Prävention, Begleitung und Hilfe: Das Betriebliche Gesundheitsmanagement motiviert und unterstützt in vielfältigen Lebenslagen

Gesundheit ist unser wichtigstes Gut und Voraussetzung für unser eigenverantwortliches Handeln im privaten wie beruflichen Kontext. So lange wir darüber beschwerdefrei verfügen, ist es für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Erst wenn sie fehlt, bemerkt man, wie wichtig sie ist und dass es gut gewesen wäre, vorher etwas dafür zu tun. Jennifer Hartisch und Kerstin Palauro geben darüber Auskunft, was die Stiftung im Bereich Gesundheit für ihre Mitarbeiter tut.

Robert Bosch Stiftung | Juli 2018

Die Robert Bosch Stifung bietet ihren Mitarbeitern verschiedene Sport- und Freizeitangebote an, um einen Ausgleich zum Arbeitsalltag zu schaffen und die Gesundheit zu fördern.

Grippeschutzimpfung, Stuttgarter Firmenlauf, Rückentraining vor oder nach der Arbeit, ein gesundheitsförderndes Führungsverhalten oder die spezialisierte Betreuung bei einer Krebserkrankung im stiftungseigenen Robert-Bosch-Krankenhaus – das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Robert Bosch Stiftung nimmt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer individuellen Situation in den Blick. „2016 haben wir unsere vielfältigen Angebote und Aktionen in eine Systematik gebracht und seither stetig weiterentwickelt“, erklärt Jennifer Hartisch. Sie kümmert sich in der Personalabteilung unter anderem um dieses Thema, wie auch ihre Kollegin Kerstin Palauro.

Leichter Zugang und attraktive Angebote

Die Vielfalt betreffe nicht nur die Inhalte, so Hartisch und Palauro, sondern gelte auch für die Formate, die oft gemeinsam mit der Bosch Betriebskrankenkasse oder externen Partnern gestaltet werden. „Unser Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen. Wir möchten die Mitarbeiter anregen, sich im Sinne ihrer Gesundheit auf etwas Neues einzulassen, was sie dann im Privaten idealerweise kontinuierlich weiterführen.“ Daher gestalte man den Zugang so einfach wie möglich. Zum Beispiel am jährlichen Gesundheitstag, wenn es während der Arbeitszeit Schnuppertraining, Gesundheitstipps oder kurzweilige Mitmachaktionen gibt. Oder durch enge Absprachen zur gesunden Ernährung mit dem Kantinenbetreiber. Oder mit einem Bewegungsparcours rund um das Stiftungsgebäude, wenn nach dem Mittagessen viele noch einen Spaziergang machen.

Gute Erfahrungen als beste Werbung

„Natürlich hat die Stiftung als Arbeitgeber ein großes Interesse daran, dass die Mitarbeiter gesund bleiben. Deshalb setzen wir stark auf Präventionsangebote“, sagt Hartisch. Sie selbst hat BWL mit Schwerpunkt auf Gesundheitsmanagement studiert und einige Zeit für eine Krankenkasse gearbeitet. „Unser Ansatz in der Stiftung ist es, dass sich der Einzelne bewusst für einen gesundheitsfördernden Ausgleich zur Arbeit entscheidet. Wir helfen dabei.“ Und wie reagieren die Mitarbeiter darauf? „Die direkte Ansprache, auch zwei- oder dreimal, klappt am besten“, erklärt Jennifer Hartisch. Außerdem brauche es Kollegen, die ihre eigenen guten Erfahrungen weitertragen. „Wer mit anderen begeistert am Firmenlauf teilnimmt oder wer einen Rückenkurs gemacht hat und merkt, was es bringt, erzählt davon.“ Gerade die Kursangebote seien sehr beliebt. „Dieser Zuspruch freut uns natürlich sehr. Aber auch hier achten wir darauf, dass die jeweils acht Termine Einstieg und Anreiz sein sollen, anschließend privat weiterzumachen.“ Denn das BGM kann kein „Fitnessstudio ersetzen, auch wenn manche Mitarbeiter nichts dagegen hätten“, meint sie mit einem Schmunzeln.

Hohe Qualität und große Vielfalt

Die präventiven gesundheitsfördernden Maßnahmen sind ein starkes Standbein im BGM. Aber der in der Zentralabteilung der Stiftung angesiedelte Arbeitsschutz bzw. die Arbeitssicherheit, z.B. mit dem Thema psychische Gesundheit sowie das Betriebliche Eingliederungsmanagement nach längerer Abwesenheit wegen Krankheit gehören ebenso dazu. „Da gibt es oft ganz praktische Anforderungen“, berichtet Jennifer Hartisch, zum Beispiel einen höhenverstellbaren Schreibtisch nach einem Bandscheibenvorfall. Dank der Kooperation mit dem Unternehmen, mit der Bosch Betriebskrankenkasse und mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus könne die Stiftung insgesamt Qualität und Vielfalt anbieten, wie sie für eine vergleichbare Organisation nur schwer möglich sei, betonen Jennifer Hartisch und Kerstin Palauro. Aber es gibt immer noch Luft nach oben. „Wir möchten die Vernetzung mit unseren Partnern noch weiter ausbauen“, erklärt Kerstin Palauro.

Kerstin Palauro und Jennifer Hartisch
Michael Fuchs

Kerstin Palauro und Jennifer Hartisch gestalten gemeinsam mit der Bosch Betriebskrankenkasse oder externen Partnern attraktive Angebote zum Thema Gesundheit für die Mitarbeiter der Stiftung.