich verantworte mit meinen DSP-Kollegen den inhaltlichen Teil der Veranstaltung: Dazu zählt der Ablauf der Veranstaltung, das Briefing der Moderatoren und Referenten, das Erstellen der Publikationen rund um die Preisverleihung, die Koordination der nominierten Schulen und auch das Teilnehmermanagement und das Placement der Gäste. Das alles geschieht in enger Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Bereiche.“

„Gemeinsam mit Andrea Preußker bilde ich das für die Veranstaltung verantwortliche Tandem. Wir stimmen uns eng zu Planung und Umsetzung der Preisverleihung ab, von der Auswahl der Location bis zum Teambriefing am Veranstaltungstag. Meine wichtigsten Aufgaben sind, alle Dienstleister anzufragen und zu beauftragen sowie die Koordination aller Gewerke im Vorfeld und vor Ort.“

„Mit dem Deutschen Schulpreis wollen wir das Spotlight auf die hervorragende Arbeit der Preisträgerschulen richten. Damit andere Schulen von ihren Ideen lernen können, brauchen wir eine Bühne und die entsprechende Aufmerksamkeit. Das gelingt durch die TV-Sendung und über die zahlreichen Medienberichte. Dafür müssen wir Journalisten auf das Thema aufmerksam machen und die passenden Inhalte anbieten.“

„Ich bin für die Online-Kommunikation zuständig. Konkret umfasst dies die Webseite des Deutschen Schulpreises (deutscher-schulpreis.de) und die Social Media-Kanäle (Facebook und Instagram). Daneben steuere ich in der Deutschen Schulakademie die redaktionellen Beiträge auf dem Deutschen Schulportal.

„Die Heidehof Stiftung als Partner des Schulpreises beteiligt sich zunächst mit personellen Ressourcen und deren Finanzierung. Wir versuchen außerdem, an so vielen Schulbesuchen wie möglich teilzunehmen. Wir unterstützen das Team bei Bedarf in der Bereitstellung von externen Ressourcen und können aufgrund unserer kleinen Struktur schnell und unkompliziert helfen. Der Deutsche Schulpreis hat für unsere Stiftung und unsere Gesellschafter einen hohen Stellenwert im Stiftungsgeschehen.“

Was sind die Herausforderungen?

„Das Veranstaltungsmanagement der Stiftung setzt jedes Jahr rund 400 Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnung um, deren Planung und Organisation zum Teil parallel verlaufen. Das A und O ist dabei eine sehr gute Aufgaben- und Zeitplanung.“

„Die letzten Wochen sind schon besonders aufregend: Telefone laufen heiß, alle sind neugierig auf die Preisträger und jeden Tag kommt eine neue Überraschung um die Ecke. Als Stabsstelle müssen wir uns aber auch während dieser heißen Phase um alle anderen Anliegen der Stiftung kümmern. Das fällt besonders direkt nach der Preisverleihung auf: Während die Kulissen abgebaut werden, arbeiten wir schon wieder am nächsten Thema.“

„Ich arbeite in zwei Projekten, die sehr dynamisch sind und schnelldrehende Inhalte produzieren. Sowohl der Deutsche Schulpreis, als auch das Deutsche Schulportal haben eine hohe Reichweite und erfahren viel öffentliche Aufmerksamkeit – das spornt an, ist aber natürlich auch immer ein Stressfaktor.“

„Mich erstaunt immer wieder, wie es dem Team gelingt, so viele „Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten“, ohne dass es zu nach außen erkennbaren Verlusten kommt. Erfolgsmerkmal hierfür ist sicher eine kluge Ressourcensteuerung, aber auch das Erkennen von Grenzen. Hierdurch zeichnet sich ein Team und vor allem eine Teamführung auch aus: Das Erkennen der Belastungsgrenzen und das rechtzeitige Signalisieren, wenn es zu Überforderungssituationen kommt oder kommen könnte. Bei aller Begeisterung und dem „Brennen“ für die Themen des Teams muss hier die Teamleitung achtsam sein. In solchen Situationen bereit zu sein, auch interne oder externe Hilfe anzufordern und dies auch rechtzeitig einzuplanen gehört ebenfalls zu den Grundvoraussetzungen des Teamerfolgs.“

Team-Spirit und ausgezeichnete Arbeitsqualität

„Bei solchen Großveranstaltungen kann keiner alles im Blick haben“, macht Pressereferent Michael Herm deutlich. Das gehe nur in einem Team, in dem jeder seine Aufgaben kenne und sich auf den anderen verlassen könne. Das wiederum „stärkt natürlich auch den Team-Spirit, denn allen ist bewusst, dass der Erfolg des großen Ganzen von jeder einzelnen Hand mitgetragen wird.“ Diana Fromm vom Veranstaltungsmanagement der Stiftung nennt drei Aspekte, die den Erfolg ausmachen: „Hohe Verlässlichkeit im Team, ausgezeichnete Arbeitsqualität aller Beteiligten und die umfangreiche Expertise aus den Vorjahren.“ Und für die Hauptverantwortliche Andrea Preußker ist der Moment nach der Preisverleihung etwas ganz Spezielles: „Ich sitze dann im Taxi auf dem Weg zum Flughafen, völlig erschöpft und stolz auf das, was wir wieder gemeinsam geschafft haben. Es macht mir große Freude, mit diesem wunderbaren Team an diesem tollen Projekt zu arbeiten.“