„Unser größter Erfolg ist der Mannschaftsspirit!“

Seit 2012 gibt es den Sport- und Kulturverein Süd-Connection e.V., die Fußballmannschaft der Robert Bosch Stiftung. Anda Ruf und Michael Redbrake, leidenschaftliche Stiftungskicker, erzählen vom Training, dem Spirit und dem Teamgedanken der Mannschaft, der auch im Arbeitsalltag wirkt.

Robert Bosch Stiftung | Juli 2018

Die Mannschaft des Sport- und Kulturvereins Süd-Connection e.V. beim Ruhr-Cup in Essen – ein Fußballturnier für einen guten Zweck, an dem Stiftungen aus ganz Deutschland teilnehmen.

Jeden Montag gegen 17.00 Uhr herrscht in einigen Büros der Robert Bosch Stiftung emsige Aufbruchsstimmung. Rund 20 Mitarbeiter zwischen 25 und Anfang 60 treffen sich vor dem Gebäude zu Fahrgemeinschaften. Denn pünktlich um 17.30 Uhr wollen sie als Mitglieder des Sport- und Kulturvereins Süd-Connection e.V. (gegründet 2012), auf dem Platz stehen und Fußball spielen. „Wir sind Freizeitkicker unterschiedlicher Spielniveaus, die der Spaß am Fußball zusammengeführt hat“, erklärt Anda Ruf, Vereinsvorsitzende bis März 2018 und einst aktive Jugendspielerin. „Freizeitkicker, das stimmt schon“, ergänzt Michael Redbrake, ihr Nachfolger an der Vereinsspitze. „Aber durchaus mit echten sportlichen Zielen. Denn wir verbessern unsere Leistungsfähigkeit und Ausdauer durch das körperliche und kognitive Training deutlich.“

Spielfreude und sportlicher Anspruch

Ihre Spielfreude und den sportlichen Anspruch setzen die Aktiven konsequent um: von April bis Ende September auf einem Rasenplatz wenige Autominuten von der Stiftung entfernt; die restliche Zeit in einer Sporthalle der Stuttgart International School im Stadtteil Degerloch. „Es war gar nicht leicht, Trainingsorte zu finden“ erinnert sich Anda Ruf. Manche Stiftungskicker sind wie sie schon mehrere Jahre dabei, andere bleiben nur kurz, zum Beispiel die Hospitanten der Stiftung. Aus fast allen Abteilungen und Hierarchiestufen kommen die Fußballfreunde. Anda Ruf ist Projektmanagerin im Bereich „Völkerverständigung Amerika und Asien“, Michael Redbrake arbeitet als Jurist im Zentralbereich. „Männer sind in der Überzahl“, erzählt Anda Ruf. „Aber wir hatten schon immer einen starken weiblichen Anteil, auch wenn dieser aktuell etwas zurückgegangen ist. Wir werben kräftig und hoffen auf weitere weibliche Zugänge.“ „Wir sind immer offen für neue Gesichter“, bestätigt Michael Redbrake. Dazu gehören manchmal auch Familienmitglieder oder Alumni aus einem Förderprogramm.

Turnier für Stiftungsmannschaften

Das wichtigste Ereignis für die SKV Süd-Connection ist immer im Frühsommer der Ruhr-Cup in Essen, ein Turnier für Stiftungsmannschaften aus ganz Deutschland. Dafür legen sich alle besonders ins Zeug. Trainer Markus Lux aus dem Bereich „Völkerverständigung Europa und seine Nachbarn“ feilt dann intensiv an der strategischen Ausrichtung seiner Elf. „Das ist unser Highlight“, meint Anda Ruf. „Wir sind zwei Tage als Mannschaft hochmotiviert zusammen.“ Zum Sieg habe es bisher leider nicht gereicht. Aber: „Unser größter Erfolg ist der Mannschaftsspirit“, so Ruf. Der zeige sich nicht nur auf dem Platz, sondern ebenso in der „3. Halbzeit“, wenn nach dem Training alle noch zusammensitzen.

Positive Auswirkungen auf Stiftungsarbeit

„Dieser Teamgedanke überträgt sich auch auf die Arbeit in der Stiftung“, ist Michael Redbrake überzeugt. „Der Blick für den Anderen wird geschärft und spontane Hilfe im Alltag wird viel selbstverständlicher.“ „Wie im Spiel eben auch“, sagt Anda Ruf. „Bei uns hilft jeder, egal welche Spielstärke, dem Anderen auf dem Feld.“ Einen Pluspunkt sieht sie auch bei der internen Kommunikation. Man lerne Kollegen, mit denen es in der 200-köpfigen Organisation wenige fachliche Berührungspunkte gibt, besser kennen. Zur Fußball WM stieg auch bei der SKV Süd-Connection die Vorfreude. „Wir haben für ein Nachmittagsspiel der deutschen Mannschaft ein Public Viewing in der Stiftung organisiert“, erzählt Anda Ruf. Das habe vor vier Jahren auch schon gut geklappt. Natürlich drückten alle Deutschland die Daumen - vergebens. Und sonst? „Island war unser Geheimtipp“, sagt Michael Redbrake.

Michael Redbrake und Anda Ruf
Michael Fuchs

Michael Redbrake und Anda Ruf übertragen den Teamgedanken vom Fußball auf die Zusammenarbeit in der Stiftung.