Beruf und Familie vereinbaren dank Betriebskita

Annette Passon arbeitet seit 2011 bei der Robert Bosch Stiftung. Als Mitte 2015 ihre Tochter zur Welt kam, ging sie in Elternzeit. Ihren Wiedereinstieg stimmte sie frühzeitig ab und kam ein Jahr später zurück als Projektmanagerin im Themenbereich Bildung. Ihre Tochter startete kurz vorher in der Betriebskita „Heidehüpfer“.

Robert Bosch Stiftung | Oktober 2018
Das Logo der Heidehüpfer Kindertagesstätte in bunten Buchstaben.

„Uns war schnell klar, dass diese Kita für uns als Familie gut passt“, erinnert sich Annette Passon. Denn Wohnort- und Arbeitsplatznähe seien gleichermaßen gegeben. „Ich beginne morgens früh im Büro. Mein Mann bringt unsere Tochter hin und fährt weiter zu seiner Arbeitsstelle. Ich hole sie dann nachmittags gegen 15.30 Uhr ab.“ Alle Orte, die die Familie werktags für Arbeitsplatz und Kinderbetreuung ansteuert, liegen nicht mehr als 15 Minuten voneinander entfernt.

Projekt dreier Träger

Die Kita „Heidehüpfer“ wurde 2008 als Modellprojekt gegründet und wird seitdem gemeinsam getragen von der Holtzbrinck Publishing Group, dem Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart und der Robert Bosch Stiftung GmbH und von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart betrieben. Sie verfügt über 15 Plätze (Betriebsplätze und öffentliche Plätze) für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren und ist von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Der laufende Betrieb der Kita wird durch Zuschüsse der Stadt Stuttgart und Investitionen durch die Träger finanziert. Der Elternbeitrag beträgt monatlich 250 Euro für die Betreuung und 70 Euro Essensgeld; die Robert Bosch Stiftung gewährt ihren Mitarbeitern einen Zuschuss für die Kinderbetreuung.

Abwechslungsreiches Programm

„Unsere Tochter kam von Anfang an gerne hierher und fühlt sich bis heute wohl. Alles ist überschaubar“, erzählt Annette Passon. „Zur Zeit ihrer Eingewöhnung war es wegen Personalfluktuation allerdings recht turbulent und nicht so einfach“, ergänzt sie. Doch ihre Tochter habe diese Phase glücklicherweise gut gemeistert. Die Kita liegt im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Hauses in der Stuttgarter Innenstadt, wenige Schritte von Oper und Musikhochschule entfernt. Einmal pro Woche steht ein Waldtag auf dem Programm. Außerdem ist die Gruppe auf den Spielplätzen der Umgebung unterwegs oder besucht den Wochenmarkt, um Obst und Gemüse zu kaufen. „Erfreulich finde ich“, so Annette Passon, „dass es auch einen männlichen Erzieher gibt, der in der Kita seine Ausbildung absolviert.“

Abstimmung mit Kollegen

Annette Passon schätzt das umfassende Angebot der Robert Bosch Stiftung, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Denn dazu gehört nicht nur der Kita-Platz. Sie hat eine 75-Prozent-Stelle und arbeitet einmal pro Woche mobil im Home Office. Aber, so ihre Erfahrung, auch das eigene Team innerhalb der Stiftung müsse „mitspielen“, damit die Abläufe mit Kind klappen. „In meinem Team Frühkindliche Bildung haben mehrere Kolleginnen kleine Kinder und kennen die Situation daher gut. Wir stimmen uns eng untereinander ab, zum Beispiel bei Dienstreisen. Denn dann ist die Herausforderung natürlich noch größer, Kinderbetreuung und berufliche Aufgaben unter einen Hut zu bringen.“

Langfristige Verlässlichkeit

„Nach zwei Jahren in der Kita ist unsere Tochter nun eine der Ältesten und ein Wechsel in eine städtische Einrichtung steht an“, berichtet Annette Passon. Auch dieses Mal habe es problemlos mit einem Platz geklappt. Das sei angesichts der aktuellen Situation in der Kinderbetreuung nicht selbstverständlich; „wir haben Glück gehabt“, so Annette Passon. Was wünscht sie sich insgesamt mit Blick auf Betreuungsangebote? „Grundsätzlich bräuchte es keine festen Ferienschließzeiten in Kitas. Da die Einrichtungen noch nicht an Schulferien gebunden sind, könnten sie flexibler auf die Bedarfe der Eltern reagieren“, meint sie. „Das Allerwichtigste aber“, sagt Annette Passon, „ist neben der Qualität immer die langfristige Verlässlichkeit für uns Eltern.“

Porträt Annette Passon

Annette Passon